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07.10.2018, 19:49

BVB feiert späten Sieg - Gladbach siegt beim FCB

Auch RB demontiert den Club - Frankfurts Sahne-Woche

Am Sonntag gewann Frankfurt in einer spektakulären Partie bei der TSG Hoffenheim, am Abend nahm Leipzig Aufsteiger Nürnberg auseinander. Keine Tore gab es in Freiburg, wo Leverkusen gastierte. Eine Berg- und Talfahrt gab es am Samstag beim Augsburger Gastspiel in Dortmund - mit dem besseren Ende für den BVB. Schalke fuhr den nächsten Sieg ein, Hannover bejubelte den ersten Dreier der Saison. Am Abend kassierte der FCB gegen Gladbach den nächsten Dämpfer - 0:3.

Es darf gefeiert werden: Leipzig bejubelt eins der vielen Tore, Eduard Löwen will heim.
Es darf gefeiert werden: Leipzig bejubelt eins der vielen Tore, Eduard Löwen will heim.
© getty imagesZoomansicht

Schon nach 20 Minuten gelaufen war das Spiel zwischen Leipzig und Nürnberg - die Franken wurden von den Sachsen schlicht überrollt. Kampl (3.), Poulsen (7.) und Sabitzer (21.) schossen früh eine klare Führung heraus, vor allem beim 0:3 sah FCN-Keeper Bredlow alles andere als gut aus. Spätestens beim 4:0 von Werner (32.) wurden bei den Club-Fans Erinnerungen an das 0:7 in Dortmund am fünften Spieltag wach. In der 55. Minute wurden sie weiter aufgefrischt, auch Sabitzers Distanzschuss war alles andere als unhaltbar. Das halbe Dutzend war in der 59. Minute voll: Werner profitierte ebenfalls von der desolaten FCN-Defensive und der nächsten unglücklichen Bredlow-Aktion. Das fränkische Martyrium nahm weiter seinen Lauf: Rot nach Notbremse für Leibold, immerhin hielt Bredlow den Elfmeter des gefoulten Werner (64.). Nach Orbans Pfosten-Kopfball (69.) nahmen die Sachsen einen Gang raus und zeigten sich gnädig - es blieb beim 6:0.

Festwoche für Frankfurt, Horrorwoche für Hoffenheim

Fantast-ic aufgelegt: Jovic, Kostic und Rebic (v.l.) bejubeln das Frankfurter 1:0.
Fantast-ic aufgelegt: Jovic, Kostic und Rebic (v.l.) bejubeln das Frankfurter 1:0.
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Dem Duell zwischen Hoffenheim und Frankfurt mangelte es nicht an spektakulären Szenen. Erst traf Bittencourt per Kopf die Latte (29.), zehn Minuten später scheiterte auch Demirbay mit einem Lupfer am Querbalken. Nur wenige Sekunden später beförderte Grillitsch einen Einwurf direkt zum Gegner und leitete somit den Eintracht-Konter ein. Baumann stand nach Jovics Pass auf Rebic im Niemandsland, der Heber saß - 1:0. Sekunden nach der Pause legten die Hessen durch Jovic nach, wieder machte Baumann eine unglückliche Figur. Es blieb kurios: Rebic scheiterte nach haarsträubendem Fehler von Posch an Baumann (62.), auf der anderen Seite klärte Hasebe nach Szalais Hackenversuch auf der Linie (64.). Kurz darauf flog Rebic mit Gelb-Rot vom Platz (66.). Der eingewechselte Nelson machte es mit dem 1:2 nochmal spannend (83.). Da aber Trapp gegen Belfodil in der Nachspielzeit parierte, fuhr die SGE den dritten Sieg in Folge ein - während die Kraichgauer die dritte Pleite kassierten.

Sattelfeste Abwehrreihen: Kein Sieger in Freiburg

Der Sonntag startete mit dem Duell zwischen Freiburg und Leverkusen - und mit einer Nullnummer. Der SCF stand im Vergleich zum 1:4 in Augsburg hinten sicher, vorne machte sich aber das Fehlen von Anführer Petersen (Schulterblessur) weiter negativ bemerkbar. Die Breisgauer, die in der Schlussminute einen Pfostentreffer verzeichneten, warten weiter auf den dritten Saisonsieg. Das gilt auch für Leverkusen, das einen Punkt hinter dem Sportclub weiter in den hinteren Regionen stecken bleibt.

Stindls tolles Comeback

Jubelsprung: Gladbachs Lars Stindl freut sich über das soeben erzielte 2:0.
Jubelsprung: Gladbachs Lars Stindl freut sich über das soeben erzielte 2:0.
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Nach drei sieglosen Spielen in Folge (0/2/1) wollte der FC Bayern im 101. Vergleich gegen Gladbach den Bock endlich umstoßen. Trainer Kovac vertraute dabei auf Süle, Goretzka und James, während bei den Gästen Kapitän Stindl nach seinem Syndesmoseriss sein Comeback gab - und der durfte dann auch gleich einen Start nach Maß seiner Mitspieler miterleben: Plea nutzte direkt die erste Chance der Gäste und traf punktgenau ins Eck (10.). Damit nicht genug, denn nur etwas später schlug es erneut hinter Neuer ein - diesmal jubelte Stindl (16.). Die Tore waren echte Wirkungstreffer, die die Bayern einstecken mussten. Der FCB um Robben, der sein 300. Bundesligaspiel machte, zeigte sich in der Folge zwar bemüht, wirkte aber meist ratlos, agierte schwerfällig und entwickelte keinerlei Durchschlagskraft. Gladbach hatte keine Mühe, die Führung zu verwalten. Auch die Einwechslungen von Ribery und Gnabry zum Seitenwechsel halfen nicht, obendrein musste auch noch Alaba nach 55 Minuten verletzt raus - Renato Sanches kam. Am Spiel änderte das wenig, der FCB rannte weiter ohne klare Ideen an und tat sich schwer. Und Gladbach? Die Fohlen überzeugten, spielten clever, und machten am Ende mit dem 3:0 durch den eingewechselten Herrmann (88.) ihren erst vierten Sieg (!) im 51. Spiel in München klar und sind nun Tabellenzweiter.

Alcacer trifft und trifft und trifft

Paco Alcacer
Dortmunder Dreierpacker: Paco Alcacer.
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In Dortmund fanden sich am Samstag die Gebrüder Götze auf der Bank wieder: Mario beim BVB, Felix beim FCA. Und beide bekamen ein flottes Spiel zu sehen, was daran lag, dass beide Mannschaften munter nach vorne spielten. Der BVB hatte in Person von Reus die erste dicke Möglichkeit (15.), Finnbogason erzielte auf der Gegenseite nach einem ruhenden Ball das erste Tor (22.) - vierter Treffer in zwei Spielen für den Isländer. Dortmund antwortete mit wütenden Angriffen, doch der FCA hielt gut dagegen und gestaltete das Spiel offen. Durchgang zwei wurde hektischer, auch weil der BVB die Schlagzahl erhöhte. Lucien Favre bewies dann auch noch ein goldenes Händchen, als er Paco Alcacer einwechselte.

Der Spanier benötigte gerade mal zwei Minuten auf dem Platz, um den vielumjubelten 1:1-Ausgleich herbeizuführen (62.). Im Gegenzug hatte Finnbogason Pech bei einem Lattentreffer (63.), Max machte es besser und brachte den FCA wieder in Führung (71.). Favre reagierte und brachte in der Schlussphase Mario Götze, der zu seinem Saisondebüt kam und zunächst miterlebte, wie Paco Alcacer seinen Doppelpack schnürte (80.). In der 84. Minute war Götzes Moment aber gekommen: Der 26-Jährige lief sich geschickt frei und brachte den BVB in Führung. Der nächste Rückschlag folge aber rasch, denn Gregoritsch hatte noch eine Antwort im Köcher und sorgte nach einer Ecke per Kopf für das 3:3. Das letzte Wort in diesem wilden Spiel hatte jedoch Paco Alcacer, der in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit der letzten Aktion des Spiels einen Freistoß direkt zum 4:3 verwandelte.

Schalker Blitzstart nach dem Seitenwechsel

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Ohne Lukebakio, der nach einer Disziplinlosigkeit aus dem Kader gestrichen worden war, empfing Fortuna Düsseldorf den FC Schalke zum Westduell, in dem den Fortunen beinahe ein Paukenschlag gelungen wäre, doch Raman verzog freistehend (4.). Das sollte für lange Zeit die beste Chance der Partie bleiben, denn danach rieben sich beide Teams in intensiven Zweikämpfen auf, sodass sich ein relativ zerfahrenes Spiel auf überschaubarem Niveau entwickelte. Durchgang zwei begann mit einem Paukenschlag: Di Santo flankte von rechts an den zweiten Pfosten, wo Serdar nach innen köpfte und McKennie aus kurzer Distanz einschob (48.). Kurz darauf folgte der Doppelschlag: Rensing parierte einen abgefälschten Bentaleb-Schuss zwar stark, war aber bei Burgstallers Abstauber machtlos - 2:0 (53.). Danach bekamen die Knappen Oberwasser, ließen nichts mehr anbrennen und machten den dritten Sieg in Folge perfekt.

Wood stellt sein Visier ein - Gomez beweist Nehmerqualitäten

Bobby Wood
Er hatte sein Visier gegen den VfB richtig eingestellt: Bobby Wood.
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Das zweite Kellerduell des Tages fand in Niedersachsen statt, wo Hannover den VfB Stuttgart zu Gast hatte und dabei einen ordentlichen Start hinlegte. Die 96er waren aktiv, suchten den Weg nach vorne und gingen durch einen Wood-Kopfball nach Vorlage von Albornoz verdient in Führung (30.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlugen die Niedersachsen, bei denen Asano früh verletzungsbedingt runter musste, erneut zu - und das nach dem gleichen Schema: Albornoz flankte, Wood köpfte, der Ball lag im Netz. Hatte der VfB in Hälfte eins offensiv kaum stattgefunden, so zeigte er nach dem Seitenwechsel sein zweites Gesicht. Die Schwaben agierten schwungvoller und erzielten kurz nach Wiederanpfiff den Anschluss: Gomez, der nach einem Ellenbogentreffer von Felipe mit Turban spielen musste, veredelte einen Thommy-Steilpass zum 1:2 (50.). Die Gäste waren aufgewacht, drängten in der Folge mit aller Macht auf den Ausgleich, brachten das Runde aber nicht ins Eckige. Besser machte es Bebou in der Nachspielzeit, als er das 3:1 markierte (90.+1). Für 96 war es der erste Heimdreier gegen den VfB nach zuvor fünf erfolglosen Anläufen und obendrein, was viel wichtiger sein dürfte, der erste Dreier in der aktuellen Saison.

Defensive ist Trumpf in Mainz

Mainz betreibt in der laufenden Saison recht erfolgreichen Minimalismus: 4:4 Tore reichten dem FSV, um mit acht Punkten auf der Habenseite die Berliner Hertha zu empfangen. Doch auch die Alte Dame versteht sich auf Defensive, was zuletzt sogar der "große" FC Bayern zu spüren bekam (2:0). Es war das Duell der besten gegen die drittbeste Abwehr der Liga - dementsprechend passierte vor den Toren nicht sonderlich viel. Ein Ibisevic-Pfostentreffer (26.) sowie eine Top-Chance, die Mainz' Gbamin liegen ließ (38.), stellten dabei Ausnahmen dar. Weil auch in Hälfte zwei hüben wie drüben kein Treffer fallen wollte, trennten sich die Kontrahenten schlussendlich torlos.

"Treffer der Generationen" entscheidet in Bremen

Brachte Werder auf Kurs: Davy Klaassen markierte den Führungstreffer.
Brachte Werder auf Kurs: Davy Klaassen markierte den Führungstreffer.
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Wolfsburg versteckte sich in Bremen am Freitagabend zunächst nicht, vielmehr dominierten die Niedersachsen die Anfangsphase. In der 12. Minute hatte das ungeordnete Werder Glück, dass Roussillons Hereingabe nicht größeren Schaden anrichtete - Moisander beförderte den Ball an den Pfosten. Doch je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die Bremer. Dem 1:0 von Klaassen ging ein klasse Spielzug voraus (35.), die Wölfe waren kaum noch in der Offensive zu sehen. Das änderte sich nach der Pause: Nun war wieder der VfL am Drücker, allerdings fehlten die ganz großen Chancen. Brooks (55.) war noch am nähesten dran. Mit der Einwechslung von Pizarro (erst der vierte Feldspieler mit über 40 Jahren in der Bundesliga) legte Werder wieder zu. Es war auch der Peruaner, der die Entscheidung mit einem "Treffer der Generationen" einleitete: Sein Zuspiel auf den gerade eingewechselten Johannes Eggestein (20) passte perfekt, der Youngster markierte sein erstes Bundesligator und beschenkte damit auch Geburtstagskind Florian Kohfeldt (36). Werder etablierte sich damit in der Spitzengruppe der Liga.

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Bilder des Spieltages
Bundesliga, 2018/19, 7. Spieltag
Bundesliga, 2018/19, 7. Spieltag
Der Gast

Zum Abschluss des 7. Spieltags trat der von Michael Köllner trainierte Aufsteiger Nürnberg in Leipzig an.
© Getty Images

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