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14.06.2018, 13:25

Veranstaltung zum 25-jährigen Jubliäum des ersten Freiburger Aufstiegs

Finke: "Trink dein Bier aus und morgen machst du ein gutes Spiel"

25 Jahre ist es her, dass der SC Freiburg zum ersten Mal in die Bundesliga aufgestiegen ist, und das wird mit mehreren Veranstaltungen und einem Jubiläumsspiel gefeiert. Vor dem Saisonstart soll es eine Neuauflage des ersten Bundesligaspiels gegen Bayern München geben. Einige Spieler haben schon ihre Zusage gegeben und auf der Bank des SC wird Volker Finke sitzen, wie der ehemalige Trainer bei einer Veranstaltung in Freiburg bestätigte.

Pressesprecher Dietrich zur Nedden, Andreas Bornemann, Martin Spanring und Volker Finke (v.l.)
Pressesprecher Dietrich zur Nedden, Andreas Bornemann, Martin Spanring und Volker Finke (v.l.) am Mittwochabend.
© kicker

Finke hatte anlässlich des Jubiläums zu einer Reise in die Vergangenheit eingeladen, zu der er sich seine früheren Spieler Martin Spanring und Andreas Bornemann und den ersten Pressesprecher Dietrich zur Nedden an die Seite holte. Unter dem Titel "Wie war das damals?" bekamen die Zuhörer im ausverkauften Vorderhaus neben Filmbeiträgen über das aufregende erste Jahr im Fußball-Oberhaus auch einige Anekdoten serviert, für die vor allem Spanring und Bornemann zuständig waren. Finke und zur Nedden gaben Einblicke in die Arbeitsbedingungen der Anfangszeit. "Viele denken, es kann doch gar nicht sein, dass die da nur mit Ehrenamtlichen gearbeitet haben - aber es war so", sagte der Ex-Coach.

Im ersten Bundesligajahr hatten die sogenannten "Breisgau-Brasilianer" mit ihrer neuen Taktik einige der Etablierten überrascht und Siege gegen Bayern und Dortmund gefeiert. Am Ende der Saison drohte dennoch der Abstieg, der nach einer Heimniederlage gegen Dresden so gut wie besiegelt schien. "Da gingen auch innerhalb der Mannschaft die Diskussionen über unsere Spielweise los, ob wir als Aufsteiger nicht zu offensiv spielen", erzählte Finke. Jens Todt, den er vom TSV Havelse mit nach Freiburg gebracht hatte, habe sich dann zum Wortführer aufgeschwungen und dafür stark gemacht, "dass wir bei dem bleiben, was uns stark gemacht hat". Bornemann bezeichnete die Spielweise von damals als "das Nonplusultra von heute - es heißt nur anders".

Bornemann: "Ich hatte in Nürnberg am Anfang nicht so einen leichten Stand"

Und sie hat auch zum zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Erfolg geführt. Mit drei Siegen - in Stuttgart, gegen Leipzig und zum Abschluss in Duisburg, begleitet von 10.000 Fans - schaffte der Sport-Club 1994 doch noch den Klassenerhalt und schickte den 1. FC Nürnberg in die Zweite Liga. "Über Freiburg lacht die Sonne, über Nürnberg die ganze Welt", war auf einem Banner beim Duisburg-Spiel zu lesen, an das auch Bornemann an dem Abend im Vorderhaus erinnerte. "Ich hatte in Nürnberg anfangs nicht so einen leichten Stand", berichtete der FCN-Sportvorstand.

Jens Todt und Rodolfo Esteban Cardoso
Die damaligen Freiburger Jens Todt und Rodolfo Esteban Cardoso feiern 1994 den Klassenerhalt nach einem 2:0 in Duisburg.
© imagoZoomansicht

Denn nur fünf Jahre später waren die Freiburger erneut an einem dramatischen Abstieg der Nürnberger beteiligt, als sie dort am letzten Spieltag mit 2:1 gewannen. Als Spieler habe er zu der "tollen Zeit" zwar nicht viel beitragen können, sagte Bornemann, der nur auf sechs Erstliga-Einsätze kam. Er wurde von Finke aber für seine wichtige Rolle beim SC gelobt, zunächst als Verbindungsspieler in die zweite Mannschaft, in der er zu den Stützen zählte, danach als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und später als Manager. Sportlich hatte Martin Spanring an den Erfolgen den größeren Anteil, der für den Sport-Club von 1993 bis 1997 insgesamt 101 Spiel bestritten und zehn Tore erzielt hat. Vor allem, dass er dreimal gegen die Bayern gespielt und dreimal gewonnen hat, macht den 48-Jährigen noch heute stolz.

Vor dem entscheidenden Spiel in Duisburg zum Abschluss der ersten Bundesligasaison habe er jeden Abend mit seinem Kumpel Jens Todt zusammen gesessen, der ständig gesagt habe: "Wir schaffen das!" Irgendwann habe er das dann auch geglaubt. Welche Getränke dabei auf dem Tisch gestanden haben, erzählte der zuvor als "Altstadt-König" von Düsseldorf titulierte Abwehrspieler nicht. Er verriet jedoch, dass er auch vor Spielen nicht immer ganz abstinent gelebt hat. Einmal sei er bei einem Italiener in der Stadt gewesen, wo er ein oder zwei Biere getrunken habe. Als plötzlich Finke hereinkam und sich zu ihm setzte, sah er schon seine Einsatzchancen für den kommenden Tag auf den Nullpunkt sinken, täuschte sich aber. "Trink dein Bier aus und morgen machst du ein gutes Spiel", habe der Trainer zu ihm gesagt.

Daniela Frahm

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:SC Freiburg
Gründungsdatum:30.05.1904
Mitglieder:17.000 (15.10.2018)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Schwarzwaldstraße 193
79117 Freiburg im Breisgau
Telefon: (07 61) 38 55 10
Telefax: (07 61) 38 55 11 50
E-Mail: scf@scfreiburg.com
Internet:http://www.scfreiburg.com


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