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22.05.2018, 00:33

Trainer Labbadia will den Neuanfang mitgestalten

Leere, Freude, Wein: Wolfsburg nach der Rettung

Mit einem 1:0 am Montagabend in Kiel hat der VfL Wolfsburg zum zweiten Mal binnen eines Jahres den Klassenerhalt in der Relegation sichergestellt. Einmal mehr bewahrte Bruno Labbadia einen Klub vor dem Waterloo - und will nun den Neuanfang mitgestalten.

Bruno Labbadia
Abgehoben: Bruno Labbadia bejubelt am Montagabend Robin Knoches Tor in Kiel.
© imagoZoomansicht

Natürlich fiel erst mal eine immense Last von Bruno Labbadia ab. Wolfsburgs Trainer war einfach nur froh, den Absturz des VfL in die zweite Liga abgewendet zu haben, dennoch kam keine uneingeschränkte Freude in ihm auf, nachdem Schiedsrichter Daniel Siebert am Montagabend zum letzten Mal im Holstein-Stadion in seine Pfeife gepustet hatte. "Jetzt bin ich erst mal nur leer, weil ich weiß, was hinter uns ist", sagte Labbadia, als er nach dem 1:0 in Kiel vor den "Eurosport"-Kameras saß.

"Es war mein schwierigster Job, den ich bisher im Fußball hatte", meinte Labbadia, "da sind einfach so viele Dinge zusammengekommen." Er meinte: die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle seiner Spieler, die Anfeindungen der eigenen Fans, die Wirrungen um den Sportdirektorposten - und die sportlich wochenlang angespannte Situation.

All das machte Labbadias Mission, Wolfsburg in der Bundesliga zu halten, zu einer höchst anspruchsvollen Aufgabe. Doch Labbadia meisterte sie. "Heute können wir uns wirklich freuen", sagte der 52-Jährige und kündigte an: "Heute werden wir ein Gläschen Wein trinken und es uns gut gehen lassen."

"Ich habe in den letzten Wochen oft die Faust in der Tasche geballt"

Gleichwohl weiß er: Beim VfL muss sich nun einiges ändern, um nicht noch einmal eine derart verkorkste Saison zu erleben wie die soeben vergangene. Labbadia will die Zukunft in Wolfsburg selbst mitgestalten, schließlich hat er in den vergangenen Wochen jede Menge Arbeit und Herzblut in die Mission Klassenverbleib investiert.

Spielbericht

"Jetzt fängt die Arbeit an", sagte Labbadia, "wir haben jetzt ein oder zwei Tage, in denen wir kurz runterfahren, dann werden wir anfangen." Und der Coach wird sich zunehmend gemäß seiner eigenen Vorstellungen einbringen, schließlich habe er sich zuletzt mit einigen Dingen arrangiert, da ohnehin viel Hektik herrschte, wie er sagte: "Ich habe in den letzten Wochen oft die Faust in der Tasche geballt."

Nun beginnt die Zukunft - für die die Erfahrungen auf der Zielgeraden dieser Saison hilfreich sein dürften. Denn daran, so Labbadia, "kann eine Mannschaft auch wachsen, darauf hoffe ich".

lei

Bundesliga-Relegation, 2017/18, Relegation
Holstein Kiel - VfL Wolfsburg 0:1
Holstein Kiel - VfL Wolfsburg 0:1
Angespannte Miene

Eigentlich könnte Bruno Labbadia angesichts des 3:1 aus dem Hinspiel entspannt in die Partie gehen. Doch angesichts der starken Schlussphase der Kieler in Wolfsburg warnt er vor Überheblichkeit.
© imago

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