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25.11.2018, 14:45

BVB-Mitgliederversammlung: Lindner im Wirtschaftsrat

Watzke will Hakimi fest verpflichten - Lob für Favre

28 Minuten dauerte die Rede von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund. Seine Kernbotschaft an die Mannschaft: trotz anhaltender Erfolgsserie weiter "scharfgestellt zu bleiben". Watzke lobte Trainer Lucien Favre und erteilte einer europäischen Super League erneut eine Absage für den Fall, dass damit ein Ausstieg aus der Bundesliga nötig wäre. FDP-Chef Christian Lindner gehört jetzt dem Wirtschaftsrat des Klubs an.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke
Lobende, aber auch mahnende Worte: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
© imagoZoomansicht

Die fast vierstündige Zusammenkunft der 1119 anwesenden BVB-Mitglieder in der Westfalenhalle 3 b hatte an diesem Sonntag etwas von einem Hochamt. "Ich sehe nur strahlende Gesichter", erklärte Präsident Dr. Reinhard Rauball, "ich kann mir denken, woran das liegt." Fast zwei Minuten wurde die Mannschaft bei ihrem Erscheinen bejubelt, besonders Paco Alcacer, der seit Freitag gegen Zahlung einer Ablöse von weiteren 21 Millionen Euro ein festes Mitglied des Dortmunder Ensembles ist.

Watzke äußerte die Hoffnung, auch bei Achraf Hakimi die aktuelle Leihe (bis 2020) in eine dauerhafte Verpflichtung umwandeln zu können. "Mit Dir werden wir das Gleiche wie bei Paco Alcacer versuchen", sagte der BVB-Boss an die Adresse des Außenverteidigers, "aber das wird nicht ganz einfach." An Hakimi hält Real Madrid die Transferrechte. Watzke will seinen persönlich-guten Draht zu Real-Präsident Florentino Perez nutzen, um den marokkanischen Nationalspieler vielleicht doch loszueisen. Das galt in der Sprachregelung des Vereins bisher als "mission impossible".

Watzke mahnt: "Scharfgestellt bleiben"

An die Mannschaft appellierte Watzke, im Hochgefühl der Erfolge in allen Wettbewerben "nicht nachzulassen, nicht einmal zwei Prozent". In bester Jürgen-Klopp-Diktion forderte Watzke, auch die bevorstehenden Aufgaben so anzugehen, "als gäbe es kein Morgen". Den Spielern schrieb er in ihr Pflichtenheftchen, "scharfgestellt zu bleiben" und keine schleichenden Nachlässigkeiten zuzulassen. Das, mahnte Dortmunds Geschäftsführer, sei der "Anfang vom Ende".

Sie machen uns so stark, weil sie Niveau im Training dramatisch heben.Watzke über die Spieler aus der zweiten Reihe

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen hob Watzke den Anteil des neuen Trainers am Höhenflug der Borussia hervor. Lucien Favre sei "nicht nur ein erstklassiger Fußballlehrer, sondern auch ein feinfühliger, anständiger Mensch". Favres möglicherweise schwierigste Aufgabe im Moment: aus einem XXL-Kader Spiel für Spiel jene Profis herauszufiltern, die den Sprung in seinen 18-er Kader schaffen. Vor den Akteuren, die kein Mandat für die Startelf erhalten oder - wie an diesem Wochenende - ganz zu Hause bleiben müssen wie Julian Weigl, Shinji Kagawa oder Maximilian Philipp zieht Watzke den Hut. "Das sind meine Helden", sagt er, "sie machen uns so stark, weil sie das Niveau im Training dramatisch heben."

Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc
Bester Laune: Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc.
© imagoZoomansicht

In seinem Geschäftsbericht erinnerte Watzke daran, wie wichtig es gewesen sei, aus der "sehr unbefriedigenden Vorsaison" die "entsprechenden Ableitungen" zu treffen. Sich für neue Ideen, eine neue Aufgabenverteilung und neuen Input zu öffnen, sei unerlässlich gewesen. Durch Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspieler-Abteilung und Matthias Sammer als externen Berater, den er ausdrücklich als einen der profundesten und besten Fußball-Analytiker Deutschlands pries, habe der BVB "sehr viel an Stärke dazugewonnen". Erst am vergangenen Mittwoch traf sich das als "G 4" bekanntgewordene Gremium - Watzke, Kehl, Sammer und Sportdirektor Michael Zorc. Dieses Quartett diskutiere bei Bedarf "auch sehr kontrovers".

Mit Bedingung: Erneute Absage an Super League

Einer europäischen Super League erteilte Watzke erneut eine deutliche Absage - jedenfalls für den Fall, dass der achtmalige Deutsche Meister dafür die Bundesliga verlassen müsste. Die Bundesliga sei deutsches Kulturgut und ein Teil der BVB-DNA, betonte der Geschäftsführer. Wer vorhabe, die Borussia für Super-League-Pläne zu gewinnen, die den Ausstieg aus der Bundesliga beinhalten, brauche "die Reise nach Dortmund gar nicht anzutreten".

Für drei Jahre in den Wirtschaftsrat hat Dortmund den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner berufen. Er ist nach Peer Steinbrück (SPD, Aufsichtsrat) aktuell der zweite Bundespolitiker in einem Gremium des Klubs.

Thomas Hennecke

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 26.11., 13:19 Uhr
"Niveau, was wir früher nie hatten": Watzke schwärmt vom BVB-Kader
Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga auch nach dem 12. Spieltag ungeschlagen. Das liegt unter anderem an der Breite und der großen Qualität des aktuellen Kaders. Die versucht der BVB auch in Zukunft zu erhalten und will neben Paco Alcacer auch Achraf Hakimi langfristig binden.
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17Fortuna Düsseldorf13:289
 
18VfB Stuttgart8:268

weitere Infos zu Hakimi

Vorname:Achraf
Nachname:Hakimi
Nation: Marokko
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:04.11.1998


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