Düsseldorf: Starker Start des Dynamikers beim Bundesliga-Rückkehrer

Zimmer: Rechtsaußen, der auch defensiv glänzt

Bundesliga - 09.09. 11:48

Der Schritt zurück hat sich für Jean Zimmer längst als ideale Fortsetzung seiner Karriere entpuppt. Vom VfB Stuttgart wechselte der dynamische Flügelspieler vor einem Jahr auf Leihbasis in die 2. Liga nach Düsseldorf. Im Aufstiegsjahr empfahl er sich für mehr, ist mittlerweile fest verpflichtet und war in den ersten beiden Bundesliga-Begegnungen einer der stärksten Fortunen.

Dynamischer Flügelspieler: Düsseldorfs "Rechtsaußen" Jean Zimmer. © imago

Der fleißige Blondschopf ist einer, der über 90 Minuten auf der rechten Seite ackert, mal ganz vorne auftaucht, mal hinten die Lücken schließt. "Er ist fast ein Rechtsaußen, eigentlich ein Offensivspieler, der aber auch sehr gut defensiv spielen kann", fasst Fortunas Trainer Friedhelm Funkel zusammen, was den gebürtigen Pfälzer auszeichnet.

Er kann rechts in einer Viererkette spielen oder auch in der offensiveren Rolle, und zuletzt in Leipzig glänzte er auf der rechten Seite als Ergänzung der Dreierkette im 3-5-2-System, dauernd unterwegs, energisch im Zweikampf, mit wuchtigen Vorstößen nach vorne. Einen kleinen Dämpfer gab es zuletzt, weil Zimmer derzeit wegen Knieproblemen pausiert; er soll aber Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen und dürfte dann auch am Samstag gegen Hoffenheim erneut erste Wahl sein.

Dann wollen sich die Fortunen gegen einen sehr offensiv erwarteten Gegner ähnlich wirkungsvoll wehren wie zuletzt beim 1:1 in Leipzig. "120 Kilometer ist die Mannschaft da gelaufen, das muss unser Standard sein, um in der Bundesliga zu bestehen", fordert Funkel.

Funkel: "Wenn wir so stehen, dann fällt uns immer eine Lösung ein"

Insofern kam die Pflichtspielpause dem Trainer des Aufsteigers ganz gelegen. "Einige waren da schon am Limit, da war es natürlich wichtig, auch mal gut zu regenerieren, bevor es weitergeht", findet der erfahrene Coach. Im ersten Spiel gegen Augsburg hatte er ein 4-4-2 formiert, gegen Hoffenheim dürfte es wie in Leipzig wieder eine Dreierkette sein. "Das sah in Leipzig sehr gut aus", betont Funkel, "da ist es ganz egal, ob der Gegner zwei, drei, vier oder wie viele Leute auch immer vorne hat. Wenn wir so stehen, dann fällt uns immer eine Lösung ein, dann haben wir keine Probleme."

Honorieren die Fans die Leistungen?

Zumindest dürfte die zweite Heim-Begegnung gegen den Champions-League-Starter zum echten Härtetest werden. Dann wird sich auch zeigen, ob die Fans die bisher guten Vorstellungen des Aufsteigers belohnen. Schließlich wollten nur knapp 41.000 Zuschauer das Bundesliga-Comeback der Rot-Weißen vor 14 Tagen im Stadion erleben, was nicht nur Funkel als ziemlich enttäuschend bewertete. Ob die Ränge gegen Hoffenheim besser besetzt sind? Anhänger des Gegners dürften den Fortunen jedenfalls nicht gerade die Bude einrennen.

Oliver Bitter

weitere News und Hintergründe