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03.03.2008, 11:38

Ein Nachspiel für Werder?

Merk plädiert für den Videobeweis

Wieder einmal ein Fehler eines Assistenten. Dass Dr. Markus Merk in Bremen Rosenbergs 1:0 trotz Abseitsposition anerkannte, hat die Ursache in einer Unaufmerksamkeit von Markus Wingenbach. Oft, zu oft, sind im noch relativ jungen Jahr 2008 die Männer an den Außenlinien Auslöser von zum Teil gravierenden Fehlentscheidungen gewesen.

Dr. Markus Merk und Trainer Thomas Doll.
Diskussionen künftig vermeiden: Dr. Markus Merk (2.v.r.) und Trainer Thomas Doll.
© imagoZoomansicht

Für heute, Montag, haben Volker Roth, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses, und Lehrwart Eugen Strigel sie zu einer Schulung zusammengerufen. Diese ist turnusmäßig und nicht durch schlechte Leistungen begründet. Dennoch wird Roth seine Leute ganz deutlich zu mehr Konzentration auffordern: "Sie müssen immer voll da sein. Auch wenn in einem Spiel einmal drei, vier Minuten lang nichts los ist, müssen sie immer damit rechnen, dass sie eine knifflige Szene richtig einschätzen müssen." Per DVD werden zudem 22 Einzelszenen besprochen, die sich in erster Linie mit Abseitsentscheidungen befassen. Strigel: "Besonders diese Situationen sind für die Assistenten viel schwieriger geworden. Früher, als die Mannschaften noch mit Libero gespielt haben, war dies einfacher zu erkennen als heute, in Zeiten von Abwehrketten, weil sich Defensiv- und Offensivspieler sehr häufig auf einer Linie befinden."

Dr. Markus Merk gab in Bremen den Fehler schnell zu und machte dann einen schon häufig diskutierten, aber aus Schiedsrichtermund höchst ungewöhnlichen Verbesserungsvorschlag: "Im Gegensatz zu den meisten meiner Kollegen bin ich für die Einführung des Videobeweises." Eine Idee, zu der weder Roth noch Strigel am Sonntag aktuell Stellung nehmen wollten. Zu oft haben sie ihre Meinung - contra - bereits öffentlich erklärt und zudem auf den eisernen Grundsatz von Sepp Blatter verwiesen. Der FIFA-Präsident betont seit Jahren gebetsmühlenartig, dass es unter ihm "keine elektronischen Hilfsmittel außer zur Klärung der Frage "Tor oder nicht Tor" geben wird. Und an ihm vorbei ist es nicht möglich, den Videobeweis oder andere Veränderungen im Fußball einzuführen.

Dennoch hat der Videobeweis in Bremen faktisch stattgefunden, allerdings ohne Konsequenzen in Form der Rücknahme einer Entscheidung. Denn Dortmunds Trainer Thomas Doll konnte sich, ebenso wie Markus Merk und sein Team, die strittige Szene unmittelbar nach dem 1:0 im Stadion auf der Videoleinwand betrachten. Diese Praxis hatte in der Vergangenheit häufig für Unmut bei den Schiedsrichtern gesorgt. Klar, werden Fehlleistungen noch während eines Spiels öffentlich als solche entlarvt, erschwert es die Aufgabe für die Unparteiischen ungemein. Der DFB hatte daraufhin untersagt, strittige Szenen unmittelbar vorzuführen.

Koch fragt nach

Dass dies in Bremen nun doch geschah, hat eine Überprüfung der genauen Umstände zur Folge. Mitte der Woche trifft sich - ebenfalls schon vor dem vergangenen Wochenende verabredet - der für Schiedsrichter zuständige DFB-Vizepräsident Dr.Rainer Koch mit Vertretern des Kontrollausschusses. "Nach aktueller Rechtslage ist es nicht erlaubt, strittige Szenen in den Stadien zu zeigen, weil es zu großer unmittelbarer Aufregung führt und den Unparteiischen die Fortführung ihrer Spielleitung erschwert", so Koch, der sich nun informieren will, warum Rosenbergs Tor trotz regeltechnischer Brisanz in Bremen über die Leinwand flimmerte.

Seinen Aufenthalt in der DFB-Zentrale in Frankfurt wird Koch weiterhin zum Anlass nehmen, mit Roth und Strigel sowie Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb bei der DFL, über die Art und Weise eines Runden Tisches zu sprechen. Dass dieser, seit Jahren im Gespräch, nun definitiv bald kommen wird, ist laut Koch klar. Das Wie muss noch genau geklärt werden: "Wir werden in kleiner Runde unsere Vorstellungen austauschen. Es soll kein Schnellschuss werden."

Thomas Roth

 

kicker-sportmagazin

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