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13.01.2019, 14:48

Vor dem Rückrundenstart

Auf diese fünf Fragen muss der BVB eine Antwort finden

In sechs Tagen startet Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund mit dem schwierigen Auswärtsspiel in Leipzig in die Rückrunde. Auf diese Fragen muss der BVB vorher noch eine Antwort finden.

Paco Alcacer, Borussia Dortmund
"Ich muss etwas langsamer machen, damit es keinen Rückschlag gibt": Paco Alcacer.
© imagoZoomansicht

1. Wie besetzt Lucien Favre die Innenverteidigung?

Manuel Akanji fällt sicher aus, und auch für Dan-Axel Zagadou wird die Zeit knapp. In Abdou Diallo und Ömer Toprak stehen dem BVB-Trainer somit nur zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung - vom U-23-Talent Amos Pieper einmal abgesehen. Das Problem: Toprak und der später in die Vorbereitung eingestiegene Diallo standen im Trainingslager in Marbella nie nebeneinander auf dem Platz. In den Testspielen gegen Düsseldorf (3:2) und Rotterdam (2:1) besetzte der gelernte Sechser Julian Weigl den Platz neben Toprak - wie schon im letzten Hinrundenspiel gegen Mönchengladbach (2:0). "Gemeinsam mit Ömer Toprak hat Julian Weigl sehr gut in der Innenverteidigung gespielt. Sie haben sich gut verstanden", bilanzierte Favre anschließend. Diallo sammelte derweil beim Geheimtest gegen Willem II (3:2) an der Seite von Pieper 45 Minuten lang Spielpraxis und feierte ein ordentliches Comeback. In Leipzig dürfte er trotz des bislang fehlenden gemeinsamen Trainings an die Seite von Toprak rücken.

2. Setzt Favre auf der linken Abwehrseite auf Stabilität oder Spektakel?

Der Geheimtest gegen Willem II am Freitag zeigte mal wieder die zwei Gesichter des Achraf Hakimi. Während der marokkanische Linksverteidiger in der ersten Hälfte seine Abwehrseite sträflich vernachlässigte und gleich zwei Treffer über seine Seite fielen, sorgte er nach dem Seitenwechsel für Aha-Momente in der Offensive. Erst drosch er den Ball am Ende einer seiner unkonventionellen Läufe in die Zentrale an den Pfosten, dann erzielte er per Freistoß in der letzten Aktion des Spiels den 3:2-Siegtreffer. Bei Hakimis Konkurrent Marcel Schmelzer sind die Ausschläge in beide Richtungen weit weniger extrem. Der Routinier steht zwar für geringeres Offensivspektakel, dafür aber auch für eine größere defensive Stabilität als die BVB-Leihgabe aus Madrid - und könnte sich dadurch für die Startaufstellung gegen die wuchtigen Leipziger qualifizieren.

3. Wird Marco Reus rechtzeitig zum Auftakt fit?

Marco Reus
Sein Einsatz gegen Leipzig dürfte nicht in Gefahr sein: Marco Reus.
© imago

Insgesamt fünf Tage lang fehlte von Marco Reus auf der Trainingsanlage Dama de Noche in Marbella jede Spur. Der beste Spieler der Hinrunde hatte sich gleich zu Beginn des Trainingslagers etwas eingefangen und musste aufgrund von Magenproblemen das Zimmer hüten. Erst am vorletzten Tag des Dortmunder Trainingscamps kehrte er auf den Rasen zurück und absolvierte zunächst zwei kurze Einheiten zur Kreislaufaktivierung. Sein Einsatz gegen Leipzig dürfte allerdings nicht in Gefahr sein - zumal die Probleme, die ihn zwar laut Sportdirektor Michael Zorc ein bis zwei Kilogramm Gewicht kosteten, nicht so gravierend waren, dass er entscheidend an Substanz verlor.

4. Kann Paco Alcacer in Leipzig mitwirken?

Der Spanier trainierte in Marbella nur phasenweise mit der Mannschaft. Und wann immer es in den Einheiten, zu denen er ohnehin erst zur Hälfte des Aufenthalts an der Costa del Sol stieß, intensiver zuging, zog sich der 25-Jährige meist vorsichtshalber zurück. Lucien Favre dürfte auch in der Rückrunde nicht darum herumkommen, Alcacer behutsam einzubauen, um nicht erneut muskuläre Probleme beim besten Dortmunder Torjäger zu provozieren. "Ich muss etwas langsamer machen, damit es keinen Rückschlag gibt", sagt Alcacer selbst. Die Zeit bis Leipzig könnte daher zu knapp bemessen sein. Es ist eine durchaus unbefriedigende Situation - für Alcacer und für den BVB. Auch wenn Mario Götze, der Vertreter des Spaniers, sich im Trainingslager in guter körperlicher Verfassung präsentierte.

5. Bekommst der BVB die nötige Schärfe in sein Spiel?

Das BVB-Trainingslager in Marbella verlief sehr harmonisch und ohne störende Nebengeräusche. Wichtig allerdings wird sein, dass die Borussia in den kommenden Tagen zurückfindet zu der positiven Grundaggressivität, die die Mannschaft in der Hinrunde ausgemacht hat und die dazu führte, dass der BVB regelmäßig enge Spiele zu seinen Gunsten drehte. "Wir müssen raus aus dem Trainingsmodus und rein in den Kampfmodus", beschreibt Zorc die Hauptaufgabe der nächsten Tage. In Leipzig gehe es "richtig zur Sache".

Matthias Dersch

Hinrunden-Bilanz: Torschüsse und Torschussvorlagen
Reus fast wie Jovic - Lewandowski schießfreudig
Marco Reus, Luka Jovic, Robert Lewandowski (v.l.).

Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund wussten in der Hinrunde mit Offensivfußball zu begeistern. Kein Wunder, dass sich gleich mehrere Spieler dieser beiden Klubs in puncto Torschüsse und Torschussvorlagen ausgezeichnet haben. Besonders häufig aufs gegnerische Tor schossen jedoch ein Leipziger und ein Münchner. Bei den Vorlagen glänzte zudem ein Gladbacher.
© imago

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