Bochum: Kein Platz im Team für Joel Epalle
Alles klar: Stefan Kuntz verlässt VfL
Der VfL bestätigte am frühen Donnerstagabend entsprechende kicker-Informationen, nach denen die Auflösung des Vertrages von Stefan Kuntz beschlossene Sache sei. Der Verein habe der Beendigung der Tätigkeit von Kuntz als Sportdirektor "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" zugestimmt. Im Gespräch sei "die erste Hälfte des kommenden Monats". Der 47-Jährige besaß beim VfL ein Arbeitspapier bis Ende dieses Jahres. Nun ist der Weg nach Kaiserslautern für ihn frei, wo er als neuer Vorstandsvorsitzender gehandelt wird.
Damit erhöht sich der Druck auf Vorstandschef Werner Altegoer (72), der durch seine Konfrontation mit dem Sportchef große Teile der VfL-Belegschaft gegen sich aufgebracht hat. Im Verein gärt es, auch wenn niemand offen in Opposition zum Vereins-Patron treten will, der seit fast drei Jahrzehnten auf unterschiedlichen Posten den Klub führt. Weil auch große Teile der Fans den Aufschwung an Kuntz festmachen, muss Altegoer schnell einen überzeugenden Nachfolger präsentieren. Ein gefährliches Spiel um Kuntz, auch weil die sportliche Planung vorangetrieben werden muss. Vor allem durch die hohe Trefferquote der jüngsten Transfers (unter anderen Gekas, Drobny, Sestak, Yahia, Pfertzel) erlebt der VfL eine recht entspannte Saison mit Distanz zu den Abstiegsplätzen. Nun aber könnte die Entwicklung ins Stocken geraten.
Zumindest einige Gespräche sind schon fortgeschritten. So zeichnet sich eine Einigung mit Daniel Imhof und René Renno ab. Offen ist die Zukunft von Auer, Drsek und Bechmann, während mit Schachtjor Donezk über Keeper Jan Lastuvka (bis Sommer ausgeliehen) verhandelt wird. Intensive Gedanken macht sich Offensivmann Joel Epalle (Vertrag bis 2010). Aktuell ist er nur Ersatz. "Klar bin ich enttäuscht. Für mich ist das eine ganz neue Situation." Er fühle sich "voll Power", erzählt der Kameruner. Doch im Angriff setzt Trainer Koller auf Sestak und Auer, und im Mittelfeld kann Epalle die Konkurrenten Azaouagh oder Ono, Zdebel und Dabrowski kaum verdrängen. "Ich kann nur warten und arbeiten", weiß Epalle. "Aber ich mache es dem Trainer schwer, auf mich zu verzichten."
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