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12.05.2018, 17:54

Überblick: Stuttgart siegt in München und ist Siebter

HSV steigt erstmals ab - BVB zittert sich in Königsklasse

Die 55. Bundesliga-Saison endet mit dem erstmaligen Abstieg des Gründungsmitglieds Hamburger SV. Die Hanseaten gewannen zwar gegen Gladbach, doch aufgrund des Wolfsburger 4:1-Sieges gegen Absteiger Köln bleibt die Titz-Elf auf Platz 17 stehen. Der VfL indes geht wie in der vergangenen Spielzeit in die Relegation, Freiburg rettet sich durch das 2:0 gegen Augsburg. Dortmund hat sich trotz des 1:3 bei der TSG Hoffenheim in die Königsklasse gezittert - nur wegen der Tordifferenz bleibt die Stöger-Elf Vierter. Bayer und Leipzig spielen Europa League, Stuttgart darf als Überraschungssieger in München und Siebter ebenso von Europa träumen.

HSV siegt und steigt ab - Chaos am Spielende

Hamburg am Ende: Nach dem Abstieg versammelt Trainer Titz seine Mannschaft.
Hamburg am Ende: Nach dem Abstieg versammelt Trainer Titz seine Mannschaft.
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Der Hamburger SV ist nach 55 Jahren abgestiegen. Das Gründungsmitglied der Bundesliga muss trotz des 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach den bitteren Gang ins Unterhaus antreten. Dabei begann die Partie für die Hanseaten recht verheißungsvoll - die Titz-Elf spielte munter nach vorne und bekam nach einer VAR-Entscheidung einen Handelfmeter zugesprochen. Hunt schnappte sich den Ball und drosch ihn zum vielumjubelten Führungstor in die Maschen. Der Dino hatte alles im Griff und doch mussten die Hamburger den Ausgleich hinnehmen - Drmic vollendete einen mustergültigen Konter zum 1:1-Halbzeitstand. Nach Wiederbeginn drängte der HSV energisch auf die erneute Führung, doch mehrmals vereitelte Keeper Sommer den Hamburger Jubelschrei. Bei einem Konter über Wendt rettete Sakai auf der Linie, die Überprüfung per Video-Schiedsrichter ergab kein Handspiel. Kurz darauf machte Holtby per Linksschuss das 2:1 für die Titz-Elf, so dass das Hoffen, auch nach Woods Ampelkarte, von Neuem begann. Angesichts des Ergebnisses in Wolfsburg genügte der Heimsieg des HSV aber nicht.

Wolfsburg besiegt Köln und muss erneut in die Relegation

Erste Erlösung: Wolfsburg besiegte Köln, muss aber wieder in die Relegation. Dort wartet Kiel.
Erste Erlösung: Wolfsburg besiegte Köln, muss aber wieder in die Relegation. Dort wartet Kiel.
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Wolfsburg muss trotz des 4:1 gegen den schon als Absteiger feststehenden 1. FC Köln wie in der vergangenen Saison in die Relegation. Damals hieß der Gegner Braunschweig, diesmal geht es gegen Holstein Kiel in die Verlängerung. Die Wölfe erwischten einen Blitzstart, noch keine Minute war gespielt, da zappelte der Ball im Netz des FC-Kastens. Guilavogui hatte von der Strafraumkante abgezogen und rechts unten getroffen. Als Brekalo eine Riesenchance zum 2:0 vor dem leeren Tor versiebte, begannen die Nerven der Wölfe zu flattern. Zudem agierten die Kölner nach dem frühen Rückstand auf Augenhöhe und kamen durch ein Traumtor von Hector zum verdienten Ausgleich. Der Nationalspieler nahm den Ball in der Drehung gekonnt mit und chippte ihn aus spitzem Winkel ins VfL-Tor. In Hälfte zwei erhöhten die Niedersachsen die Schlagzahl, kamen allerdings nach einem Konter zum 2:1. Malli bediente Origi und die Liverpool-Leihgabe musste den Ball nur noch über die Linie schieben. War der Widerstand des FC damit gebrochen? Mitnichten! Die Ruthenbeck-Elf versuchte weiter, sich mit einem Zähler beim VfL zu verabschieden, doch die Labbadia-Elf machte durch Knoche das vorentscheidende 3:1, Brekalo besorgte den 4:1-Endstand. Das reichte für die Relegation.

Streich-Elf rettet sich aus eigner Kraft

Freiburg hat sich aus eigener Kraft in der Liga gehalten. Die Breisgauer, ohnehin mit der besten Ausgangslage in den 34. Spieltag gegangen, besiegten den FC Augsburg mit 2:0. Nach ausgeglichener erster Hälfte erwischte die Streich-Elf nach dem Seitenwechsel den besseren Start und markierte durch Höfler den Führungstreffer. Kurz darauf erhöhte Kleindienst zum 2:0 und entschied die Partie damit endgültig.

Krimi um die Königsklasse! BVB zittert sich zu Platz 4 - 1899 wird 3.

Mit einer Niederlage in die Königsklasse: Reus verlor mit dem BVB bei der TSG Hoffenheim, erreichte aber als Vierter das Minimalziel.
Mit einer Niederlage in die Königsklasse: Reus verlor mit dem BVB bei der TSG Hoffenheim, erreichte aber als Vierter das Minimalziel.
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Was für ein Zitterspiel für Borussia Dortmund! Der BVB zog im viel beschworenen "Endspiel" bei 1899 Hoffenheim mit 1:3 den Kürzeren. Am Ende reichte das aber noch zu Platz 4 und der Champions-League-Teilnahme, weil Leverkusen gegen Hannover zum Abschluss nur 3:2 gewann. Hoffenheim, Dortmund und Bayer liefen gleichauf mit 55 Punkten ein, die bessere Tordifferenz spricht aber für 1899 (+18) und den BVB (+17) - Leverkusen (+14) muss sich mit Platz 5 und der Europa League begnügen.

Ein dicker Patzer von BVB-Torhüter Bürki leitete die Hoffenheimer Führung durch Kramaric ein (26.). Reus (58.) glich nach dem Wechsel zwar für Schwarz-Gelb aus, doch erst besorgte Szalai (63.) die erneute Hoffenheimer Führung, dann sorgte Kaderabek (73.) mit seinem Tor zum 3:1 für Jubelstürme im Kraichgau - nun hatte die TSG den BVB überholt.

Zu diesem Zeitpunkt führte Leverkusen gegen Hannover nach Toren von Alario (3./18.) und Brandt (56.) mit 3:0, brauchte noch zwei Tore, um Dortmund von Platz 4 zu kegeln. Und es schien noch knapper zu werden, als Schiedsrichter Winkmann nach einem Zweikampf zwischen Bebou und Bellarabi zunächst auf Elfmeter entschied. Kießling wurde eingewechselt und sollte - in seinem letzten Bundesligaspiel - den Strafstoß schießen. Doch daraus wurde nichts, denn der Video-Beweis wurde zu Rate gezogen, der Elfmeterpfiff zurückgenommen (85.). Leverkusen machte nun auf und fing sich in der Nachspielzeit noch Gegentreffer durch Füllkrug und Harnik.

So konnte sich Dortmund am Ende mit Hoffenheim freuen, beim BVB durfte Torwart-Urgestein Weidenfeller in der Nachspielzeit sogar noch einmal für Bürki ran.

Leipzig nach klarem Sieg in Berlin Sechster

Leipzigs Chancen auf die erneute Champions-League-Qualifikation waren vor dem abschließenden Auftritt bei Hertha BSC gering gewesen. Im Olympiastadion erledigten die Sachsen aber ihre Pflicht: Upamecanos frühes Führungstor (2.) glich Ibisevic (4.) zwar schnell aus, doch Lookman (8.) und Augustin (22.) stellten die Weichen für Leipzig schon vor der Pause wieder auf Sieg. Hertha-Torhüter Jarstein machte jeweils keine gute Figur. Nach dem Wechsel wurde es noch deutlicher: Werner (49.) und erneut Augustin (54.) schraubten das Ergebnis in die Höhe, Kalou (64.) verkürzte noch auf 2:5, doch Bruma besorgte den 6:2-Endstand für RB. Leipzig beendet die Saison damit als Sechster und startet nächste Saison in der Europa League.

4:1 in München! VfB auf Platz 7 - kicker-Kanone für Lewandowski

Die Bayern bekommen die Schale, die Stuttgarter jubeln über den Sieg und Platz sieben - das lässt den VfB von Europa träumen.
Die Bayern bekommen die Schale, die Stuttgarter jubeln über den Sieg und Platz sieben - das lässt den VfB von Europa träumen.
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Stuttgart träumt weiter von Europa! Zum Saisonausklang gelang dem VfB ein 4:1-Auswärtscoup beim FC Bayern München. Der deutsche Meister verteidigte gegen die Schwaben allzu sorglos, fing sich gleich vier Kontertore ein. In der ersten Hälfte setzte der starke Donis zweimal zu langen Sololäufen an. Einmal legte der Grieche für Ginczek auf (5.), einmal vollendete er selbst und besorgte nach Tolissos Ausgleich (21.) damit die erneute VfB-Führung (42.). Und es ging so weiter für die Stuttgarter, auch weil Bayern (Martinez, Lewandowski) seine Chancen nicht nutzte: Insua flankte punktgenau für Akolo (52.), Ginczek staubte nach Thommy-Kopfball ab (55.) - 4:1 für die Stuttgarter! Durch den überraschenden Erfolg beim Rekordmeister, beim dem sich Trainer Jupp Heynckes somit mit einer Niederlage aus der Bundesliga verabschiedet, kletterte der VfB noch auf Platz 7 und wird nun Bayern die Daumen drücken. Gewinnt der FCB das Pokalfinale gegen Frankfurt, qualifiziert sich Stuttgart in der Aufstiegssaison für die Europa League. Robert Lewandowski sicherte sich zum dritten Mal die kicker-Torjägerkanone, die Chefreporter Karlheinz Wild nach der Partie übergab.

Frankfurts letzte Hoffnung heißt Berlin - Bremen siegt in Mainz

Eintracht Frankfurt musste sich auf Schalke mit 0:1 geschlagen geben (Tor: Burgstaller, 27.) und rutschte in der Tabelle am letzten Spieltag noch auf Platz 8 ab. Will die SGE den Zug nach Europa noch erwischen, muss sie am kommenden Samstag in Berlin nun den DFB-Pokal gewinnen.

Die Mainzer hatten sich am 33. Spieltag in Dortmund die Liga gesichert und wollten am Saisonausklang den vierten Sieg in Folge einfahren. Doch gegen die Bremer ging dieses Vorhaben schief. Die Rheinhessen verloren gegen den SV Werder 1:2. Gbamin brachte den FSV in Front, doch Kainz glich prompt aus. In der Schlussphase erzielte Gebre Selassie den Siegtreffer für die Norddeutschen.

bst/ski

Bilder des Spieltages
Bundesliga, 2017/18, 34. Spieltag
Bundesliga, 2017/18, 34. Spieltag
In München...

... wartete die Meisterschale auf die Bayern-Spieler.

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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München92:2884
 
2FC Schalke 0453:3763
 
3TSG Hoffenheim66:4855
 
4Borussia Dortmund64:4755
 
5Bayer 04 Leverkusen58:4455
 
6RB Leipzig57:5353
 
7VfB Stuttgart36:3651
 
8Eintracht Frankfurt45:4549
 
9Bor. Mönchengladbach47:5247
 
10Hertha BSC43:4643
 
11Werder Bremen37:4042
 
12FC Augsburg43:4641
 
13Hannover 9644:5439
 
141. FSV Mainz 0538:5236
 
15SC Freiburg32:5636
 
16VfL Wolfsburg36:4833
 
17Hamburger SV29:5331
 
181. FC Köln35:7022

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