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21.07.2018, 16:45

Kommentar von Mounir Zitouni

Wucherpreise in Klagenfurt: Chance verpasst

Am Samstag standen sich in Kärnten die zwei Top-Klubs aus Paris und München im Rahmen des ICC (International Champions Cup) gegenüber. Die Arena war aber nur zur Hälfte gefüllt - angesichts der Ticketpreise verwunderte das nicht. Ein Kommentar von Mounir Zitouni.

Bayern-Trainer Niko Kovac
Teures Testspiel: Wer Bayern-Trainer Niko Kovac und Co. sehen wollte, musste tief in die Tasche greifen.
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Klagenfurt am Wörthersee. Schön ist es hier in Kärnten. Berge, Seen, Wälder, gutes Essen, freundliche Menschen machen die Gegend zur beliebten Urlaubsgegend. Kein Wunder also, dass die Organisatoren des ICC (International Champions Cup) 2018 die österreichische Stadt zu einem der 18 Austragungsorte gemacht hat, die weltweit die Spiele dieses Testspielwettbewerbs beherbergen.

Der ICC kleckert nicht, er klotzt. 18 Teams aus 6 Ländern nehmen teil, darunter alle Größen des Kontinents. Real, Barca, Juventus, Manchester City, Liverpool, Chelsea, Bayern, Dortmund. In sieben Ländern finden die 22 Partien statt. Singapur, Dublin, Zürich, Faro, Miami, Pasadena oder eben Klagenfurt heißen die Spielorte. Jedes Team bestreitet drei Spiele. Eine nette Idee, Fußballfans weltweit hochwertigen Vorbereitungsfussball zu präsentieren. Zumal es auch um nicht wenig Geld geht. Alle könnten davon profitieren. Spieler, Vereine und Fußballfans. Eigentlich.

Doch um solche Spiele wirklich zu einem Erfolg werden zu lassen, muss man auch die lokalen Gegebenheiten kennen. In Klagenfurt, wo ringsherum tausende von Familien ihr Urlaubsdomizil aufschlagen, war die Arena bei der Partie Bayern gegen Paris bei weitem nicht ausverkauft. Kein Wunder bei den extremen Eintrittspreisen.

65 Euro für eine ermäßigte Karte

Anstatt die Partie in der Urlaubsregion mit günstigen Tickets zum Familienevent werden zu lassen schreckten die Macher mit den Wucher-Preisen viele urlaubende Fans ab. 65 Euro kostete in Klagenfurt die ermäßigte Karte für ein Kind, 75 Euro musste der Erwachsene hinlegen. Eine Familie, die mit zwei Fußballbegeisterten Kindern ins Wörthersee-Stadion gehen wollte, musste so 280 Euro zahlen. Inklusive Würstchen und Cola käme man auf über 300 Euro für ein Test-Spiel, das gerade in der zweiten Halbzeit auch vielen unbekannten Akteuren Spielpraxis gibt.

Mounir Zitouni
kicker-Redakteur Mounir Zitouni.
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Viele Fans schüttelten ob der Preise am Samstag nur den Kopf, zahlten angesichts der freudigen Erwartungshaltung der Kinder aber trotzdem. Die Organisatoren haben in Klagenfurt die Chance verpasst, mit einer klügeren Preispolitik das Spiel zu einem familien- und fanfreundlichen Highlight zu machen.

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