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08.11.2018, 13:07

Stuttgarts Trainer schreibt Donis ab, Minihoffnung bei Didavi

Weinzierl: "Wir müssen cleverer und besser sein"

Auch das bislang letzte Aufeinandertreffen hatte wegweisenden Charakter. Im April 2017 siegte Stuttgart in Nürnberg. Nach einer schon dramatisch zu nennenden Partie, die der VfB nach einem 0:2-Rückstand zur Pause noch mit 3:2 gewann. Ein großer Schritt auf dem Weg zum Wiederaufstieg. Mit einem erneuten Erfolg soll es diesmal am Samstag ein Stück weit aus dem Keller gehen.

Markus Weinzierl, VfB Stuttgart
Mit dem VfB Stuttgart am Samstag in Nürnberg gefordert: Markus Weinzierl.
© imagoZoomansicht

Die enttäuschenden Niederlagen zuletzt gegen Dortmund, in Hoffenheim und gegen Frankfurt konnten die Schwaben - neben ihrer unverkennbaren Formschwäche in Sachen Physis und Psyche - auch noch mit der Stärke der Gegner und deren Qualität erklären. Beim 1. FC Nürnberg zieht der Faktor Personal sicher etwas weniger. Auch wenn Markus Weinzierl diesbezüglich alles andere als mit Glück gesegnet ist. Anastasios Donis (Rückstand nach Muskelbündelriss im Oberschenkel) fehlt in Nürnberg sicher. Eine Minihoffnung gibt es bei Daniel Didavi, über den der VfB-Trainer sagt: "Wir haben noch Zeit, werden die Belastung steigern und dann entscheiden." Der Offensivmann soll allerdings nicht verheizt werden. Man denke zwar "in alle Richtungen. Aber er ist schon seit fünf, sechs Wochen raus. Wir werden mit Vernunft handeln".

Fragezeichen, wenn auch kleine, stehen zudem hinter Pablo Maffeo (Bänderteilriss im Knöchel), "der nicht voll trainiert hat", sowie Andreas Beck, der nach einer Knieprellung "in dieser Woche noch gar nicht trainiert hat".

Weinzierl stärkt seinen Spielern den Rücken

Dennoch lässt sich Weinzierl nicht von den schwierigen Umständen abschrecken. Er habe noch nie sein Kommen bereut. Mit einem kurzen "Nein" stoppt der Coach entsprechende Gedankenspiele und Nachfragen. "Nein! Das kann ich nur so kurz und knapp beantworten." Er wisse, worauf er sich eingelassen hat, und stärkt seinen Spielern den Rücken. "Die Mannschaft funktioniert. Sie hat eine Achse, Führungsspieler, eine Hierarchie. Und die Jungs sind sich der Situation bewusst. Die Mannschaft hat kein Motivationsproblem. Alle wollen."

Dass sich gerade die Führungsspieler in dieser Phase ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckern, lässt der 43-Jährige gelten. Dies sei ein Stück weit nachvollziehbar. "Auch sie sind nur Menschen", sagt Weinzierl, der darauf hinweist, "dass das keiner locker nimmt. Damit hat jeder zu kämpfen." Ein Kampf, den es vorrangig auf dem Rasen zu bestehen gilt. Der kommende Gegner sei "mit einer sehr guten Mentalität" ausgestattet, die auch von seiner Mannschaft gefordert sein wird. Darüber hinaus müsse man "cleverer und besser" als die Gastgeber sein, um endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern zu können. "Meine Erfahrung zeigt, dass ein Sieg sehr heilsam sein kann."

George Moissidis

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