Dortmund: Bayern geben Görlitz nicht frei
Zorc jagt "Zauberfuß" Hajnal
Und wenn Zorc dafür sogar eine Fahrtstrecke von 700 Kilometern (hin und zurück) in Kauf nimmt, dann nicht aus Jux und Dollerei: Maik Franz (26, Innenverteidiger), Andreas Görlitz (25, rechter Außenverteidiger, vom FC Bayern ausgeliehen) und Tamas Hajnal (26, offensives Mittelfeld) wecken sein Interesse - auf eben jenen Positionen, die in Dortmund neu zu besetzen sind.
Bei Hajnal, dem Ungarn, der Fußball-Deutschland seit Monaten in Entzücken versetzt (fünf Tore, sechs Assists, kicker-Durchschnittsnote 2,93) ist die Konkurrenz am größten. Aus gutem Grund: Der vom Ex-Schalker Marc Wilmots (38) beratene Zauberfuß kann dank einer Ausstiegsklausel im Sommer für 1,25 Millionen Euro wechseln. Und wird, wie es in Branchenkreisen heißt, deshalb von der halben Liga gejagt. Zorc will zu dieser Personalie "nichts sagen", Vorrang genießt bei ihm ohnehin, eine andere Baustelle noch in der Winterpause zu schließen - hinten rechts, wo Philipp Degen (24) nach Doppel-Operation (Sprunggelenk, Adduktoren) derzeit pausiert und notgedrungen von Jakub Blaszczykowski (21, sonst Mittelfeld) vertreten wird.
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Tamas HajnalEtto unter Beobachtung
Weil auf den vom FC Bayern unter Verschluss gehaltenen Görlitz wohl kein Zugriff möglich ist, konzentriert sich die sportliche Leitung der Borussia auf Oeliton Araujo dos Santos (26), genannt Etto (kicker vom 19. November). Der Brasilianer in Diensten von Dinamo Zagreb wurde zuletzt von Co-Trainer Ralf Zumdick (49) beim Spiel gegen den Hamburger SV (0:2) gescoutet - und erfüllt allem Anschein nach die Einstellungsbedingungen in Dortmund.
Zagrebs deutscher Torhüter Georg Koch (35, zuletzt Duisburg) beschreibt Etto, der seit 2005 für den kroatischen Klub 50 Ligaeinsätze (sechs Tore) bestritt und noch bis 2009 unter Vertrag steht, als "stark in der Vorwärtsbewegung. Er schlägt mit rechts gute Flanken, ist schnell und schaltet sich gut ein." Der früher weiter vorn eingesetzte Fußballer (1,75 m/76 kg) habe seine "defensivere Rolle angenommen und schlägt sich ganz beachtlich", urteilt Koch. "Seine Stärken liegen aber ganz klar im Spiel nach vorn." Obwohl die Dortmunder "Kriegskasse" für die Transferperiode im Winter eher spärlich gefüllt ist, ließe sich Ettos Verpflichtung stemmem. Er soll dank einer Ausstiegsklausel maximal 1,5 Millionen Euro kosten.
Thomas Hennecke
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