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28.01.2019, 15:50

Hannovers neuer Trainer mit ausführlichem Einstand

"Das war schon abenteuerlich": Doll bei 96 vorgestellt

Die Hoffnung in Hannover hat einen neuen Namen. Mit Thomas Doll gewann 96 einen altbekannten Spieler und Trainer der Bundesliga für die Mission Klassenerhalt. Am Sonntag unterschrieb der 52-Jährige einen Vertrag bis 2020, der für die 1. und 2. Liga gilt. Vor der ersten Einheit mit seinem neuen Team am Montagnachmittag sprach der neue Coach über...

Er geht die Mission Klassenerhalt mit viel Optimismus an: Hannovers neuer Trainer Thomas Doll.
Er geht die Mission Klassenerhalt mit viel Optimismus an: Hannovers neuer Trainer Thomas Doll.
© imagoZoomansicht

... seine Rückkehr nach Deutschland nach elf Jahren und die Reaktionen darauf: "Ich war ziemlich lange weg. Es war eine großartige Geschichte in Ungarn. Ich habe nicht umsonst 160 Whatsapps und Nachrichten bekommen mit guten Wünschen. Es ist nicht selbstverständlich, wieder in die Bundesliga zurückzukommen. Im Ausland steht man vielleicht nicht so im Rampenlicht, aber man muss genauso performen. Ich habe in den letzten Jahren nicht zu Hause gesessen und auf Anrufe gewartet, obwohl der eine oder andere aus der Bundesliga kam. Ich bin in Budapest geblieben, weil man als Trainer auch eine Verantwortung hat und nicht auf den ersten Zug aufspringen sollte, der vorbeifährt."

... die nun notwendigen ersten Schritte in Hannover: "Für mich ist es wichtig, dass ich meine neue Mannschaft schnell kennenlerne. Ich werde jede Minute nutzen, um mit den Spielern Kontakt zu haben. Bei einer verunsicherten Mannschaft sind viele Punkte ein Thema. Mit Zuversicht und einem anderen Gesicht in das Spiel am Freitag zu gehen, das ist zunächst das Wichtigste. Ich bin ja lange im Fußball dabei und habe die eine oder andere Sache erlebt. Ich weiß, wie prekär die Situation hier ist. Es gilt, Aufbruchsstimmung zu erzeugen, nicht mit Parolen, sondern mit Arbeit."

... den Umgang mit den Spielern: "Es ist wichtig, dass die Jungs wieder mehr an sich glauben, um bessere Leistungen abrufen zu können. Wichtig ist, dass man wieder die Brust herausbekommt. Es fehlte die Leichtigkeit und die Spielfreude. Ich muss ihnen das Gefühl geben, dass sie kicken können, denn das können sie. Am besten fangen wir am Freitag damit an. Wichtig ist, dass die Jungs einfache Dinge wieder mit auf den Weg bekommen, die sie gewohnt sind. Wir haben viele Möglichkeiten, die Spieler wieder neu zu fokussieren. Es wird eine sehr intensive Woche, ohne die Mannschaft zu überfordern."

... erste taktische und personelle Maßnahmen vor dem Spiel am Freitag gegen Leipzig: "In dieser Situation ist es wichtig, dass die Mannschaft wieder stabil ist, den Ball durchs Mittelfeld laufen lässt und wieder Torchancen erspielt. Sie muss eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive finden. Ich will nicht von einer Philosophie sprechen, jeder weiß, dass ich ein offensiver Spieler war. Es ist schon wichtig, dass man eine gewisse Grundordnung in seinem Spiel hat und eine Formation findet. Wir haben genug Trainingseinheiten bis Freitag. Schauen wir mal, wen wir auf den Platz bringen. Alle Jungs sind wichtig, alle fangen bei Null an. Wir müssen die Mannschaft so hinbekommen, dass es wieder möglich ist, Spiele zu gewinnen."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 28.01., 19:20 Uhr
Dolls Mission Klassenerhalt: "Keine Parolen, sondern Arbeit"
Am Montag wurde bei Hannover 96 der neue Trainer Thomas Doll offiziell vorgestellt. Der frühere Offensivspieler erklärte, dass er "nicht mit Parolen, sondern Arbeit die Mission Klassenerhalt" angehen werde. Genügend Qualität sieht der Coach dafür im Kader der Niedersachsen enthalten. "Wir können genügend Mannschaften hinter uns lassen", so der 52-Jährige.
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... seine Aussicht auf Hannovers Chancen im Abstiegskampf: "Es ist nicht einfach. Ich denke aber, dass die Mannschaft genug Qualität hat, da herauszukommen. Es ist ein wunderschönes Stadion mit einer tollen Atmosphäre. Wir müssen dahinkommen, dass die Gegner wieder mit Respekt hierher kommen."

... die Art, wie er aus Ungarn die Bundesliga verfolgte: "Ich gucke generell viele Mannschaften an. Natürlich habe ich auch in Budapest deutschen Fußball gesehen und auch Hannovers Spiel am Samstag in Dortmund verfolgt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft am Anfang gut gespielt hat und dann eingebrochen ist."

... mögliche Neuzugänge in Hannover bis zum Transferschluss: "Ich bin nicht hier, um irgendwelche Forderungen aufzustellen. Ich bin immer ein Trainer gewesen, der mit den Spielern arbeitet, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Ich bin ohne Wunschzettel angereist. Wir können genügend Mannschaften hinter uns lassen, um die Liga zu erhalten. Ein Trainer sollte zu jeder Phase in der Saison bereit sein."

... sein Verhältnis zu Vorgänger André Breitenreiter: "Ich weiß, wie es André geht, und werde sicherlich einmal die Gelegenheit haben, ihn zu treffen. Er wohnt ja hier in der Stadt. Was in seiner Zeit hier gewesen ist, möchte ich nicht bewerten. Dazu kenne ich auch zu wenige Einzelheiten."

... seine eigenen Perspektiven: "Ich bin bereit und freue mich, dass es jetzt geklappt hat. Wir haben uns Anfang der vorigen Woche in Hannover getroffen, Ende der Woche hat noch einmal ein Gespräch stattgefunden. Irgendwann dann am Sonntag hat Horst Heldt mich angerufen und mich gefragt. Dann habe ich meine Siebensachen gepackt und bin nach Hannover aufgebrochen, das war schon abenteuerlich. Natürlich freue ich mich, die Bundesliga ist eine der besten Ligen der Welt. Ich bin Hannover 96, Martin Kind und Horst Heldt, sehr dankbar. Ab heute packen wir die Mission Klassenerhalt an. Das steht an erster Stelle. Der Verein hat mir jetzt die Chance gegeben, obwohl ich es eigentlich nicht als große Chance sehe. Ich bin schon 18 Jahre Fußballtrainer. Ich will einfach alle Energie, die ich habe, einbringen, um hier erfolgreich zu arbeiten. Wir wollen es anpacken, wir brauchen dafür aber die gesamte Unterstützung des Vereins. Die jüngsten Leistungen gaben wenig Anlass zu Zuversicht, aber im Fußball können sich die Dinge schnell ändern."

Aufgezeichnet von Gunnar Meggers und Michael Richter

Hannovers neuer Trainer in Bildern
"Blabla" und Budapest: Das ist Thomas Doll
Thomas Doll
Techniker, Motivator, Publikumsliebling

Nach über einem Jahrzehnt ist Thomas Doll zurück in der Bundesliga: Der 52-Jährige wird bei Hannover 96 Nachfolger von André Breitenreiter und soll die Niedersachsen vor dem Abstieg retten. Der neue 96-Coach kann auf eine bewegte Laufbahn als Spieler und Trainer zurückblicken. Doll lief für zwei Nationalmannschaften auf, generierte einst eine Rekordablöse und sorgte für eine legendäre Pressekonferenz...
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zum Thema

weitere Infos zu Doll

Vorname:Thomas
Nachname:Doll
Nation: Deutschland
Verein:Hannover 96

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund50:1948
 
2Bayern München43:2042
 
3Bor. Mönchengladbach39:1839
 
4RB Leipzig35:1834
 
5Eintracht Frankfurt39:2631
 
6TSG Hoffenheim37:2828
 
7Hertha BSC31:3028
 
8VfL Wolfsburg28:2728
 
9Bayer 04 Leverkusen29:3027
 
101. FSV Mainz 0522:2527
 
11Werder Bremen31:3126
 
12FC Schalke 0424:2722
 
13SC Freiburg24:3221
 
14Fortuna Düsseldorf21:3821
 
15FC Augsburg26:3315
 
16VfB Stuttgart15:4214
 
17Hannover 9618:4111
 
181. FC Nürnberg16:4311

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