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22.02.2019, 17:30

"DFL Sportreport 2019": Die jüngste Liga, die meisten Tore

Der Videobeweis dauert im Schnitt 59 Sekunden

Am Freitag stellte DFL-Direktor Ansgar Schwenken in der DFL-Zentrale im Frankfurter Westend den "Sportreport 2019" vor - ein Sammelsurium an interessanten Statistiken und Fakten zur Bundesliga im internationalen Vergleich. Der kicker gibt einen Überblick über die wichtigsten Zahlen, die auf den bisher absolvierten 22 Spieltagen fußen.

Die DFL veröffentlichte den "Sportreport 2019".
Die DFL veröffentlichte den "Sportreport 2019".
© imagoZoomansicht

Der Unterhaltungswert

Beim Maß aller Dinge, den Toren, schneidet die Bundesliga im Vergleich zu den Top-Ligen in England, Spanien, Italien und Frankreich am besten ab. 3,1 Treffer fielen in dieser Saison bislang durchschnittlich pro Spiel, auf Rang 2 folgt die Premier League (2,8) vor der Serie A (2,6), La Liga (2,5) und der Ligue 1 (2,5).

Interessant ist, wie die Tore in der Bundesliga entstehen, vor allem im Vergleich zum letzten großen Turnier. Laut einer "Deltatre"-Analyse fielen bei der WM 2018 nur 59,8 Prozent der Tore aus dem Spiel heraus, entsprechend resultierten 40,2 Prozent der Treffer aus Standards. In der Bundesliga liegt der Wert der aus dem Spiel heraus erzielten Tore derzeit bei 76,6 Prozent, was einer Steigerung von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur vergangenen Saison bedeutet.

Der Altersschnitt

Im Vergleich der europäischen Top-Ligen ist die Bundesliga die jüngste Liga, der Altersschnitt der eingesetzten Profis liegt bei 26,2 Jahren, es folgen Frankreich (26,4), Italien (27,2), England (27,2) und Spanien (27,3). Bezogen auf die Gesamtspielzeit zählen 14,4 Prozent der Profis zu den U-21-Spielern; dieser Wert ist exakt doppelt so hoch wie in der Premier League, an der Spitze liegt die Ligue 1 mit 16 Prozent.

DFL: "Die Bundesliga setzt auf spielerische Mittel."
DFL: "Die Bundesliga setzt auf spielerische Mittel."
© DFLZoomansicht

Lag der Altersschnitt der Bundesliga-Kader 2001/02 noch bei 27,09 Jahren, ist er mittlerweile auf 24,72 Jahre gesunken. Das ist allerdings nicht nur auf die Qualität des Nachwuchses zurückzuführen, sondern auch auf die Local-Player-Regelung, die bei einigen Klubs Nachwuchsspielern zu Profiverträgen verhilft, die sie aus rein sportlichen Gründen nicht erhalten hätten. Das drückt den Altersschnitt nach unten. Allerdings sind - an der Gesamtspielzeit bemessen - 14,5 Prozent der eingesetzten Profis im jeweiligen Klub ausgebildet worden. In dieser Statistik schneidet nur Spanien (16,2) besser ab, in Italien (5,2) haben es Spieler aus dem eigenen Nachwuchs besonders schwer.

Einheimische und ausländische Profis

Nur 48,7 Prozent der in dieser Spielzeit eingesetzten Profis stammen aus Deutschland. Damit schneidet die Bundesliga zwar deutlich besser ab als die Premier League (32,6) oder die Serie A (39,5), aber auch signifikant schlechter als La Liga (61,4) und die Ligue 1 (63,3). Dass in Frankreich so viele einheimische Spieler aktiv sind, ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, da französische Spieler im Ausland sehr begehrt sind und scharenweise abgeworben werden. In der Bundesliga spielen mittlerweile 39 Franzosen, nur Österreicher (48) sind noch stärker vertreten. Insgesamt stehen in der 1. Liga Profis aus 60 Nationen unter Vertrag.

Videobeweis und Nettospielzeit

Laut DFL wurden im bisherigen Saisonverlauf 51 Fehlentscheidungen durch den Videobeweis verhindert. Im Schnitt findet lediglich in jedem dritten Spiel eine Intervention statt, die Entscheidungsfindung dauerte durchschnittlich 59 Sekunden.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass sich die Nettospielzeit durch die Einführung des Videobeweises nicht verkürzt hat - sie ist sogar höher als zuvor. Aktuell liegt die Nettospielzeit bei 57:46 Minuten; vergangene Saison, als der Videobeweis eingeführt wurde, lag sie bei 57:03 Minuten. Zum Vergleich: 2016/17 betrug die Nettospielzeit lediglich 55:49 Minuten, in den vorherigen Spielzeiten war sie ähnlich niedrig.

DFL: "Die Bundesliga ist die jüngste der europäischen Top-Ligen."
DFL: "Die Bundesliga ist die jüngste der europäischen Top-Ligen."
© DFL

Julian Franzke

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