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18.01.2019, 17:02

Neujahrsempfang: Infos zum Stadion und sportliche Analyse

Streichs Bekenntnis und ein Seitenhieb gegen den VfB

Das Ambiente im Oldtimer-Museum Volante in Kirchzarten ist immer wieder besonders. Am Donnerstagabend hatte der SC Freiburg Partner und Sponsoren zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Vor rund 400 Gästen drehten sich die Gesprächsrunden von Moderator Tom Bartels und verschiedenen SC-Akteuren vor allem um zwei Themen: Das neue Stadion und die sportliche Situation.

Christian Streich
"Ich freue mich auf 2019/20": Christian Streich.
© imagoZoomansicht

"Mit den 21 Punkten sind wir sehr zufrieden", sagte Oliver Leki in seiner Eröffnungsrede. Das sei ein guter Grundstein für die Rückrunde, in der mit dem traditionell großen Vertrauen in das Trainerteam um Christian Streich und "dank des stets gelassenen Umfelds etwas Gutes gelingen könne", so der Freiburger Vorstand für Finanzen, Marketing und Organisation. Die Ergebnisse auf dem Rasen beeinflussen natürlich seinen Geschäftsbereich, Leki ist aber vor allem mit dem Vorzeigeprojekt des Klubs beschäftigt, dem Stadion-Neubau.

"Das neue Stadion gewährleistet dem SC in den nächsten Jahrzehnten, konkurrenzfähig bleiben zu können", betonte Leki, wenngleich er einschränkte: "Wir entwickeln uns dadurch weiter, werden aber nicht in neue Sphären vorstoßen und die Top6 in der Bundesliga angreifen können." Neben etwa 10.000 zusätzlichen Zuschauerplätzen wird vor allem die steigende Kapazität im Hospitality-Bereich von 1.200 auf 2.000 VIP-Plätze für ein Wachstum auf der Einnahmenseite sorgen. Die Gäste erhielten durch einen animierten Film erstmals exklusive und detaillierte Einblicke in die geplanten neuen Business- und Logen-Bereiche.

Die Bagger rollen

Nachdem 2007 erste Gedanken an eine neue Heimspielstätte aufgekommen waren, und schon 2009 eine Machbarkeitsstudie erfolgte, rollten Ende 2018 nun endlich die Bagger auf das Gelände neben dem Flugplatz Wolfswinkel im nördlichen Stadtteil Brühl, um die Baustelle durch erste Erdarbeiten einzurichten. Läuft alles nach Plan, wird der Sport-Club sein erstes Heimspiel der Saison 2020/21 in der neuen Heimat ausrichten können. "Uns ist aber bewusst, dass in den kommenden 18 Monaten noch etwas passieren kann", baute Leki eventuellen Verzögerungen vor. So sind etwa einige Anwohnerklagen anhängig, für deren Abwehr, wie Baubürgermeister Martin Haag erklärte, sich Verein und Stadt aber gewappnet sehen.

Streichs Bekenntnis

Während das kultige Schwarzwaldstadion laut Leki nach dem Umzug die Heimat der Bundesligafrauen sowie der weiblichen Nachwuchsteams des SC werden soll, trieb eine Frage viele Anwesenden um, bei den meisten gleichzeitig ein Wunsch: Wird Streich auch im neuen Stadion noch für die Profis verantwortlich sein? Darauf festlegen lassen wollte sich der Kulttrainer, um dessen Vertragssituation es zuletzt mancherorts Spekulationen gab, zwar nicht, lieferte aber in einem Nebensatz ein Bekenntnis zur kommenden Saison ab: "Ich freue mich auf 2019/20."

Wenn der Drittletzte einen 18-Jährigen für zwölf Millionen holt, scheint es der Wirtschaft in Stuttgart doch ganz gut zu gehen.Christian Streich

Das Energielevel und die Freude an der Arbeit hängen, wie Streich ausführte, eben sehr vom sportlichen Erfolg ab: "Bundesliga-Trainer ist ein extremer, sehr anstrengender Beruf. Sicher, man verdient wahnsinnig viel Geld und alle klopfen dir auf die Schulter, wenn es läuft. Wenn wir aber nicht gewinnen, schlafen wir alle nicht gut." Je länger Siege ausbleiben, umso zehrender sei der Job. Aber schon am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz hatte er versichert: "Es ist alles gut. Es braucht niemand zu hoffen, dass ich plötzlich aufhöre, mir macht es total viel Spaß."

Der mit "Wille und Glück" (Streich) erzwungene Sieg in Nürnberg zum Jahresende und die damit verbundenen 21 Punkte sowie der Fakt, dass das Team nach Ansicht des Trainers insgesamt "deutlich besser spielt als letztes Jahr", haben dem SC eine relativ entspannte Winterpause beschert. "Verhalten optimistisch" schaut Streich deshalb dem alljährlichen Ziel Klassenerhalt entgegen und konnte sich einen kleinen Seitenhieb Richtung Landesrivale Stuttgart nicht verkneifen: "Die haben sieben Punkte weniger, aber gerade einen 18-Jährigen für zwölf Millionen Euro geholt. Das heißt nicht, dass der gleich alles zusammenreißt. Aber wenn der Drittletzte einen 18-Jährigen für zwölf Millionen holt, scheint es der Wirtschaft in Stuttgart doch ganz gut zu gehen."

Carsten Schröter-Lorenz

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