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03.09.2018, 16:05

Hannover: Taktikfuchs stellt "falsch" auf

Breitenreiter: "Wir wollten alle reinlegen"

Matchpläne, für die ein Systemwechsel erforderlich ist, gehören in Hannover seit André Breitenreiters Amtsübernahme schon zur Regel. Beim 0:0 gegen Dortmund griff der Trainer wieder einmal in die Trickkiste.

André Breitenreiter
"Wir waren aggressiv und haben uns geholfen": 96-Coach André Breitenreiter.
© picture-allianceZoomansicht

Dass sich Hannover in der vergangenen Saison als Aufsteiger und Underdog recht sicher in der Klasse halten konnte, lag auch an den zahlreichen Überraschungsmomenten, die das Team für die Gegner parat hatte. Oft mit Blick auf die Stärken, Schwächen und Ausrichtungen des Gegners suchte das Trainerteam nach Lösungen, die der eigene Kader für die jeweilige Aufgabe hergibt.

Hatte 96 in der gesamten Vorbereitung im 4-4-2 mit zwei Sechsern agiert, so war beim 0:0 zur Heimspielpremiere gegen Dortmund am Freitag der Zeitpunkt für eine der bekannten Variationen gekommen. "Wir haben gutes Positionsspiel gezeigt und regeneriert für die Momente, in denen wir pressen mussten", hielt André Breitenreiter zunächst grundsätzlich fest, "wir waren dran, waren aggressiv und haben uns geholfen." Es sei ein ähnlicher Plan wie in der vergangenen Saison beim 4:2-Heimsieg gegen die Dortmunder gewesen. "Auch, wenn wir zu Beginn des Spiel alle reinlegen wollten, indem wir uns im 4-4-2 angeordnet haben ...", schmunzelte der Coach über einen gelungenen Schachzug.

Bebou in Manndeckung gegen Witsel

Denn der Taktikfuchs stellte sein Team vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld in der besagten, bislang in dieser Saison bevorzugten Formation - und damit bewusst "falsch" - auf. "Das haben wir gemacht, weil natürlich jeder bei Beginn auf den Platz guckt und sich sofort notiert, wie die Mannschaft spielt." Möglicherweise führte 96 damit Borussias Analysten auf der Tribüne, die seit dieser Saison ja wie in allen Klubs Funkkontakt zur Trainerbank haben, kurzzeitig hinters Licht. "Nachdem der Ball nach 30 Sekunden zum ersten Mal im Aus war, haben wir sofort gewechselt auf das 3-4-1-2-System - das haben die Jungs dann mit Herz und viel Leidenschaft umgesetzt."

Linksverteidiger Miiko Albornoz hatte dabei zu den Sechsern Walace und Iver Fossum aufgeschlossen, rechts komplettierte diese Viererreihe Youngster Linton Maina. Zentral agierte hinter den beiden Spitzen der eigentliche Flügelspieler Ihlas Bebou gar in Manndeckung gegen Dortmunds Aufbauspieler Axel Witsel - und half mit, dass Hannover mit anfänglichem Griff in die Trickkiste und aufgegangener Taktik zumindest einen Punktgewinn gegen den Favoriten aus Westfalen erzielte.

Michael Richter

Sonderheft Champions League 2018/19
 
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weitere Infos zu Breitenreiter

Vorname:André
Nachname:Breitenreiter
Nation: Deutschland
Verein:Hannover 96


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