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05.04.2018, 16:23

SC-Trainer erklärt seinen Wutausbruch

Streich: "Die Bilder haben nicht schön ausgesehen"

Die Pressekonferenz vor dem Kellerduell des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg nutzte SC-Trainer Christian Streich auch dazu, die Geschehnisse vom vergangenen Samstag aufzuarbeiten. Dass er von Schiedsrichter Tobias Stieler auf die Tribüne geschickt wurde, konnte er nachvollziehen, nachdem er die Bilder gesehen hat. Er versuchte aber auch, seinen Wutausbruch zu erklären.

Christian Streich
War auf Schalke kaum einzukriegen: Christian Streich.
© imagoZoomansicht

Vor dem Spiel sei noch alles in Ordnung gewesen, sogar mehr als das. Stieler sei zu ihm gekommen und habe sich für die unberechtigte Rote Karte entschuldigt, die er SC-Verteidiger Caglar Söyüncü im Hinrunden-Spiel beim VfB Stuttgart gezeigt hatte. "Das habe ich nicht erwartet, das war nett", sagte Streich. Auch angesichts dieser Szene habe er am Samstag "mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass es innerhalb von ein paar Minuten so aus dem Ruder läuft und sich so zuspitzt". Nach dem Elfmeter für Schalke und dem Platzverweis für Nils Petersen habe er "ein völliges Ohnmachtsgefühl" gehabt, auch weil ihm schon durch den Kopf gegangen sei, dass er auch gegen Wolfsburg auf seinen besten Torjäger wird verzichten müssen.

Es ist klar, dass das sanktioniert werden muss.Streich zeigt sich reumütig

Den anschließenden Wutausbruch gegenüber dem Schiedsrichter bezeichnete er allerdings als "nicht okay, und es ist klar, dass das sanktioniert werden muss". Er dürfte sich selbst ein bisschen erschrocken haben, als er die Berichte über die Niederlage gesehen hat. "Die Bilder haben nicht schön ausgesehen", gab Streich zu. Seine Co-Trainer hätten es zwar gut mit ihm gemeint, als sie versuchten, ihn zurückzuhalten, das habe aber nicht zu seiner Beruhigung beigetragen - im Gegenteil. "Ich kann es nicht ertragen, wenn mich jemand festhält und da will ich dann nur noch raus aus der Bedrängnissituation", erklärte der SC-Coach, gegen den nun der DFB-Kontrollausschuss ermittelt.

In Bezug auf die Gelbe und die Gelb-Rote Karte gegen seinen Kapitän hätte sich Streich allerdings ein "deeskalierendes" Verhalten von Stieler gewünscht. Petersens Sperre, die vom DFB-Sportgericht am Mittwoch bestätigt wurde, vom Verein aber noch angefochten wird, ist in Kombination mit einem möglichen Ausfall von Lucas Höler (Magen-Darm-Infekt) eine "Zuspitzung der Situation in der Offensive" (Streich). Wahrscheinlich wird dadurch gegen Wolfsburg Tim Kleindienst eine weitere Chance bekommen, der noch immer auf sein erstes Tor wartet.

Vier Tore in den letzten acht Spielen - alle schoss der gesperrte Petersen

In den letzten acht Spielen hat der SC insgesamt nur vier Tore erzielt - alle durch Petersen - und traf dabei nie öfter als einmal. Aber auch der Gegner strotzt nicht gerade vor Selbstvertrauen und hat unter Bruno Labbadia noch nicht gewonnen. In den letzten 14 Spielen hat der VfL jeweils höchstens einmal getroffen, insgesamt waren es acht Tore. "Wolfsburg wird auch nervös sein", vermutetet Streich, "sie wissen auch, dass sie in einer kritischen Situation sind." Da Labbadia großen Wert auf Disziplin und die Arbeit gegen den Ball lege, rechnet der SC-Coach damit, dass die Wolfsburger zunächst "sehr gut organisiert" sein werden, "auf Passfehler von uns lauern" und dann "versuchen, überfallartig zu Toren zu kommen".

Daniela Frahm

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weitere Infos zu Streich

Vorname:Christian
Nachname:Streich
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg

weitere Infos zu Petersen

Vorname:Nils
Nachname:Petersen
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:06.12.1988

weitere Infos zu Stieler

Vorname:Tobias
Nachname:Stieler
Verein:SG Rosenhöhe Offenbach
Verband:Hessen


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