Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
13.05.2018, 19:20

Ginczeks Schlüsselrolle bei Stuttgarts 4:1-Sieg

Die Idee hinterm VfB-Coup: Wie Korkut Bayern knackte

4:1. Beim FC Bayern. Das ist ein furioses Finale nach einer ohnehin schon sensationellen Rückrunde des VfB Stuttgart, der sich in der 2018er Halbjahrestabelle Rang zwei hinter dem Meister sicherte. Entscheidend für den Sieg: der Plan von Tayfun Korkut.

Tayfun Korkut ballt in München die Faust
Mehr Treffer kassierten die Bayern zuletzt 2008: VfB-Trainer Tayfun Korkut ballt in München die Faust.
© imagoZoomansicht

Als der Trainer im Vorfeld des Gastspiels Michael Reschke seine Idee erklärte, befand der Sportvorstand "den Plan, den er hatte, nachvollziehbar und gut. Nur habe ich mir gedacht: Tayfun, unter uns: Die spielen mit der vollen Kapelle, der Jupp hat sein letztes Spiel. Dass der Plan aufgeht, ist zumindest mit einem Fragezeichen versehen." Auch der 60-Jährige rechnete keinesfalls damit, an alter Wirkungsstätte etwas zu holen. Überrascht sagte er nach dem Coup: "Ich muss sagen: Daraus sind drei Ausrufezeichen geworden."

Eigentlich eher vier Ausrufezeichen, gelangen dem Aufsteiger doch vier Tore - letztmals mussten die Bayern beim 2:5 am fünften Spieltag der Saison 2008/09 gegen Werder (2:5) mehr Treffer in der Liga vor eigenem Publikum hinnehmen.

"Wir sind eine Mannschaft, die die Fähigkeit hat, zu leiden"

Korkuts Plan also ging auf. Wie üblich agierte der 44-Jährige mit einer Viererkette. Verändert dagegen hatte er die Statik im Mittelfeld. Statt Doppelsechs in Abwesenheit der gesperrten Aogo und Ascacibar und zwei offensiven Flügeln setzte er auf ein noch massierteres Zentrum. Mit Orel Mangala als tiefem Sechser kam viel Körperlichkeit auf den Platz. An seiner Seite ackerte Christian Gentner.

"Wer uns die letzten Wochen und Monate gesehen hat, hat gesehen, dass wir eine Mannschaft sind, die nicht in Hektik verfällt und die Fähigkeit hat, zu leiden. Das mussten wir heute auch in der Anfangsphase", lobte der Kapitän, der immer wieder half, Franck Ribery zu doppeln. Erik Thommy rückte dem Duo meist zur Seite und schob über halblinks nach vorne. Gegen den Ball komplettierten Anastasios Donis (rechts) und Daniel Ginczek (links) einen Fünferriegel vor der tief stehenden Viererkette.

Die Bayern bleiben im engen Netz hängen - Ginczek wird zum taktischen Trumpf

Durch dieses enge Netz brachte die Münchner Passmaschine nur schwer Bälle, oft mit hohem Risiko verbunden. Fing ein VfB-Mann ein Zuspiel ab, ging es häufig direkt mit einem oder zwei Pässen in die Tiefe, wo Donis und über links Emiliano Insua ihre Dynamik hervorragend ausspielten. "Der Schlüssel war, dass wir auch etwas nach vorne versucht haben", wusste Ron-Robert Zieler, dessen Klasse-Leistung freilich auch nötig war für diesen starken Saisonabschluss.

Interessant anzusehen war auch der taktische Kniff, Ginczek vor Insua auf die linke Bahn zu beordern. Gut möglich, dass die Bayern den wuchtigen 27-Jährigen als Wandspieler im Angriffszentrum erwartet hatten. Im Ballbesitz sprintete er auch dort hin und sorgte so für mangelhafte Zuordnung, gut zu beobachten vor dem 1:0. Chadrac Akolo dagegen zog sich aus diesem Raum zurück und war so gemeinsam mit den Nachrückern Gentner, Thommy und Insua ein Garant für zweite Bälle. Und dafür, dass Korkuts Plan tatsächlich aufging.

Benni Hofmann

Nach Abstieg des Hamburger SV
Aus 16 mach Null: Das machen die Gründungsmitglieder heute
Gründungsmitglieder
Von Liga eins bis vier - alles ist dabei

Am 34. Spieltag der Saison 2017/18 ist mit dem Hamburger SV auch das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga nach 55 Jahren ununterbrochener Ligazugehörigkeit abgestiegen. Während die Hanseaten nun das erste Mal den bitteren Gang in die zweite Liga antreten müssen, spielen die anderen 15 Teams heutzutage teilweise im Amateurbereich. Was die Gründungsmitglieder der Bundesliga aus dem Jahr 1963 heute machen - klicken Sie sich durch...
© Getty Images (1), imago (3)

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Ginczek

Vorname:Daniel
Nachname:Ginczek
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg
Geboren am:13.04.1991

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München92:2884
 
2FC Schalke 0453:3763
 
3TSG Hoffenheim66:4855
 
4Borussia Dortmund64:4755
 
5Bayer 04 Leverkusen58:4455
 
6RB Leipzig57:5353
 
7VfB Stuttgart36:3651
 
8Eintracht Frankfurt45:4549
 
9Bor. Mönchengladbach47:5247
 
10Hertha BSC43:4643
 
11Werder Bremen37:4042
 
12FC Augsburg43:4641
 
13Hannover 9644:5439
 
141. FSV Mainz 0538:5236
 
15SC Freiburg32:5636
 
16VfL Wolfsburg36:4833
 
17Hamburger SV29:5331
 
181. FC Köln35:7022

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine