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23.12.2018, 19:00

Ein Kommentar von kicker-Redakteur Stephan von Nocks

Bayers Glück mit dem hinausgezögerten Trainerwechsel

Nach dem zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen, dem dritten Heimerfolg in Serie und zuletzt 13 von 18 möglichen Punkten wurde nach dem Leverkusener 3:1-Erfolg gegen Hertha BSC von manchem Beobachter reflexartig erklärt: Jetzt könne der Klub Heiko Herrlich aber nicht feuern. Konnte Bayer aber doch. Und das mit gutem Grund.

Fernando Carro und Rudi Völler
Standen bei ihrer Entscheidung mit Fortuna im Bunde: Die Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro (l.) und Rudi Völler.
© imagoZoomansicht

Schließlich war die sportliche Entwicklung der gesamten Mannschaft sowie der einzelnen Spieler mit dem von Geschäftsführer Rudi Völler gewählten Begriff der "Stagnation" noch in der maximal möglichen positiven Version beschrieben worden. Wer diese Hinrunde verfolgt hat, hat viel zu oft erlebt, dass Bayer 04 nicht nur von den Ergebnissen her dem eigenen hohen Anspruch eines Champions-League-Anwärters nicht gerecht geworden ist. Aufgrund dieses Gesamteindrucks war der Trainerwechsel richtig.

Allerdings hat sich Bayer viel Zeit gelassen mit der Entscheidung. Zu viel. Denn dass die Werkself ihre beiden letzten Hinrundenspiele noch gewinnen und so Herrlich-Nachfolger Peter Bosz eine akzeptable Basis für eine Aufholjagd Richtung Europa liefern würde, war für Leverkusens Bosse pures Glück. Mit gewiefter sportlicher Strategie ließ sich das Zögern jedenfalls nicht begründen. Wären nur allein diese beiden letzten Spiele schiefgelaufen, hätte es für Bayer ein Ende mit Schrecken gegeben. Eine Trennung von Herrlich wäre schon in den Länderspielpausen im Oktober und im November möglich und schlüssig gewesen.

Riskante Interessenabwägung beim neuen Geschäftsführer Fernando Carro

Stephan von Nocks
kicker-Redakteur Stephan von Nocks.

Bayers Bosse, die Herrlichs Aus schon vor dem Hertha-Spiel beschlossen hatten, waren bei ihrer Entscheidung mit Fortuna im Bunde. Besonders auch der neue Vorsitzende der Geschäftsführung Fernando Carro. Dieser hatte die unterschiedlichen Positionen von Völler und der damaligen Sportdirektor Jonas Boldt dazu genutzt, das Machtgefüge im Klub umzustrukturieren. Erst jetzt nach Boldts Abschied und trotz des Ergebnis-Aufschwungs positionierte er sich intern offen gegen Herrlich. Eine riskante Interessenabwägung, die nur mit reinem Glück für den Klub zu keinem größeren sofortigen Schaden geführt hat.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 23.12., 15:19 Uhr
"War gestern bei ihm zu Hause": Völler erklärt Herrlich-Aus
"Man muss nicht immer nach Niederlagen reagieren": Rudi Völler erklärte am Sonntag, warum Bayer Leverkusen Heiko Herrlich kurz vor Weihnachten entlassen hat - und was er sich von Peter Bosz erhofft.
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weitere Infos zu Bosz

Vorname:Peter
Nachname:Bosz
Nation: Niederlande
Verein:Bayer 04 Leverkusen

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