Für den VfB Stuttgart ist auch weiterhin auf Schalke nichts zu holen: Seit der Spielzeit 1997/98 konnten die Schwaben in Gelsenkirchen nicht mehr gewinnen. Auch diesmal war Schalke am Ende vorn, 4:1 lautete am Sonntag der Endstand. Nach guten Chancen, aber auch großer Härte auf beiden Seiten war Kevin Kuranyi in der 32. Minute per Kopf zur Stelle. Nach der Pause erhöhte erneut Kuranyi auf 2:0 (52.). Bitter für Schalke: Beim anschließenden Torjubel zog sich der Schütze das Trikot aus, kassierte seine fünfte Gelbe Karte und fehlt kommende Woche in Dortmund. Die Stuttgarter kamen zwar durch einen Freistoß von da Silva (61.), der den weit vor dem Tor stehenden Neuer austrickste, noch einmal heran, doch Westermann machte in der 76. Minute alles klar. Der kurz zuvor eingewechselte Neuzugang Ze Roberto markierte kurz vor Schluss (90.+1) den Endstand.
Werder Bremen verlor im Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 1:2 nicht nur das Spiel, sondern auch den Anschluss an Tabellenführer Bayern München. Nach dem 1:0 durch Daniel Jensen kurz vor dem Seitenwechsel sah Werder lange Zeit wie der sichere Sieger aus, doch innerhalb weniger Minuten gab es für Bremen zwei bittere Rückschläge: Erst glich Auer zum 1:1 aus (68.), dann musste Naldo nach Notbremse vom Platz (70.). Yahia (84.) gelang in Überzahl der Siegtreffer für die Bochumer. An beiden Toren des VfL war übrigens Neuzugang Ono beteiligt, beim ersten Tor stand er allerdings - ungeahndet - im Abseits.
Leverkusen drehte beim abstiegsbedrohten Energie Cottbus die Partie zweimal um. Zunächst gingen die Lausitzer durch den von Bayer ausgeliehenen Papadopulos in Führung, doch im zweiten Abschnitt schaltete die Skibbe-Elf einen Gang hoch und kam durch Rolfes und Bulykin zur Führung. Energie glich zwar nochmal aus, musste in der Schlussphase jedoch einen Elfmeter hinnehmen. Rolfes verwandelte sicher und trieb das Cottbuser Publikum auf die Palme, nachdem Schiedsrichter Lutz Wagner dem FCE zuvor zwei Tore verweigerte.
Der 1. FC Nürnberg musste beim Aufsteiger Karlsruher SC eine bittere 0:2-Niederlage hinnehmen. Bis zu Wolfs Ampelkarte war die Partie ausgeglichen, doch in Überzahl schlugen die Badener eiskalt zu. Allen voran Kennedy, der das 1:0 gegen seinen Ex-Klub für Eichner auflegte und dann das 2:0 selbst besorgte. Eine solche Effektivität hätte sich FCN-Trainer Hans Meyer vom Australier schon in der Hinrunde gewünscht.
Das dritte höchst abstiegsbedrohte Team, der MSV Duisburg, hoffte lange Zeit auf den fünften Saisonsieg, doch der Argentinier Diego Klimowicz hatte etwas dagegen. Der BVB-Joker stach sofort nach seiner Einwechslung und in der Nachspielzeit und stürzte die Bommer-Elf ins Tal der Tränen. Die Borussen enttäuschten besonders im ersten Abschnitt, so dasss die Zebras mit 2:0 davonzogen. In der zweiten Hälfte besann sich die Doll-Elf und kam zu einem verdienten, aber aufgrund des späten Ausgleichstreffers auch etwas glücklichen Zähler. Durch das Remis rutscht der MSV ans Tabellenende.
Im mit Spannung erwarteten Nordduell zwischen dem HSV und Hannover fanden die Hanseaten lange Zeit nicht ins Spiel und liefen Husztis Elfmetertor bis tief in die zweite Halbzeit hinein hinterher. In der Schlussphase wurde die stärker werdende Stevens-Elf belohnt und kam durch Olics Treffer zum Ausgleich. Obwohl das Spiel keinen Sieger sah, stand die Partie auf hohem Niveau, wobei die Hamburger am Ende dem Sieg ein wenig näher waren.
Der Mann des Tages am 18. Spieltag ist freilich Martin Fenin. Der Frankfurter Neuzugang erzielte beim 3:0 in Berlin alle drei Tore für die starke Eintracht und sorgte für sich und die Hessen für einen Einstand nach Maß.
Im Duell zwischen Bielefeld und Wolfsburg entschied Grafites Kopfballtor die Partie zugunsten des VfL, so dass die Arminen unter ihrem neuen Coach Michael Frontzeck auch im zweiten Pflichtspiel (1:2 n.V. im Pokal in Jena) den Platz als Verlierer verlassen mussten.
Die Münchner schockten die Rostocker am Freitag mit dem ersten Angriff, den Ribery eiskalt abschloss. Zuvor hatten Ze Roberto und Klose prima kombiniert und so den fünften Treffer des Franzosen vorbereitet. Damit waren die Rollen vergeben: Die Bayern kontrollierten klar das Geschehen und kamen durch Luca Toni kurz vor der Pause zum 2:0.
Mit Wiederbeginn kam Sand ins Getriebe des deutschen Rekordmeisters, der zuvor auf dem schlechten Platz die Rostocker auch spielerisch klar beherrschte. Doch mit Kerns Anschlusstreffer keimte beim FC Hansa wieder die Hoffnung auf einen Punkt auf. Letztlich fehlten der Pagelsdorf-Elf speziell die spielerischen Mittel, um sich gegen die Münchner durchzusetzen. Den Ansatz einer Großchance hatte Bartels, doch Ze Roberto spitzelte ihm den Ball gerade noch vom Fuß. Mit dem 2:1-Auswärtssieg setzt sich Bayern von den Verfolgern Bremen und HSV, die Federn lassen mussten, etwas ab. Rostock kann aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ein wenig Selbstbewusstsein schöpfen.
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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Sturm
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31.01.12
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Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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