Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
10.02.2019, 19:41

Nationalspieler genießt neue Position in Leverkusen

"Weltklasse": Brandt ist gerne Spielmacher - auch bei Löw

In der Hinrunde blieb Julian Brandt wie die komplette Werkself meist weiter unter seinen Möglichkeiten. In seiner neuen Rolle bringt er Kollegen wie Experten zum Schwärmen - und hätte auch bei Bundestrainer Joachim Löw nichts gegen einen Auftrag in der Zentrale einzuwenden.

Julian Brandt (r., mit Kevin Volland)
Es läuft: Julian Brandt (r., mit Kevin Volland).
© imagoZoomansicht

Der Vergleich spricht für sich selbst: Drei Treffer und drei Torvorlagen in insgesamt vier Ligaspielen stehen für Julian Brandt 2019 zu Buche. In der gesamten Hinrunde war der Nationalspieler gerade mal auf einen Treffer und drei Assists gekommen. Zahlen, die eindeutig belegen, dass Julian Brandt in seiner neuen Position im offensiven Mittelfeld aufblüht. War dem Talent doch lange nicht zu Unrecht mangelnde Effektivität vorgeworfen worden.

Dieses Manko ist nun wie weggewischt. "Ich weiß nicht, ob es an der Position liegt", wiegelt der 22-Jährige zwar erst ab, um dann aber deutliche Indizien dafür zu liefern, dass die Versetzung vom Flügel ins Zentrum entscheidend war. "Ich glaube schon, dass gewisse Aspekte damit zusammenhängen. Im Zentrum habe ich einen direkteren Zug zum Tor. Du musst nicht von außen nach innen kommen, sondern bist direkt da, wo es gefährlich ist", erklärt der Techniker.

"Ich wusste immer, dass es in mir steckt"

Neben der Position spielt die neue Unbeschwertheit eine Rolle. "Momentan ist bei mir auch wieder die Leichtigkeit drin. Es funktioniert momentan sehr viel", sagt Brandt, der nie Zweifel an seinem Potenzial hatte, auch wenn er es lange nicht konstant abgerufen hatte. "Ich wusste immer, dass es in mir steckt, aber es wurde von mir zu wenig ausgeschöpft. Aber ich hatte immer das Vertrauen, dass der Zeitpunkt kommt, an dem auch ich mehr Tore und Assist mache. Ich genieße das und hoffe, dass es so bleibt."

Sein Spielmacher-Kollege Kai Havertz ("Man kann schon sagen, dass er im Moment Weltklasse spielt") schwärmt genauso von ihm wie "Eurosport"-Experte Matthias Sammer ("Er hat sehr flexibel gespielt. Gutes Timing. So ist er Extraklasse"). Blieb noch die Frage, ob Brandt seine Qualitäten künftig auch im Nationaldress auf neuer Position darbieten möchte.

Wenn gezielt eine Zehner gesucht wird und der Bundestrainer der Meinung ist, wir haben noch keinen im Kader, dann glaube ich schon, dass ich Qualitäten dafür hätte.Julian Brandt

Dort könnte Brandt sich auch eine zentralere Rolle gut vorstellen. "Der Bundestrainer wird es auch gesehen haben, dass ich meine Position gewechselt habe. Was er davon hält, wie er das sieht, das weiß ich nicht. Grundsätzlich haben wir gute zentrale Spieler in Deutschland, aber ich hoffe natürlich, dass ich mit dem, was sich kann, das auch erweitern kann. Wenn gezielt eine Zehner gesucht wird und der Bundestrainer der Meinung ist, wir haben noch keinen im Kader, dann glaube ich schon, dass ich Qualitäten dafür hätte."

Doch auch wenn sich Brandt auf Nachfrage ausführlich zu dem Thema äußerte, betonte er doch, dass dieses für ihn derzeit keinerlei Rolle spielt. "Ich muss sagen: Darüber mache ich mir momentan wenig Gedanken", fügt er seinen Einschätzungen zu der Spielmacherrolle an und weist auf dringendere Baustellen hin: "Wir haben in Leverkusen im Moment genug zu tun." Um nach verkorkster Hinrunde doch nochmal Richtung Champions-League-Plätze angreifen zu können - mit Brandt als torgefährlichen Spielmacher.

Stephan von Nocks

Sonderheft Champions League und Europa League 2018/19
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Brandt

Vorname:Julian
Nachname:Brandt
Nation: Deutschland
Verein:Bayer 04 Leverkusen
Geboren am:02.05.1996


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine