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07.12.2018, 14:03

Heilsames Pflaster oder vorzeitige Herbstmeisterschaft?

Watzke: "Schalke geht bis an die Grenzen des Erlaubten"

Wer von Platz 1 grüßt und zwischen sich und den nächsten Gegner 19 Punkte Abstand gelegt hat, gilt unweigerlich als Favorit. Oder? Selbst wenn, entgegnet Dortmunds Innenverteidiger Manuel Akanji, habe das nichts zu bedeuten: "Wir waren auch im DFB-Pokal zweimal Favorit und mussten zweimal in die Verlängerung." Fürth und Union Berlin verlangten der Borussia alles ab.

Hans-Joachim Watzke
Hält Motivationsmaßnahmen vor dem Derby für unnötig: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.
© imagoZoomansicht

Der Tatsache, dass der BVB die Tabelle anführt und Schalke auf Rang 12 der eigenen Marschtabelle weit hinterherläuft, misst auch Außenverteidiger Marcel Schmelzer vor dem 174. Revierderby an diesem Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) keine Bedeutung bei. "In einem Derby ist es egal, welchen Platz die jeweilige Mannschaft belegt. Da kommt es auf die 90 Minuten an - und darauf, wie sehr man dieses Spiel gewinnen möchte. 2007 haben wir das beste Beispiel gegeben."

Am 33. Spieltag der Saison 2006/07 trennten beide Klubs sogar 24 Punkte, in umgekehrter Reihenfolge. Spitzenreiter Schalke träumte mit 65 Zählern von der ersten Deutschen Meisterschaft seit 1958, Gastgeber Dortmund hing als Neunter im Niemandsland der Tabelle fest und hellte die triste Atmosphäre im wirtschaftlich streng auf Konsolidierung getrimmten Klub durch einen 2:0-Sieg über den Erzrivalen (Tore: Alex Frei, Ebi Smolarek) erheblich auf.

Stimmungsaufheller oder -killer

Diesmal könnten die von ihrem Katastrophenstart noch immer gezeichneten Schalker von einer emotionalen Schubumkehr wie vor elfeinhalb Jahren der BVB profitieren. "Dieses Derby", betont Sportvorstand Christian Heidel, "kann in Bezug auf die Stimmung immer viel bewirken, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung." Drei Punkte gegen Dortmund würden wie ein heilsames Pflaster wirken auf die Wunde, die der bisherige Saisonverlauf in der Liga gerissen hat.

Die Schalker werden bis an die Grenzen des Erlaubten gehen, auch körperlich.Hans-Joachim Watzke

Entsprechend animiert und inspiriert erwartet BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den ewigen Rivalen. "Die Schalker werden bis an die Grenzen des Erlaubten gehen, auch körperlich", sagt er, "darauf müssen wir gefasst sein." Gesonderte Motivationsmaßnahmen im eigenen Lager hält Watzke vor dem "emotionalsten und spannungsgeladensten aller Derbys" nicht für nötig. "Worum es geht, können die Spieler alle einschätzen", meint Dortmunds Geschäftsführer und schließt Derby-Neulinge und Jungfüchse wie Achraf Hakimi ausdrücklich mit ein. Der Marokkaner kenne Real Madrid gegen Barcelona oder Real gegen Atletico, "der braucht keine Nachhilfe in Derby-Fragen".

Schmelzer denkt gerne an 2010 zurück

Von seinen 14 direkten Duellen mit Schalke (sechs Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen) erinnert sich Abwehrspieler Schmelzer am liebsten an den 3:1-Sieg in der Veltins Arena am 19. September 2010. Dieser Triumph versetzte die BVB-Fans derart aus dem Häuschen, dass sie den Doppel-Torschützen Shinji Kagawa nach der Rückkehr aus Gelsenkirchen auf den Schultern trugen. "Diese Geschichte", unterstreicht Schmelzer, "wird immer in den Köpfen bleiben."

Grundsätzlich gilt das sicher auch für Michael Zorc, nur lässt er so kurz vor einem neuen Duell mit Schalke der Nostalgie keinen Raum: "Wir sollten uns darauf konzentrieren, was am Samstag um 15.30 Uhr passiert und nicht permanent irgendwelche Geschichten erzählen, was früher einmal war."

Thomas Hennecke

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 07.12., 13:41 Uhr
Derbyzeit im Revier: "Tabelle spielt keine Rolle"
Schalke gegen Dortmund, Revierderby Nummer 93 in der Bundesliga. Auf Schalke könnte der BVB sogar die Herbstmeisterschaft perfekt machen. Für Königsblau geht es hingegen darum, eine enttäuschende Saison in eine andere Richtung zu lenken.
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