Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
10.02.2019, 16:53

Nach herber 1:5-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen

Mainz: Schwarz und der ambitionierte Ansatz

Die Halbzeit nutzten viele Besucher am Freitag in Mainz zur Recherche. Die große Frage: Wie hoch war die bisher deutlichste Niederlage des FSV in der Bundesliga. Denn die schien angesichts eines 1:4-Zwischenstandes durchaus gefährdet. Am Ende blieb Trainer Sandro Schwarz und seinem Team ein 1:6 wie im Oktober 2006 am Bruchweg gegen Werder Bremen erspart.

Sandro Schwarz
Nach dem 1:5 gegen Leverkusen bedient: Mainz-Trainer Sandro Schwarz.
© imagoZoomansicht

Möglich war es allemal, genauso wie ein 5:5, ein 3:7 oder ein 4:6. Denn das offene Visier, das Mainz und Leverkusen in den 45 Minuten auf dem Platz zeigten, sorgte bis zur Pause für insgesamt 13 Torchancen auf beiden Seiten, die meisten davon hochklassig. Das hohe Pressing bescherte den Mannschaften viel Raum, die Gelegenheit für Gegenpressing und dadurch noch mehr Raum. In der Folge entwickelte sich ein wahres Umschaltfestival, das Bayer mit mehr Tempo, weniger Fehlern und konsequenterem Nutzen von Torchancen früh entschied.

Die Frage, ob der mutige Mainzer Ansatz - Sportvorstand Rouven Schröder nannte ihn "ambitioniert" - ausgerechnet gegen die im Konterspiel so starken Leverkusener zu viel Wagnis bedeutete, war also schnell beantwortet. "Der Trainer ist heute ein hohes Risiko gegangen", sprach Schwarz in der sachlichen Analyse über sich selbst in der dritten Person, es war zu hoch. Dass es nicht für mehr reichte, lag dennoch auch an Details: "Wir hätten den Spielverlauf schon auf unsere Seite ziehen können. Du musst dich dafür belohnen, das hat heute gefehlt. Dann wird es für den Kopf schwierig."

Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen. Man muss das Ganze rational einordnen und normal weiterarbeiten.Rouven Schröder

In der Tat war es so, dass die Gastgeber damit durchaus Erfolg hätten haben können. So eindeutig, wie es Halbzeit- und Endstand vorgaben, war die Partie nicht. Hätte Jean-Philippe Mateta nach drei Minuten seine Riesenchance zur Führung genutzt, hätte Aaron kurz vor dem vierten Bayer-Treffer statt der Latte zum 2:3 in den Winkel getroffen, hätten die Mainzer Innenverteidiger den ein oder anderen Ball im Spielaufbau lang statt zum Gegner gespielt - die Partie wäre deutlich enger gewesen.

Da der Fußball bekanntermaßen aber kein Spiel der Konjunktive ist, steht die zweite Niederlage am Stück mit insgesamt acht Gegentreffern ohne mögliche alternative Ausgänge im Spielplan. Die werden nun in aller Ruhe aufgearbeitet, verspricht Schröder: "Wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen. Man muss das Ganze rational einordnen und normal weiterarbeiten."

Patrick Kleinmann

Bundesliga, 2018/19, 21. Spieltag
1. FSV Mainz 05 - Bayer 04 Leverkusen 1:5
1. FSV Mainz 05 - Bayer 04 Leverkusen 1:5
Flutlichtspiel

Die Opel-Arena in Mainz ist angerichtet.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund54:2350
 
2Bayern München47:2445
 
3Bor. Mönchengladbach41:2142
 
4RB Leipzig38:1838
 
5Eintracht Frankfurt40:2733
 
6Bayer 04 Leverkusen37:3233
 
7VfL Wolfsburg32:3032
 
8Hertha BSC34:3131
 
9TSG Hoffenheim41:3230
 
10Werder Bremen36:3230
 
111. FSV Mainz 0523:3327
 
12Fortuna Düsseldorf25:3925
 
13SC Freiburg29:3723
 
14FC Schalke 0425:3222
 
15FC Augsburg29:3718
 
16VfB Stuttgart17:4715
 
17Hannover 9620:4414
 
181. FC Nürnberg17:4612

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine