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07.07.2003, 10:17

1860: Auch der VfB wollte den Finnen

Warum Saarinen jetzt Richtung Stuttgart schielt

Es scheint kaum etwas Schlimmeres zu geben für Janne Saarinen als Eintönigkeit und Routine im Alltag. Ein Leben ohne immer neue Herausforderungen ödet ihn an, das können auch Erfolge und Titel nicht wettmachen. Deshalb hat er sich nun von Rosenborg Trondheim verabschiedet. "Das war nur noch langweilig", sagt der 26-Jährige, zu leicht fielen Siege und Meisterschaften, "meist haben wir nach 40 Minuten drei zu null geführt."

Also nix wie weg. In eine Liga, "in der ich Woche für Woche voll gefordert werde, hier ist alles neu, das liebe ich". Die Entscheidung gegen Klubs wie RSC Anderlecht in Belgien oder Racing Straßburg in Frankreich fiel spontan, weil "Deutschland drei Mal Weltmeister war und oft im Finale. Hier macht man im Fußball vieles richtig". Pünktlich zum Saisonstart sollen auch Lebensgefährtin Riikka und der drei Wochen alte Sohn Onni in München eintreffen.

Es hätte auch Stuttgart werden können, "aber der VfB wollte mich erst zum 1. Januar 2004 verpflichten", ablösefrei, nach Ablauf seines bis Ende des Jahres datierten Vertrages in Trondheim. 1860 investierte 600 000 Euro dafür, Saarinen bereits ein halbes Jahr früher loszueisen. Gut angelegtes Geld, findet Trainer Falko Götz, der sich von dem 25-maligen finnischen Nationalspieler mehr erhofft als einen zuverlässigen Linksverteidiger. "Wenn der so Gummi gibt, wie wir uns das erhoffen, wird er der Mannschaft spielerisch, aber auch durch seine menschlichen Qualitäten viele Impulse geben." Nicht nur Stamm-, sondern auch Führungsspieler soll er werden, die Kollegen anstecken mit seiner optimistischen, erfolgsorientierten Art, sie anleiten mit "seiner Erfahrung aus den internationalen Spielen in der Champions League und für Finnland".

Auch gegen Deutschland hat er schon gespielt, "beim 0:0 in Schalke 2001", entfährt es ihm wie aus der Pistole geschossen, "ich habe erst gegen Deisler, dann gegen Asamoah gespielt". Wenig überzeugend damals, wie die kicker-Note 5 belegt. Die Bundesliga hat er seither jedenfalls aufmerksam verfolgt und kommt zu dem Schluss, "dass Bayern und Dortmund stärker sind als die anderen. Aber dahinter können wir alles erreichen. Wir haben auf jeden Fall die Chance, um einen internationalen Platz mitzuspielen."

Seine erste intensive Trainingswoche mit den neuen Kollegen hat ihn zu dieser Prognose inspiriert, und dabei richtet sich sein Blick erneut ins Schwäbische. "Vielleicht können wir eine ähnliche Rolle spielen wie Stuttgart im letzen Jahr und für eine Überraschung sorgen."

Michael Pfeifer

 

kicker

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