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08.12.2018, 21:30

Eintracht Frankfurt ärgert sich über eine Szene in Berlin

Da Costa: "Vielleicht huckepack hinten drauf springen?"

Im 20. Pflichtspiel und erst zum zweiten Mal unter Trainer Adi Hütter ist Eintracht Frankfurt ohne eigenen Treffer geblieben. Das lag auch an einer höchst strittigen Szene kurz vor Schluss beim 0:1 in Berlin, als Hertha-Profi und Siegtorschütze Marko Grujic Hand an Luka Jovic angelegt hatte. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Schlager blieb stumm - und frustete SGE-Trainer Adi Hütter wie auch Danny da Costa.

Eintracht Frankfurt
0:1 in Berlin verloren - und kurz vor Schluss keinen Elfmeter bekommen: Eintracht Frankfurt.
© imagoZoomansicht

Mit 0:1 verlor Eintracht Frankfurt in Berlin am Samstagabend - und wachte dabei sicherlich zu spät auf. Erst gegen Ende entfachte die SGE den nötigen Druck, um der Hertha wirklich gefährlich zu werden. Das hatten auch die Beteiligten erkannt nach nun zwei Niederlagen in Folge (zuletzt 1:2 gegen Wolfsburg), zum Beispiel Danny da Costa im Gespräch mit "Sky": "Wir haben in den zwei Spielen zuletzt nicht mehr die Kompaktheit gehabt wie in den Spielen zuvor. Das hat gegen Wolfsburg und auch heute nicht gestimmt, vor allem in den entscheidenden Situationen. Ich sehe es ja selbst auf dem Platz, dass aktuell einfach die Durchschlagskraft fehlt. Auch der Wille, das Tor erzwingen zu wollen. Wir müssen zusehen, dass wir das wieder besser hinkriegen."

Sein Trainer Adi Hütter ergänzte: "Wir haben vielleicht nicht konkret genug gespielt, viele Fehlpässe gehabt - und wenn wir durchgekommen sind, haben wir den Ball nicht richtig getroffen. Deswegen ärgere ich mich natürlich sehr über diese Niederlage." Der 48-jährige Österreicher notierte aber auch Folgendes: "Zuerst einmal würde ich diese Niederlage heute als unverdient einordnen. Wir haben speziell in der zweiten Halbzeit mehr für dieses Spiel unternommen, Hertha hat vielleicht einmal die Lücke gehabt, als Davie Selke allein aufs Tor läuft."

"Junger Schiedsrichter" - Warum kein Videobeweis?

Was Hütter indes sauer aufstieß, war eine entscheidende Szene kurz vor Schluss in Minute 87: Hier legte Grujic kurz vor dem Fünfmeterraum Hand an Jovic an, hinderte den Frankfurter so klar ersichtlich am Torschuss. Doch zur Verwunderung der Hessen zeigte der erst 29-jährige Schiedsrichter Daniel Schlager in seinem vierten Bundesliga-Einsatz nicht auf den Punkt - und auch der Videobeweis inklusive Bilderstudie blieb aus. Die in Köln sitzende Video-Assistentin Bibiana Steinhaus, jüngst zur Weltschiedsrichterin des Jahres gekürt, beorderte ihren Kollegen nämlich im Nachgang nicht an die Seitenlinie vor den TV.

Spielbericht

"Wir haben Pech gehabt mit der Schiedsrichterentscheidung, für mich von der Bank aus war es ein klarer Elfmeter", so Hütters Statement-Einstieg. "Jovic ist ganz klar vor ihm am Ball. Was ich dabei aber vor allem nicht verstehen kann, denn er zieht ihn ganz klar runter, ist, warum es kein Signal aus Köln gegeben hat und man sich die Szene nicht wenigstens noch einmal anschaut. Das ist heute an diesem Tag sicherlich ärgerlich."

Adi Hütter
Haderte: Adi Hütter.
© imago

Der Eintracht-Coach war noch nicht fertig - und kritisierte indirekt Steinhaus: "Natürlich ist er ein junger Schiedsrichter, der sicherlich seine beste Leistung bringen will. Doch ich frage mich eben, warum es dann einen Videoschiedsrichter gibt. Denn wenn ich mir nicht hundertprozentig sicher bin, kann ich mir eben die Bilder noch einmal anschauen. Ich sage grundsätzlich nichts über Schiedsrichter, weil mir das eigentlich zu einfach und zu billig ist. Aber in dieser Situation in der 87. Minute, wenn es um den sicherlich verdienten 1:1-Ausgleich geht, hätte man sich das schon noch einmal anschauen müssen."

"Glasklar ein Elfer"

SGE-Profi da Costa hatte dem nicht mehr viel hinzuzufügen: "Jetzt, wo ich die Szene noch einmal in der Zeitlupe gesehen habe, ist das für mich glasklar ein Elfer. Ich weiß nicht, was er sonst noch machen muss, damit gepfiffen wird. Vielleicht huckepack hinten drauf springen? Ich weiß es nicht... Das ist natürlich bitter." Allzu lange aufhalten wollte sich der 25-Jährige jedoch nicht mit dieser Angelegenheit: "Trotzdem haben wir heute einfach zu viele Fehler gemacht und so nie wirklich den Zugriff bekommen, wie wir es eigentlich brauchen für unser Spiel. Deswegen will ich mich auch gar nicht zu lange mit der Elfmeterszene auseinandersetzen."

mag

Bundesliga, 2018/19, 14. Spieltag
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:0
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:0
Ruhe vor dem Fan-Ansturm

Das Olympiastadion in Berlin
© imago

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12SC Freiburg19:2217
 
13FC Schalke 0415:2014
 
14FC Augsburg20:2313
 
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