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30.09.2018, 19:55

6. Spieltag: BVB Erster - Schalkes und Stuttgarts erster Sieg

Eintracht schießt 96 ans Ende - Finnbogason zurück!

Zweimal 4:1 am Sonntag: Frankfurt gewann verdient gegen das neue Schlusslicht Hannover, Augsburg dank Rückkehrer Alfred Finnbogason gegen Freiburg. Borussia Dortmund ist nach einem furiosen 4:2 in Leverkusen Tabellenführer. Schalke 04 kann doch noch gewinnen: 1:0 gegen Mainz 05. Die erste Niederlage musste Bremen quittieren, weil Stuttgart trotz eines bemerkenswerten Zieler-Eigentores die Nerven behielt. Nürnberg und Leipzig feierten Erfolge, Wolfsburg und Gladbach teilten die Punkte.

Eine Klasse für sich: Frankfurts Ante Rebic jubelt über sein Tor zum 2:0.
Eine Klasse für sich: Frankfurts Ante Rebic jubelt über sein Tor zum 2:0.
© picture allianceZoomansicht

Frankfurt begann am Sonntag gegen die noch sieglosen Hannoveraner mit Russ (300. Bundesligaspiel) und Rebic, bei 96 durfte Felipe ran. Zunächst mangelte es an Höhepunkten, die Hessen zeigten aber die besseren Ansätze. So war die Führung durch Ndicka nicht unverdient, 96 offenbarte dabei gewaltige Abwehrschwächen (36.). Ebenso beim zweiten Treffer: Rebic schüttelte Sorg ab und traf kurz vor der Pause zum 2:0, beide Treffer hatte Haller vorbereitet. 96-Coach Breitenreiter reagierte mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit, doch viel änderte das nicht. Im Gegenteil: Haller verlängerte auf den überragenden Rebic, der mal wieder Sorg und dann Anton schlecht aussehen ließ - de Guzman musste das Leder nur noch über die Linie schieben (64.). Bundesliga-Debütant Muslija sorgte zwar für Ergebniskosmetik, das letzte Wort aber hatte Jovic mit dem 4:1 (89.). Die enttäuschten und enttäuschenden Niedersachsen mussten damit das 16. Auswärtsspiel ohne Sieg in Folge quittieren und sind mit nur zwei Zählern Letzter.

Finnbogasons Traum-Comeback - und eine große Geste der Fans

Dreierpack zum Comeback: Jeffrey Gouweleeuw gratuliert Alfred Finnbogason.
Dreierpack zum Comeback: Jeffrey Gouweleeuw gratuliert Alfred Finnbogason.
© imago

Augsburg bestimmte gegen stark ersatzgeschwächte Freiburger von Beginn an die Partie. Dass die Fuggerstädter erst in der 19. Minute in Front gingen, war hauptsächlich SCF-Keeper Schwolow zu verdanken, der mehrfach stark parierte - gegen Caiubys Kopfball war er jedoch machtlos. Die Baum-Truppe legte noch vor der Pause nach, Finnbogason feierte sein Comeback mit einem herrlichen Hackentor. Auf den Rängen war die Freude verhalten: Dort musste ein Zuschauer reanimiert werden, aus Pietät schwiegen die Fans für lange Zeit. Freiburg kam nach der Pause zurück, weil der FCA ein aberwitziges Eigentor fabrizierte: Erst patzte Gouweleeuw, dann schoss Hinteregger Schmid an, der den Ball über die Linie bugsierte (49.). Freiburg witterte seine Chance, die Partie gestaltete sich nun offen mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Dann aber holte Finnbogason einen Elfmeter heraus und verwandelte selbst (68.). Doch damit nicht genug: Der bärenstarke Isländer schlug nochmal zu, nach dem 4:1 (83.) gab es am Heimsieg endgültig nichts mehr zu rütteln.

4:2 nach 0:2 - BVB überrollt Bayer nach der Pause

Paco Alcacer nach dem 3:2 umjubelt von Teamkollegen
Spiel gedreht: Paco Alcacer nach dem 3:2 umjubelt von Teamkollegen.
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Was für ein Spektakel am Samstagabend! Bayer Leverkusen führte gegen Borussia Dortmund hochverdient mit 2:0 und war näher dran am dritten Treffer als der Gegner am Anschlusstor. Doch die Favre-Elf fing sich im zweiten Abschnitt, kam durch einen Doppelschlag von Bruun-Larsen (65.) und Reus (69.) zum Ausgleich und setzte in der Schlussphase durch zwei Jokertore von Alcacer die entscheidenden Stiche gegen am Ende konsternierte Rheinländer, die durch Weiser und Tah in Führung gegangen waren. Der BVB kletterte dank des vierten Saisonsiegs an Bayern München vorbei auf Rang eins der Tabelle und ist die einzige ungeschlagene Mannschaft im Klassement. Bayer musste nach drei Pflichtspielerfolgen in Serie wieder eine Niederlage quittieren.

Schöpf sorgt für Erleichterung auf Schalke

Alessandro Schöpf trifft auf Schalke
Erleichterung pur: Alessandro Schöpf trifft auf Schalke.
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Aufatmen auf Schalke: Königsblau darf nach dem 1:0 über Mainz 05 erstmals in dieser Saison einen Dreier bejubeln. Dank eines frühen Kopfballtreffers von Schöpf lag die Elf von Trainer Domenico Tedesco frühzeitig gut im Rennen. Konoplyanka traf im zweiten Abschnitt volley nur den Querbalken, so dass die Partie bis in die Schlussphase offen blieb. Mainz wartet nach dem gelungenen Start mittlerweile seit drei Partien auf einen Sieg.

Zieler bugsiert Einwurf ins Tor

Die erste Niederlage musste unterdessen Werder Bremen quittieren, das in einem kuriosen Spiel mit 1:2 beim zuvor sieglosen VfB Stuttgart den Kürzeren zog. Donis schloss einen blitzsauberen Konter für die Schwaben ab (19.), die ab der 36. Minute (Gelb-Rot für Veljkovic) in Überzahl agierten. Der SVW spielte jedoch nach vorne und profitierte in der 68. Minute von einer Slapstick-Nummer der Stuttgarter: Mit Sosas Einwurf hatte Schlussmann Zieler nicht gerechnet, der Ex-Nationaltorwart touchierte den Ball mit der Schuhspitze, anschließend trudelte das Spielgerät ins leere Tor - 1:1 (75.)! Hätte er den Ball nicht berührt, hätte Werder nur Eckball bekommen. Glück für Zieler, dass Castro den Fauxpas sieben Minuten später trocken konterte und den VfB zum Sieg schoss. Kurz zuvor hatte Joker Pizarro für Bremen nur den Pfosten getroffen.

Ron-Robert Zieler
Slapstick in Stuttgart: Ron-Robert Zieler bugsierte einen Einwurf ins eigene Tor.
© Getty Images

Gladbach führt zweimal und siegt nicht

Borussia Mönchengladbach erzielte in jedem Spielabschnitt ein schnelles Tor (Plea, 7., Hazard, 48.), doch der VfL Wolfsburg hielt jeweils zügig dagegen (Steffen, 12., Weghorst 59.), so dass sich die beiden Rivalen letztlich mit 2:2 trennten. Gladbach verpasste es dadurch, mit den Bayern nach Punkten gleichzuziehen.

Poulsen Matchwinner in Sinsheim

Bei einem wahren Pfostentreffer-Festival (1:3) behielt RB Leipzig in Sinsheim die Oberhand und bezwang die TSG Hoffenheim dank eines Doppelpacks von Poulsen nach der Pause mit 2:1. Die Sachsen, die auf ihren künftigen Trainer Julian Nagelsmann trafen, sind seit der Auftaktniederlage in Dortmund nun schon in fünf Spielen unbesiegt. Hoffenheim rutscht mit negativer Bilanz (2/0/3) in die untere Tabellenhälfte ab.

Nürnberg rehabilitiert sich

Im Duell der beiden Aufsteiger agierte der 1. FC Nürnberg beim 3:0 über Fortuna Düsseldorf effizienter und rehabilitierte sich für das 0:7 in Dortmund. Kapitän Behrens vom Elfmeterpunkt mit seinem ersten Erstliga-Tor und Ishak per Alleingang aufs Tor legten den Grundstein für die Franken, die ihren zweiten Heimsieg in Folge feierten. Palacios' Lupfer machte alles klar. F95 blieb im dritten Spiel in Reihe ohne Erfolg.

Boateng patzt, Bayern verliert in Berlin

Gut vier Monate nach dem DFB-Pokalfinale hat der FC Bayern den nächsten qualvollen Abend im Berliner Olympiastadion erlebt: Zum Auftakt des sechsten Spieltags kassierte der Meister bei Hertha BSC am Freitag seine erste Saisonniederlage. Boateng leitete die verdiente 0:2-Schlappe mit einem ungeschickten Foul an Kalou ein - Ibisevic verwandelte den fälligen Elfmeter (23.). Duda legte kurz vor der Pause nach einem schönen Angriff nach. Auch im zweiten Durchgang kamen die Gäste, die nach dem 1:1 gegen Augsburg personell wieder kräftig zurückrotiert hatten, gegen clevere Berliner erst spät zu klaren Abschlüssen, doch Jarstein-Vertreter Kraft ließ sich nicht überwinden. Und so ist der Vorjahreszehnte jetzt punktgleich mit den Bayern - und seit vier Spielen ungeschlagen gegen sie.

aho/ski/las

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