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18.09.2018, 16:24

Wie der Keeper seine Leistung und die des VfB in Freiburg sah

Zieler: "Ich habe den Ball nicht gesehen"

"Die Dinge wegverteidigen"? Was in der vorigen Rückrunde noch serienmäßig gelang, schaffte der VfB Stuttgart beim 3:3 in Freiburg nicht. Torwart Ron-Robert Zieler über ein trügerisches Gefühl - und seine unglückliche Figur.

Ron-Robert Zieler kassiert das zwischenzeitliche 2:2 in Freiburg
Ball im Tor, Torwart baff: Ron-Robert Zieler Sekundenbruchteile nach dem Freiburger 2:2 am Sonntag.
© picture allianceZoomansicht

Erst konnten sie dreimal in Folge weder die Herzen der eigenen Anhänger noch des Gegners Tornetze in Wallung versetzen. Dann erzielten sie drei Treffer in Freiburg, um am Ende trotzdem mit einem Remis zufrieden sein zu müssen - in einer Partie, die die Stuttgarter in der Rückrunde der vergangenen Saison wohl eher gewonnen hätten.

Denn wehe, der VfB ging im Frühjahr 2018 in Führung. Es bedeutete fast immer den K.o. für den jeweiligen Kontrahenten. Der Traditionsklub hatte eine stabile Defensive zu seinem Markenzeichen ernannt. Kein Durchkommen, egal für wen, indem sich die Schwaben einigelten, mit Mann und Maus verteidigten und dazu in dem einen oder anderen entscheidenden Moment mit Glück die Punkte ins Ziel retteten.

Nachdem Stuttgart in Freiburg aus einem 0:1-Rückstand eine 3:2-Führung gemacht hatte, sprach mal wieder alles für die Stuttgarter. Doch heute ist nichts mehr, wie es früher war. In der Schlussphase fiel das 3:3. "Es war eine gute Möglichkeit, die drei Punkte mitzunehmen", erklärt Ron-Robert Zieler. "Ich hatte ein ganz gutes Gefühl."

"Damals hätten wir das Ding wahrscheinlich gewonnen"

Der frühere Nationalspieler wähnte sich und seine Kollegen bereits auf der Siegstraße, bis Luca Waldschmidt für den SC traf. Ein Nackenschlag für Zieler und Co. "Ich hatte nach der Einwechslung von Holger (Badstuber, Anm. d. Red.) schon das Gefühl, dass wir die Dinge wegverteidigen könnten", sagt der Keeper. "Gerade in der vergangenen Saison haben wir gute Ergebnisse zu Ende verteidigt. Das ist uns diesmal nicht gelungen. Damals hätten wir das Ding wahrscheinlich gewonnen."

Nachdem Mario Gomez das 3:2 für die Gäste erzielt hatte, war in Zieler die Hoffnung groß, den winkenden Erfolg "über die Bühne zu bringen. Gerade weil wir es in der vergangenen Saison hervorragend geschafft haben, Ergebnisse nach Hause zu fahren. Schade, dass wir diesmal am Ende so ein Gegentor fangen."

"Ich habe versucht, noch mit Santi zu sprechen"

Ein ärgerlicher Treffer. Ein noch ärgerlicherer fiel zuvor, als Jerome Gondorf einen direkten Freistoß zum 2:2 verwandelte. Wissend um die unglückliche Figur, die er selbst dabei machte, zeigt sich Zieler (kicker-Note 5) selbstkritisch. "Was soll ich dazu sagen? Freistoßtor in die Torwartecke... Ich habe den Ball nicht gesehen." Was den 29-Jährigen, den Experten auch beim 0:1 nicht chancenlos sahen, nicht von Schuld freispricht. "Ich habe versucht, noch mit Santi (Santiago Ascacibar, Anm. d. Red.) zu sprechen. Damit ich eine kleine Lücke habe, um den Ball irgendwo sehen zu können..." Der Versuch blieb erfolglos. Im Gegensatz zum Freiburger Freistoß, der platziert einschlug. "Der Ball sollte da nicht reingehen. Aber ich habe leider nichts gesehen."

George Moissidis

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weitere Infos zu Zieler

Vorname:Ron-Robert
Nachname:Zieler
Nation: Deutschland
Verein:VfB Stuttgart
Geboren am:12.02.1989


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