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06.12.2018, 14:45

Die Lehren aus dem ersten Jahr als Bundesligatrainer

Wie Schwarz und Schröder Mainz umkrempeln

Gegen Hannover 96 saß Sandro Schwarz im August 2017 erstmals auf der Bundesliga-Trainerbank. Wie schnelllebig das Geschäft ist, zeigt die Tatsache, dass von der damaligen Startelf nur noch drei Spieler zur aktuellen Stammformation des 1. FSV Mainz 05 gehören.

Gestalteten den Mainzer Umbruch erfolgreich: Trainer Sandro Schwarz (li.) und Sportvorstand Rouven Schröder.
Gestalteten den Mainzer Umbruch erfolgreich: Trainer Sandro Schwarz (li.) und Sportvorstand Rouven Schröder.
© imagoZoomansicht

An das Ergebnis von damals erinnert sich Schwarz weniger gern. Am 19. August 2017 verlor Mainz durch ein Tor von Martin Harnik gegen den damaligen Aufsteiger 0:1. Am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) kommt es zum Wiedersehen mit Hannover. Neben der eigenen Performance in den letzten vier Spielen (drei Siege) macht den Mainzern Hoffnung, dass die Niedersachsen seit ihrem letzten Gastspiel in der Opel-Arena kein Bundesligaspiel mehr ohne Gegentor bestritten. Schwarz kündigt an, mit seiner Mannschaft ähnlich bestimmt auftreten zu wollen wie zuletzt zu Hause gegen Dortmund: "Es ist ein weiterer Entwicklungsschritt, dass wir jetzt daran denken können, unser Spiel durchzudrücken."

Von der Stammelf von vor 16 Monaten standen zuletzt nur noch drei Spieler beim Anpfiff auf dem Platz: Stefan Bell, Daniel Brosinski und Danny Latza. Abdou Diallo, Pablo De Blasis, Viktor Fischer, Fabian Frei und Yoshinori Muto sind zu anderen Klubs gewechselt. Giulio Donati und Alexandru Maxim sitzen mittlerweile auf der Bank oder der Tribüne, René Adler laboriert an den Folgen einer Knorpelabsprengung im Knie, die er im Mai erlitten hatte. Ein ähnliches Bild ergibt ein Blick auf die Mainzer Bank von damals: Kenan Kodro, Leon Balogun und Suat Serdar haben die Nullfünfer inzwischen verlassen, nur Robin Zentner, Levin Öztunali, Robin Quaison und Karim Onisiwo zählen nach wie vor zum Kader.

"Wir hatten im vergangenen Sommer einen Umbruch mit vielen jungen Spielern", sagt Schwarz, "es spricht für uns alle, welche Schlüsse wir aus dem ersten Jahr gezogen haben, wie wir es danach angegangen sind." Ein Jahr zuvor hatten nicht alle Personalentscheidungen gepasst, einige wurden korrigiert, so ging Fischer bereits im Januar, Kodro im Juni 2018.

Schwarz: "Es ist außergewöhnlich, dass wir innerhalb kurzer Zeit so gut spielen"

Vor dieser Saison bewiesen Schwarz und Sportvorstand Rouven Schröder ein glücklicheres Händchen. Jean-Philippe Mateta, Moussa Niakhaté, Kunde, Aaron und Jean-Paul Boetius sind zu festen Größen geworden. Gegen Ende der Hinrunde greifen die Rädchen immer besser ineinander. Schwarz: "Es ist außergewöhnlich, dass wir innerhalb kurzer Zeit so gut spielen und einen Fußball, der unseren Vorstellungen entspricht."

Michael Ebert

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