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28.10.2007, 18:50

Überblick: Remis auf Schalke - VfB atmet auf

Bayern wackelt - HSV feiert

Dortmund brachte den FC Bayern an den Rand einer Niederlage, doch die Münchner retteten das 0:0 über die Zeit. Schärfster Verfolger des Spitzenreiters ist der HSV, der 1:0 in Duisburg gewann. Schalke und Bremen teilten am Samstag in der Arena die Punkte, auch Karlsruhe kam in Rostock nur zu einem 0:0. Große Erleichterung herrscht beim Meister: Stuttgart besiegte Bayer. Die Hertha und die "Wölfe" gewannen, Cottbus traf in letzter Sekunde in Bielefeld.

Harter Kampf: Dortmunds Kringe und Kovac gegen Bayerns Lucio (M.).
Harter Kampf: Dortmunds Kringe und Kovac gegen Bayerns Lucio (M.).
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Der FC Bayern hielt seine Serie ungeschlagener Spiele auch in Dortmund, allerdings nur mit viel Glück. Hatten die Münchner in der ersten Hälfte noch Pech mit zwei Aluminiumtreffern, spielte in der zweiten Hälfte fast nur noch Borussia Dortmund. Einzig die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte den Sieg der Westfalen. Nach dem Remis haben die Münchner vier Zähler Vorsprung auf den schärfsten Verfolger, den Hamburger SV.

Der HSV bleibt dran

Die Hanseaten setzten sich zeitgleich beim Aufsteiger MSV Duisburg mit 1:0 durch. Das Tor des Tages erzielte erneut Kompany, der - wie schon im UEFA-Cup in Bergen - für den entscheidenden Treffer sorgte. Der HSV klettert mit 23 Punkten auf Rang zwei, der MSV bleibt auf Platz 17 stehen.

Remis im Topspiel

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Mit unterschiedlichen Voraussetzungen waren Schalke und Bremen ins Topspiel am Samstag gegangen. Die "Königsblauen" hatten in Chelsea 0:2 verloren, Werder Lazio Rom 2:1 bezwungen. In der Arena hatte die Slomka-Elf den besseren Start: Grossmüller verwandelte einen Freistoß zum 1:0 (14.) - Premierentor für den "Uru" in der Bundesliga. Doch der SVW, mit zuletzt 13 Punkten in fünf Spielen, kam zurück und glich nach einer Standardsituation aus. Naldo drückte die Freistoßflanke von Tosic ins Netz. Nach der Pause fielen in einer interessanten Partie dann keine Tore mehr. Mertesacker hatte bei einer Rettungsaktion großes Glück - Pfosten! Schalke war überlegen, hatte jedoch Glück, dass Sanogo für Bremen das leere Tor verfehlte (77.).

Beck lässt den VfB jubeln

Nach nur drei Punkten aus fünf Spielen - von den Niederlagen in der Champions League ganz zu schweigen - stand der deutsche Meister VfB Stuttgart vor seinem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen gehörig unter Druck. Doch die ohne die gesperrten Pardo und Meira sowie mit den Debütanten Pischorn und später auch Schuster antretetenden Schwaben hielten mit etwas Glück Stand. Mit Beck erzielte ein weiterer Youngster den einzigen Treffer gegen müde, aber keinesfalls enttäuschende Rheinländer, die nach dem UEFA-Cup-Spiel gegen Toulouse (1:0) nur 43 Stunden Zeit zur Regeneration hatten. Stuttgart verlor Hilbert mit Verletzung, die Skibbe-Elf beklagte das Ausscheiden von Papadopulos und Castro.

Nullnummer an der Ostsee

Der Karlsruher SC kam im Aufsteigerduell bei Hansa Rostock zu einem torlosen Unentschieden. In einem über weite Strecken enttäuschenden Spiel fehlte der letzte Esprit vor den Toren. Beide Parteien dürften somit mit dem einen Zähler zufrieden sein. Die Mecklenburger (zuletzt 3/2/1) entfernten sich einen weiteren kleinen Schritt von der Abstiegszone, die Badener blieben auch im fünften Spiel in Folge (3/2/0) unbezwungen und belegen auch nach dem elften Spieltag Rang vier.

Favre schlägt Koller im Schweizer Duell

Berlin, Bochum, Bielefeld, Cottbus - nahezu die gleiche trübe Ausbeute aus den letzten vier Wochen einte diese vier Teams vor dem Samstag. Einzig die Hertha schaffte die Trendwende.

Bundesliga-Novum im Berliner Olympiastadion: Zum ersten Mal in der Geschichte standen sich zwei Schweizer Trainer im deutschen Oberhaus gegenüber. Lucien Favre behielt gegen Marcel Koller die Oberhand. Die Berliner Hertha beendete ihre Negativserie, die Bochumer setzten ihre fort (0/2/6) und bleiben auf einem Abstiegsrang. Die Niederlage leitete Maltritz mit einem Eigentor ein, Pantelic schuf noch vor der Pause mit seinem sechsten Saisontor klare Verhältnisse.

Fotostrecke
Bilder zum 11. Spieltag
Schalker Kreisel
Schalker Kreisel

Zu viel für Naldo! Bremens Brasilianer wurde bei der von Bordon, Jones und Pander fabrizierten Neuauflage des Schalker Kreisels schwindelig. Allerdings nur in dieser Szene. Naldos Tor bescherte Werder beim 1:1 auf Schalke einen Punkt.
© dpa

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In Bielefeld war der Ärger groß! In einer schwachen Partie gegen Schlusslicht Cottbus steuerten die Ostwestfalen dank Kampers Kracher auf ihren vierten Saisonsieg zu. Der für Piplica ins Energie-Tor gerückte Tremmel war machtlos (77.). In der Nachspielzeit gelang dem Dänen Sörensen (90.+2) dann noch das nicht mehr für möglich gehaltene 1:1 und somit der fünfte Punktgewinn für die weiter sieglosen Lausitzer.

Charisteas "überlistet" Blazek

"Wölfe" heulen
Jubelnde "Wölfe": Der VfL gewinnt sein Heimspiel gegen Nürnberg verdient.
© dpa

Der 1. FC Nürnberg hat wohl noch einen langen Weg vor sich, ehe er aus den unteren Tabellenregionen klettern kann. Nach dem furiosen 5:1 gegen Frankfurt unterlag der Pokalsieger beim VfL Wolfsburg verdient mit 1:3. Die Magath-Elf profitierte ähnlich wie Berlin gegen Bochum von einem Eigentor im ersten Abschnitt. Club-Stürmer Charisteas half hinten aus - und "überlistete" Keeper Blazek mit einem Kopfballheber (30.). Grafite erhöhte vor, Misimovic verkürzte kurz nach der Pause per Elfmeter (54.). Das zwischenzeitlich offene Spiel beendete Dejagah mit dem 3:1. Am Ende holten die "Wölfe" ihren zweiten Heimsieg und verteidigten den Platz in der oberen Tabellenhälfte.

Müde Nullnummer in Frankfurt

Köhler gegen Rosenthal
Wenige Höhepunkte: Frankfurt (vo. Köhler) und Hannover (Rosenthal) trennten sich am Freitag 0:0.
© dpaZoomansicht

Eintracht Frankfurt wollte gegen Hannover 96 am Freitagabend Wiedergutmachung für das 1:5 in Nürnberg betreiben. Beide Teams boten den Zuschauern jedoch nicht mehr als eine müde Nullnummer. Höhepunkte blieben in den 90 Minuten rar gesäht. Die größte Chance der ersten Hälfte vergab Huszti, als er nach Prölls Klärungsversuch aus 20 Metern das leere Tor verfehlte. Im zweiten Durchgang sorgten Pinto und Balitsch (63.) sowie Amanatidis (77.) für die wenigen Aufreger.

28.10.07
 
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