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25.10.2007, 16:20

Schalke: Boss Schnusenberg macht Druck

Slomka droht "ein Problem"

Die Interviews mit Schalke-Präsident Josef Schnusenberg (66) in diversen Medien am gestrigen Mittwoch ließen aufhorchen. Vor allem Passagen, die Trainer Mirko Slomka (40) betrafen. Nach dem 0:2 gegen den Karlsruher SC, so Schnusenberg, habe er am Coach "punktuelle Kritik" geübt. Und: "Ob ich sie erweitern muss, zeigen die nächsten Wochen ..."

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Schalkes Coach Mirko Slomka
Muss punkten, um nicht alleine dazustehen: Schalkes Coach Mirko Slomka.
© dpa Zoomansicht

Eine interpretierbare Aussage? "Nein", betont Schnusenberg im Gespräch mit dem kicker am Mittwoch Vormittag. "Wir brauchen nicht zu interpretieren oder zu drohen: Setzen wir die nächsten Spiele in den Sand, haben wir alle gemeinsam ein Problem." Aber ob der Trainer dann nicht das größte Problem habe? Schnusenberg: "Das ist dann so." Nicht ohne hinzuzufügen: "Ich habe absolutes Vertrauen in Mirko Slomka. Ich bin fest überzeugt, dass das alles gar nicht eintritt."

Dennoch: Schnusenbergs öffentliche Positionierung lässt eindeutige Schlüsse zu. Sollte Schalke in den Heimspielen gegen Bremen und Hamburg weiteren Boden auf die Plätze zwei und drei einbüßen, womöglich noch im Pokal gegen Hannover patzen, wäre die Schuldfrage bereits beantwortet - zu Ungunsten Slomkas. Während der Cheftrainer (Vertrag bis 2009) unter Druck gesetzt wird, lobt Schnusenberg das Wirken von Manager Andreas Müller (44) in allerhöchsten Tönen, unabhängig vom kurzfristigen Abschneiden. Dieses mit der Zukunft des vorläufig nur bis September 2008 gebundenen Müller zu verknüpfen, "ginge zu weit", urteilt Schnusenberg. Denn: "Er hat bei der Zusammenstellung des Kaders hervorragend gearbeitet. Wir hatten noch nie eine so gute Transferbilanz. Das ist einzig und allein Verdienst von Andreas Müller. Und ich persönlich könnte mir keinen besseren Vorstandskollegen vorstellen. Zwischen uns passt kein Blatt Löschpapier."

Wie von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies längst angekündigt soll Müller nach der Aufsichtsratssitzung im November ein neuer Vertrag vorgelegt werden. Müller: "Es gab ein Gespräch." Sein Anspruch: "In den nächsten ein, zwei, drei Jahren müssen wir den nächsten Schritt machen, uns auf Dauer in der Champions League etablieren." Um diese Zukunft mitgestalten zu dürfen, sollte Slomka schon kurzfristig Ergebnisse liefern, die das Tor zur Königsklasse sichtbar offen halten.

J. Lustig, T. Müller

25.10.07
 
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