Freiburger fehlt gegen den Stammverein

Grifo-Zwangspause: "Hoffenheim hat darauf bestanden"

Bundesliga - 20.01. 13:17

Am Samstag wollte sich Vincenzo Grifo selbst nicht verbindlich zu der Causa äußern, Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier bestätigte dem kicker aber einen Tag später, dass der Hoffenheimer Leihspieler am kommenden Wochenende gegen seinen Stammverein nicht spielen darf. Ein schmerzlicher Verlust angesichts der im ersten Spiel in Frankfurt gezeigten Leistung.

Nach seinem Einsatz in Frankfurt muss Freiburg schon wieder auf ihn verzichten: Vincenzo Grifo fehlt gegen Hoffenheim. © picture-alliance

"Hoffenheim hat auf diese Regelung bestanden, es war Teil der Leihbedingungen", erklärte Saier: "Vince wird daher gegen Hoffenheim nicht im Aufgebot sein." Der Mittelfeldspieler ist für ein halbes Jahr an den SC verliehen, eine Kaufoption besitzen die Südbadener nicht. Grifo selbst hatte sich nach dem Spiel gegen Frankfurt vorsichtig ausgedrückt: "Ich muss dazu ja nichts sagen. Dass ich spielen will, ist klar. Aber ihr wisst ja wie es manchmal im Fußball ist ..."

Das Fehlen des 25-Jährigen ist ein schmerzlicher Verlust für den SC, bei der 1:3-Auswärtsniederlage in Frankfurt war Grifo einer der aktivsten Feldspieler Freiburgs, zeigte einige kluge Pässe und war trotz der kurzen Vorbereitungszeit bereits voll integriert. "Ich habe mich gefreut, einfach wieder mit dem Wappen auf der Brust einzulaufen", berichtete der Italiener: "Ich habe mich in Freiburg sofort wieder sehr, sehr wohl gefühlt. Wie ich hier aufgenommen wurde, das war wirklich weltklasse."

"... und plötzlich steht es 3:0"

Das Spiel allerdings hatte sich Grifo angenehmer vorgestellt, dabei hatte es für Freiburg so gut angefangen: "Die ersten 30 Minuten waren sehr gut, wir haben wenig zugelassen. Dann fällt ein Standardtor zum 1:0, danach passiert alles rasant schnell und plötzlich steht es 3:0", blickte er zurück und nahm auf der zweiten Halbzeit die positiven Ansätze mit: "Da sind wir sehr gut herausgekommen, haben die Kugel gut laufen lassen und uns viele Chancen herausgespielt." Zur Wende reichte das aber nicht mehr: "Es langt nicht immer, guten Fußball zu spielen. Du brauchst einen Sahnetag, da muss alles klappen, um so ein Spiel noch zu drehen. Das müssen wir so akzeptieren."

Patrick Kleinmann/Carsten Schröter-Lorenz

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