Frankfurts Mittelfeldspieler will sich in die erste Elf kämpfen

De Guzman: "Wir können wieder überraschen"

Bundesliga - 12.09. 18:15

Jonathan de Guzman zählt in Frankfurt zu den Verlierern der ersten beiden Spieltage. Nachdem der Mittelfeldspieler im Supercup und im DFB-Pokal noch in der ersten Elf gestanden hatte, kam er in Freiburg und gegen Bremen lediglich als Joker zum Zug. "Das ist nicht das, was ich will, aber ich respektiere die Entscheidungen des Trainers", sagt de Guzman.

Spielt seit Juli 2017 bei Eintracht Frankfurt: Jonathan de Guzman. © imago

Hinter de Guzman liegt ein durchwachsenes erstes Jahr in Frankfurt. Zunächst konnte er die hohen Erwartungen von Ex-Trainer Niko Kovac nicht erfüllen, Mitte November 2017 zog er sich dann auch noch eine Schultereckgelenksprengung zu und fiel monatelang aus. Erst Anfang März, am 25. Spieltag, kam er wieder zum Einsatz - und zeigte fortan, was in ihm steckt. Aufgrund seiner guten Technik, Spielübersicht, Ruhe am Ball und auch starken Standards muss es de Guzmans Anspruch sein, in Frankfurt Stammspieler zu sein. Während Mijat Gacinovic zu Recht das Vertrauen im offensiven Mittelfeld genießt, könnte de Guzman den offensiven Part auf der Doppelsechs übernehmen. Zuletzt vertraute Trainer Adi Hütter in der Schaltzentrale jedoch den Zerstörern Gelson Fernandes und Lucas Torro.

"Ich bin sicher, dass ich meine Minuten und Spiele von Anfang an bekommen werde."

Jonathan de Guzman

"Das ist nicht das, was ich will, aber ich respektiere die Entscheidungen des Trainers", sagt der Routinier, der am Donnerstag 31 Jahre alt wird. Er ist überzeugt, dass seine Chance kommen wird: "Wir stehen erst am Anfang einer langen Saison. Ich bin sicher, dass ich meine Minuten und Spiele von Anfang an bekommen werde." Da Hütter in den kommenden englischen Wochen rotieren wird, dauert es wahrscheinlich nicht mehr lange, bis de Guzman wieder in der ersten Elf auftaucht. Dann muss er seinen Trainer überzeugen.

De Guzman verfügt über große internationale Erfahrung

Womöglich erhält er schon am Freitag in Dortmund eine Chance. Beim letzten Gastspiel in Dortmund am 26. Spieltag der vergangenen Saison kam er zur Pause rein, spielte stark, bereitete per Freistoß ein Tor vor - und war am Ende dennoch frustriert. Durch ein Last-Minute-Gegentor verlor Frankfurt 2:3. Der letzte Sieg bei der Borussia liegt mittlerweile über acht Jahre zurück: Am 7. Februar 2010 schoss Alex Meier das 3:2-Siegtor.

"Mit dieser Mannschaft können wir wieder überraschen"

Profitieren könnte die Eintracht in den nächsten Wochen von de Guzmans großer internationaler Erfahrung. Zwar absolvierte der Mittelfeldspieler lediglich 14 Länderspiele für die Niederlande, dafür stehen in seiner Vita Einsätze in der ersten italienischen, englischen, spanischen und niederländischen Liga. Hinzu kommen über 30 Partien in internationalen Wettbewerben. Dabei trat er auch gegen prominente Gegner immer wieder als Torschütze in Erscheinung. 2011 traf er für Villareal im Champions-League-Spiel beim FC Bayern, das jedoch 1:3 verloren ging; 2013/14 schoss er im Swansea-Trikot in der Europa League Tore gegen Valencia (3:0) und SSC Neapel (1:3). Daran kann er aus Sicht der Eintracht gerne schon am 20. September in Marseille anknüpfen - sofern ihn Hütter von der Leine lässt. Zuversichtlich meint de Guzman: "Wir haben letzte Saison überrascht, mit dieser Mannschaft können wir wieder überraschen."

Julian Franzke

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