Schiedsrichter-Boss kritisiert Entscheidung

Fröhlich räumt ein: Hummels hätte Rot sehen müssen

Bundesliga - 13.08. 22:10

Referee Marco Fritz musste sich nach dem Supercup zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt (5:0) einige kritische Fragen gefallen lassen. Vor allem zwei Szenen erregten die Gemüter. Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hat zu diesen nun Stellung genommen - und sah in einer Fehlentscheidung noch etwas Gutes.

Rot statt Gelb: Mats Hummels bringt Mijat Gacinovic als letzter Mann zu Fall. © Getty Images

Als Mijat Gacinovic kurz vor der Pause Richtung Bayern-Tor lief, stand es schon 2:0 für den Rekordmeister. Dennoch: Hätte Bayern-Verteidiger Mats Hummels in dieser Situation die Rote Karte gesehen - er hatte den Frankfurter als letzter Mann von den Beinen geholt -, hätte die Partie noch einmal eine Wende nehmen können.

Fritz beließ es bei Gelb - und lag damit falsch. Das räumte inzwischen Schiedsrichter-Boss Fröhlich ein. "Die korrekte Entscheidung wäre, dass Mats Hummels mit Rot des Feldes verwiesen wird. Wenn der Schiedsrichter hier nur Gelb zeigt, dann ist der Video-Assistent normalerweise bei diesem klaren Sachverhalt gefordert, dem Schiedsrichter mitzuteilen, dass das Bildmaterial für einen Feldverweis spricht", sagte Fröhlich in einem am Montagabend auf der DFB-Homepage veröffentlichten Interview. Es sei aus seiner Sicht jedoch "gut, dass wir eine solche Situation nochmal im Vorfeld des Bundesligastarts haben. So können wir nochmal ausdrücklich darlegen, wann ein Eingriff erforderlich ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen."

Hummels selbst wusste, dass er in dieser Szene Glück gehabt hatte. Er hätte sich über Rot "für eine Notbremse nicht beschweren können", erklärte der Weltmeister nach dem Spiel .

Auch beim Ellbogencheck von David Abraham gegen Robert Lewandowski beließ es Fritz bei einer Verwarnung (70.). Dazu sagte Fröhlich: "Da die Ausholbewegung nicht so extensiv ausgeführt wird, zeigt der Schiedsrichter Abraham die Gelbe Karte. Der Video-Assistent greift hier nicht ein, wenn der Schiedsrichter die Situation für sich auf der Basis einer schlüssigen Wahrnehmung so bewertet hat."

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