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07.02.2019, 16:34

Freiburg verleiht Ravet - Günter fraglich

Streich über Schlotterbeck/Pavard: "Saucool, aber..."

Der SC Freiburg muss am Samstag gegen Wolfsburg personell erneut umplanen, unter anderem könnte Newcomer Keven Schlotterbeck von Beginn an spielen. Dessen "Stehvermögen" gegen Benjamin Pavard war auch am Donnerstag noch Thema - genau wie ein Transfer.

Keven Schlotterbeck mit Christian Streich
Gesprächsbedarf? Keven Schlotterbeck mit Christian Streich am vergangenen Sonntag in Stuttgart.
© picture allianceZoomansicht

Am Mittwochnachmittag hatte Yoric Ravet beim öffentlichen Training der Freiburger noch mitgemischt, einen Tag später verkündete der Sport-Club seine Ausleihe an GC Zürich für den Rest der Saison. "Es war eine extrem schwierige Entscheidung, denn wenn er topfit ist, kann er uns helfen auf der rechten Seite", sagte Streich am Donnerstag, "und er hat gut an seiner Fitness gearbeitet und sich körperlich verbessert." Für den Kader hat es trotzdem nicht immer gereicht und für die Startelf in dieser Saison noch gar nicht. Jetzt soll der 29-jährige Franzose bei seinem früheren Verein wieder Spielpraxis bekommen, "und dann schauen wir im Sommer", so Streich.

Dass sich der SC die Entscheidung über die Ausleihe schwer gemacht hat, hängt auch damit zusammen, dass noch immer offen ist, wann Offensivspieler Roland Sallai wieder einsetzbar ist. "Dazu können wir keine seriösen Aussagen treffen", erklärte der SC-Coach. Sallai hatte einen verheißungsvollen Start beim SC, erzielte gleich in seinem ersten Spiel in Wolfsburg sein erstes Tor. Jetzt fehlt der ungarische Nationalspieler schon seit Ende November wegen einer Adduktorenreizung und ist deshalb auch im Rückspiel keine Option.

Streich: "Diese Schieberei geht mir wahnsinnig auf die Nerven"

Und die Verletztenliste der Freiburger hat sich nach dem Baden-Württemberg-Derby in Stuttgart nochmal verlängert. Innenverteidiger Manuel Gulde (Muskelfaserriss im Oberschenkel) wird mehrere Wochen fehlen, und Christian Günters Einsatz ist wegen einer Fleischwunde am Schienbein gefährdet. Er hat in Stuttgart zwar zu Ende gespielt, musste danach aber mit mehreren Stichen genäht werden. "Es spricht für Christian, dass er weitergespielt hat", sagte Streich, "aber jetzt geht es um die Wundheilung, und es sind nicht viele Tage."

Damit drohen beim SC gleich zwei Stammkräfte auszufallen, die in der Hinrunde alle Spiele komplett bestritten haben. "Diese Schieberei geht mir wahnsinnig auf die Nerven", ärgerte sich Streich, denn die personelle Auswahl habe auch Einfluss auf die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft. "Wir sind gerade jede Woche am überlegen, ob wir mit Vierer- oder Dreierkette spielen", erklärte der Trainer, der lieber häufiger mit der gleichen Formation spielen würde und gerne "mehr Stabilität und Kontinuität" hätte.

Streich über Schlotterbeck: "Müssen gucken, wie er damit umgeht"

Sollte er sich gegen Wolfsburg wieder für die Dreierkette entscheiden, könnte Keven Schlotterbeck nach seinem unverhofften Debüt in Stuttgart, als er den verletzt ausgewechselten Gulde ersetzte, auch im Heimspiel zum Einsatz kommen. "Mit innerer Überzeugung und einem guten Gefühl" habe er den 21-Jährigen eingewechselt, weil der sich schon im Training gut präsentiert habe. "Ich freue mich wahnsinnig, wenn einer aus dem eigenen Stall auf den Platz kommt", fügte Streich hinzu. Schlotterbeck war vor anderthalb Jahren vom Verbandsligisten TSG Backnang zum SC gekommen und über die zweite Mannschaft an den Profikader herangeführt worden.

"Es war eine positive und erfreuliche Geschichte, aber jetzt müssen wir gucken, wie er damit umgeht, sein Telefon wird nicht stillgestanden haben", sagte Streich. Denn Schlotterbeck stand nicht nur wegen seines Debüts im Mittelpunkt, sondern auch wegen einer Szene, die nach dem Derby mehrfach diskutiert wurde. Dass der 21-Jährige nach dem Tritt von Benjamin Pavard gegen sein Schienbein stehen blieb und erst umfiel, als er von dem Franzosen auch noch geschubst wurde, fand Streich zwar "saucool und toll - aber uns hat es nicht geholfen".

Dass die Tätlichkeit von Schiedsrichter Deniz Aytekin - und den Kollegen im "Kölner Keller" - nicht geahndet wurde, konnte der SC-Coach nur deshalb gelassen und mit ironischem Unterton kommentieren, weil es für die Freiburger noch zu einem Punktgewinn gereicht hat. Intern dürfte er dem Youngster aber gesagt haben, dass er nächstes Mal ruhig umfallen darf, wenn er getreten wird.

Daniela Frahm

 
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zum Thema

weitere Infos zu Ravet

Vorname:Yoric
Nachname:Ravet
Nation: Frankreich
Verein:Grasshopper Club Zürich
Geboren am:12.09.1989

weitere Infos zu C. Günter

Vorname:Christian
Nachname:Günter
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:28.02.1993

weitere Infos zu K. Schlotterbeck

Vorname:Keven
Nachname:Schlotterbeck
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:28.04.1997


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