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22.02.2019, 16:35

TSG-Coach mit klarem Statement zum Thema Internethetze

Nagelsmann wehrt sich gegen "Ätschibätschi453" & Co.

Wenn am Montagabend die TSG Hoffenheim bei RB Leipzig gastiert (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de), ist die Partie für die Kraichgauer in vielerlei Hinsicht richtungsweisend. Während TSG-Trainer Julian Nagelsmann, der in der kommenden Spielzeit seine Zelte in Leipzig aufschlagen wird, klare Statements sowohl zu einem etwaigen Interessenskonflikt als auch dem Streitthema Montagsspiele abgab, lieferte er zudem Einblicke in seine Gefühlswelt - Hass in den sozialen Medien betreffend.

Julian Nagelsmann
Gastiert mit der TSG Hoffenheim bei seinem künftigen Arbeitgeber RB Leipzig: Julian Nagelsmann.
© imagoZoomansicht

"Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mich nicht freuen würde, wenn RB nächstes Jahr Champions League spielen würde", gab Nagelsmann im Vorfeld der Auswärtspartie bei seinem designierten Arbeitgeber ohne Umschweife zu. Aber, und das betonte der 31-Jährige mit Nachdruck, er habe in Hoffenheim immer noch "einen Vertrag und verdiene hier mein Geld. Ich bin so gestrickt, dass ich Aufträge mit allem Ehrgeiz und aller Leidenschaft erfülle", so Nagelsmann.

Voll und ganz bei der TSG

Was ihm besonders am Herzen lag und er "noch einmal klarstellen" wollte: "Durch die sehr frühe Bekanntgabe meines Wechsels habe ich für maximalste Transparenz gesorgt, für die man nur sorgen kann." Dementsprechend wäre es, so Nagelsmann, "die schwachsinnigste Aktion gewesen, es zwölf Monate vorher bekanntzugeben", wenn er nun "am Montag etwas weniger Gas geben werde, sodass Leipzig gewinnt". Diese ganzen Spekulationen kanzelte der gebürtige Landsberger mit einem simplen "Bullshit" ab, um anschließend in aller Deutlichkeit zu verkünden, dass er "am Montag alles dafür tun" werde, "dass wir dort gewinnen".

Situation für Arbeitnehmer "nicht so leicht"

Während es weder für Nagelsmann noch für sein Team eine große Umstellung sei, statt am Wochenende am Montagabend zu spielen, kann er den Unmut der Anhänger nachvollziehen - zumindest bis zu einem gewissen Maß: "Für den normalen Arbeitnehmer ist es natürlich nicht so leicht, dort hinzufahren und dann am Dienstag wieder im Büro oder auf der Baustelle zu erscheinen." Allerdings, und das entzog sich ihm jeglicher Logik, mache es "doch wenig Sinn, jeden Montag zu boykottieren" - schließlich werde es diese ja ab übernächster Saison nicht mehr geben. "Da das Spiel sowieso stattfindet, würde ich mich freuen, wenn unsere Fans, und auch die von Leipzig, für die jeweiligen Mannschaften jubeln."

Als er es geschrieben hat, stand es 0:3, am Ende 3:3.Julian Nagelsmann über eine Droh-Mail, die er während der Bundesligapartie in Dortmund erhielt

Zu guter Letzt schnitt der Trainer ein Thema an, dass auch ihn persönlich betroffen hatte: Hass in den digitalen Medien. Grundsätzlich interessiere er sich zwar für die Meinungen der Fans, allerdings sei "es schwer, herauszufiltern, was aus der Emotionalität heraus passiert". Anbei lieferte Nagelsmann die passende Anekdote: "Ich habe auch schon in jüngster Vergangenheit, in Dortmund zum Beispiel, in der 71. Minute eine Droh-E-Mail eines Fans bekommen, ich solle mich doch endlich verpissen. In der 90. Minute kam dann nichts mehr. Als er es geschrieben hat, stand es 0:3, am Ende 3:3."

Weniger Desinteresse, sondern eher Selbstschutz

Er selbst besitze keinen Facebook-Account, was "weniger mit Desinteresse, sondern mehr mit Selbstschutz zu tun" habe. Gehäuft haben sich solche Nachrichten, seitdem sein Wechsel gen Leipzig feststehe. In den seltensten Fällen, so der 31-Jährige, basieren diese Nachrichten auf einem Fundament, das etwas bringe - "aber dennoch geht es einem nahe. Dies vergessen manchmal die Menschen draußen im Internet, wenn sie mit ihrem Synonym "Ätschibätschi453" oder wie die heißen, schreiben, was sie möchten."

kög

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Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund57:2554
 
2Bayern München51:2651
 
3Bor. Mönchengladbach42:2543
 
4RB Leipzig42:2042
 
5VfL Wolfsburg38:3038
 
6Eintracht Frankfurt44:2837
 
7Bayer 04 Leverkusen41:3536
 
8TSG Hoffenheim45:3334
 
9Werder Bremen38:3432
 
10Hertha BSC35:3332
 
111. FSV Mainz 0526:3630
 
12Fortuna Düsseldorf27:4228
 
13SC Freiburg34:3827
 
14FC Schalke 0425:3523
 
15FC Augsburg32:4518
 
16VfB Stuttgart19:5116
 
17Hannover 9620:5014
 
181. FC Nürnberg18:4813

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