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27.09.2018, 10:33

Nürnbergs Trainer bemüht sich nach dem 0:7 um Normalität

Köllner: "Es ist nichts Spektakuläres passiert"

Es war ein Debakel historischen Ausmaßes. Mit 0:7 ging des 1. FC Nürnberg vor dem gestrigen Abend bei Borussia Dortmund erst einmal in der Bundesliga unter: Am 5. November 1983 beim VfB Stuttgart.

Trainer Michael Köllner und sein Team
Trauriger Abgang nach der historischen Pleite: Trainer Michael Köllner und sein Team.
© imagoZoomansicht

Während die Schwaben Deutscher Meister wurden, stiegen Rudi Kargus, Horst Weyerich, Thomas Brunner, Manfred Burgsmüller und Co. am Saisonende sang- und klanglos ab. Sie verloren alle 17 Auswärtsspiele, noch so ein Fall für die Geschichtsbücher. Zumindest das kann dem aktuellen Club dank des 1:1 in Bremen vor elf Tagen nicht passieren, und abgestiegen ist er trotz der Lehrstunde in Westfalen natürlich auch noch lange nicht.

Die spannende Frage ist nun, wie Trainer Michael Köllner und seine Mannschaft in der kurzen Zeit bis Samstag reagieren. Können sie dieses Erlebnis einfach so abschütteln und gegen Fortuna Düsseldorf an die Leistungen der ersten vier Spiele anknüpfen? Oder gräbt sich dieses Erlebnis ein in die Köpfe und wird zur Saat von Verunsicherung und weiteren Misserfolgen? "Ich hoffe, dass das Spiel ein guter Lehrmeister für uns ist und wir, so bitter es ist, unsere Lehren daraus ziehen. Manchmal kann man auch aus Niederlagen etwas lernen", sagte Köllner zu später Stunde in Dortmund und sah einen "Mix aus Ehrfurcht, Naivität und Qualität des Gegners" als Ursache für die Klatsche.

Es ist nichts Spektakuläres passiert. Ein Aufsteiger hat bei einer internationalen Top-Mannschaft eine Klatsche kassiert.FCN-Trainer Michael Köllner

"Natürlich verletzt einen das. Keiner ist Trainer oder Fußballer geworden, um 0:7 zu verlieren", gab Köllner einen Einblick in sein Inneres, bemühte sich aber auch um Normalität. "Es ist nichts Spektakuläres passiert. Ein Aufsteiger hat bei einer internationalen Top-Mannschaft eine Klatsche kassiert. Für den Aufsteiger ist es nur wichtig, dass er nicht alles in Frage stellt." Georg Margreitter sah es als einer seiner Führungsspieler ähnlich: Aufarbeiten ja, zerfleischen nein, so das Fazit des Verteidigers.

Der Blick geht nach vorne

Noch in Dortmund richteten die Nürnberger den Blick nach vorne auf Samstag. "Wenn wir gegen Düsseldorf punkten, haben wir unser Soll in der englischen Woche erfüllt", sagte Köllner und hat damit sogar Recht. Drei Zähler aus der Partie gegen Hannover, nochmal drei gegen Düsseldorf - oder auch nur einer - das wäre in Ordnung. "Gott sei Dank ist am Samstag wieder ein Spiel, wir können es schnell wieder gut machen, wir haben die Chance, gegen Düsseldorf wieder unser wahres Gesicht zeigen", sagte Lukas Mühl, gab aber auch zu: "Ich schäme mich schon ein bisschen für den Auftritt." Wie das halt ist mit historischen Niederlagen...

Frank Linkesch

Bundesliga, 2018/19, 5. Spieltag
Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 7:0
Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 7:0
Heimsieg Pflicht?

Borussia Dortmund um Trainer Lucien Favre bekam es am 5. Bundesliga-Spieltag mit Aufsteiger Nürnberg zu tun.
© Getty Images

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weitere Infos zu Köllner

Vorname:Michael
Nachname:Köllner
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg


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