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13.12.2018, 12:55

Stuttgarts Trainer muss weiterhin personell improvisieren

Weinzierl: "Ich spiele seit Wochen nur Risiko"

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Doch der VfB Stuttgart steht schon während der gesamten Hinrunde für immer neue Hiobsbotschaften. Vor allem personell bekommt die Mannschaft von Markus Weinzierl immer wieder Probleme. Der Trainer muss von Spiel zu Spiel, teilweise sogar gewagt, improvisieren und sagt: "Gefühlt spiele ich in den letzten Wochen nur Risiko."

Markus Weinzierl
Muss viele Verletzte Spieler ersetzen: VfB-Coach Markus Weinzierl.
© imagoZoomansicht

Der 43-Jährige betet die Ausfallliste runter, als wäre sie ein Rosenkranz: Ersatzkeeper Alexander Meyer (Reha nach Kreuzbandverletzung), Berkay Özcan (Syndesmoseverletzung), Pablo Maffeo (Bänderanriss im Knöchel), Benjamin Pavard (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Dennis Aogo (Wadenverhärtung), Holger Badstuber (Wadenprobleme) und Erik Thommy (Gelb-Rote Karte) fehlen den Stuttgarter sicher gegen Berlin. Desweiteren bestehe bei Daniel Didavi (Achillessehnenbeschwerden), Andreas Beck (Knieprellung) und Borna Sosa (Rückstand nach Schambeinverletzung) allenfalls Hoffnung, dass sie eingesetzt, zumindest den Kader vervollständigen könnten.

Weinzierl wird wieder improvisieren müssen. Immer mit dem Risiko im Nacken, dass seine Gedankenspiele nicht aufgehen. Was den Stuttgarter Chefcoach wenig stört. "Gefühlt spiele ich seit Wochen nur Risiko", sagt der Ex-Profi, für den es keine Alternative dazu gibt. "Wir müssen in unserer Situation Risiko gehen." Entsprechend ist er "dankbar, dass sich Spieler wie zum Beispiel Borna Sosa bereit erklären, zu helfen". Was im Normalfall keine wirklich erwünschte Alternative sei, "denn verletzte Spieler brauchen eine vernünftige Vorbereitung für ihren Einsatz".

Ersetzt Aidonis den verletzten Pavard?

Welche Formation oder taktische Ausrichtung Weinzierl am Samstag auch wählen wird, "wir werden elf Spieler finden, die topfit sind und gegen Berlin punkten, am besten dreifach punkten, und 90 Minuten alles raushauen wollen". Und wenn er diese Mannschaftsstärke nicht mit Profis vollbekommt, "dann spielen halt die Jungen". Wie zum Beispiel Leon Dajaku oder Antonis Aidonis (beide 17), die aus der U 19 hochgezogen wurden, und unter ihm auch schon ihre Bundesligadebüts feiern durften. Zwei Talente, die dafür stehen, "wie wir denken. Es geht nur um Leistung und nicht um Namen". Entsprechend wäre Aidonis als Alternative für Pavard in der Abwehr denkbar.

Statistik gegen Hertha macht Mut

"In einer Woche sind neun Punkte zu vergeben", sagt Weinzierl vor der anstehenden englischen Woche und versucht den kommenden Gegner - immerhin Tabellensechster - nicht zu überhöhen. Auch Berlin habe "Probleme mit Verletzten". Bange machen gilt also nicht. Auch wenn die Mannschaft aus der Hauptstadt "sehr gut eingespielt ist, klare Strukturen, Abläufe und Mechanismen hat".

Und wenn schon die angespannte Personalsituation nicht gerade große Hoffnung bereitet. So lohnt sich möglicherweise ein Blick auf die Statistik. Nur eines der vergangenen sieben Heimspiele gegen Berlin hat der VfB verloren. Dazu kassierten die Schwaben in den jüngsten drei davon kein Gegentor. Dass die Hertha sogar in 18 der letzten 27 Gastspiele am Neckar torlos blieb, macht Stuttgart Mut.

George Moissidis

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