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16.04.2018, 16:42

Aktueller Coach könnte Umbruch für Nagelsmann vorbereiten

Stöger oder Favre? Die denkbaren BVB-Szenarien

Nach der Derbypleite auf Schalke sah sich Peter Stöger wieder einmal heftiger Kritik ausgesetzt. Auch der Österreicher selbst gab sich genervt. Dass seine Zeit als BVB-Trainer im Sommer endet, ist aber noch nicht entschieden - zwei Szenarien sind denkbar.

Peter Stöger
Mit Händen in den Taschen: Peter Stöger sah sich nach dem Derby wieder einmal Kritik ausgesetzt.
© imagoZoomansicht

Als Peter Stöger kurz nach seiner Entlassung beim 1. FC Köln Trainer von Borussia Dortmund wurde, lachte der Österreicher vor Freude über die erstaunliche Wende, die seine Trainerkarriere genommen hatte. Vier Monate später ist von der damaligen Freude nicht mehr viel übriggeblieben. Nach dem 0:2 im Derby gegen Schalke am Sonntag sieht sich der von seiner Elf erneut im Regen stehen gelassene 52-Jährige - wieder einmal - heftiger Kritik ausgesetzt. Vor allem vom eigenen Anhang.

Die Macht der Bilder ist nicht zu unterschätzen. Das gilt in der Politik wie im Fußball. Erst recht, wenn ein Spiel so im Zentrum des Interesses steht wie das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. Mehr als 60.000 Zuschauer in der Schalker Arena und mehrere Millionen an den TV-Geräten bekamen am Sonntag zwei Trainer zu sehen, wie sie gegensätzlicher im Auftritt kaum sein könnten.

Kritik an Stögers Körpersprache

Auf der einen Seite Domenico Tedesco, der 32-jährige Schalke-Coach, der während der Partie so viel Körpereinsatz zeigte wie seine Profis und nach dem 2:0-Sieg aufs Fan-Podest stieg. Auf der anderen Seite Peter Stöger, der 20 Jahre ältere BVB-Trainer, der die sich anbahnende Niederlage seiner Elf ohne erkenntliche Regung aufnahm und zuweilen mit den Händen in den Hosentaschen in seiner Coaching Zone stand. So einer könne doch keine Mannschaft emotionalisieren, lautete der Vorwurf vieler BVB-Fans, die sich nach der Partie in den sozialen Netzwerken äußerten.

Nun tat der wie gewohnt in BVB-Fankleidung gekleidete Stöger auf Schalke nichts anderes als sonst in seiner Trainerkarriere. Der Österreicher ist keiner dieser Fußballlehrer, die wie Derwische an der Seitenlinie entlangfegen und ihren Job während der 90 Minuten als Hochleistungssport verstehen. Acht Siege und fünf Remis fuhr der BVB unter Stögers Leitung ein, ohne dass er durch hohen Körpereinsatz aufgefallen wäre.

Entscheidung über Stöger-Zukunft nach Leverkusen-Spiel

Und so ist beim BVB auch nach der schmerzhaften Derby-Niederlage noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen worden, ob Stögers Amtszeit im Sommer endet oder sein auslaufender Vertrag verlängert wird. Diese soll frühestens nach dem richtungweisenden Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag erfolgen (der kicker berichtete).

Stöger selbst schürte nach dem Derby Spekulationen, er sei inzwischen genervt vom in wichtigen Partien oft seltsam lethargischen Auftreten seiner Mannschaft. "Mein Dienstverhältnis geht bis 30. Juni. Und das ist auch gut so", sagte er gegenüber der "Sportschau".

Moderiert Stöger den Umbruch für Nagelsmann an?

Es war freilich nicht das erste Mal, dass er sich in dieser Form äußerte. Dennoch sind zwei Szenarien weiter denkbar: Entweder übernimmt zum 1. Juli Lucien Favre, der bereits im Vorjahr als Kandidat galt, aber damals nicht aus seinem Vertrag in Nizza herauskam. Oder aber Stöger bleibt noch mindestens ein weiteres Jahr, um den zwingend erforderlichen Umbruch zu moderieren und später den Stab möglicherweise an Julian Nagelsmann zu übergeben.

Der Hoffenheimer, der zuletzt wiederholt erklärte, noch mindestens ein weiteres Jahr bei der TSG zu bleiben, verspricht von allen Anwärtern auf den BVB-Job die meiste fußballerische Fantasie - und ist noch dazu bekannt für sein emotionales Coaching.

Thomas Hennecke, Matthias Dersch

Bundesliga, 2017/18, 30. Spieltag
FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:0
FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:0
"Die Farben von ganz oben"

Mit dem Slogan "Blau und Weiß - Das sind die Farben von ganz oben" wurden die Spieler auf dem Platz empfangen.
© Getty Images

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64 Leserkommentare

DanWei1
Beitrag melden
17.04.2018 | 17:33

Wie kann man junge Talente locken

Mir ist die Strategie des Vereins hier auch nicht ganz klar. Das vorgegebene Geschäftsmodell sollte [...]
Icke_Obein
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17.04.2018 | 16:08

Nicht mehr zum aushalten,

wie die Vereinsverantwortlichen, aktuell bei Köln und BVB aber auch so in der Vergangenheit, die Trainer [...]
BorisPasternak
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17.04.2018 | 14:17

"grimma305", Fußball ist immer noch ein Prollsport

Trotz der exorbitanten Zahlungen im Spitzenbereich. Wer sich an den Verhaltenscodex nicht hält, wird [...]
ToppiTrainergott
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17.04.2018 | 14:16

@Pramel

Lustig, ich habe nämlich geschwankt, ob ich Lobanowski oder Happel als Beispiel eines stoischen Trainers [...]
Pramel
Beitrag melden
17.04.2018 | 13:13

@ ToppiTrainergott

ich bin meistens bei Ihnen, (schon allein weil Ihnen die hier übliche Polemik weitgehend abgeht) aber [...]

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