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13.03.2018, 14:36

HSV: Erstes Training mit fünf U-21-Spielern

Titz plant die Radikalkur

Seine erste Trainingseinheit als Chefcoach der HSV-Profis hatte Christian Titz am Dienstagvormittag lautstark geleitet. Bei seiner offiziellen Präsentation vor den versammelten Medien redete der bisherige U-21-Trainer anschließend eher zurückhaltend-leise - aber klar.

Lewis Holtby und Christian Titz
Bei der Trainingseinheit am Dienstagvormittag: Lewis Holtby und Christian Titz.
© imagoZoomansicht

Das Wort "Neubeginn" hat für den 46-Jährigen programmatischen Charakter: "Ich stehe für eine eigene Spielidee, mit der ich vor drei Jahren hier im Nachwuchsbereich angetreten bin und die ich dann bis in die U 21 getragen habe. Jetzt hat der Verein entschieden, diese Spielidee auch im Profibereich zu installieren." Konkret: "Wir wollen mehr Ballbesitz und daran arbeiten, mit Ball mehr Lösungen in der Offensive zu finden."

Titz, dessen Beförderung nicht zuletzt von Nachwuchs-Boss Bernhard Peters forciert wurde, will also "Fußball spielen" - und damit die bisherige Spielweise der Rothosen komplett umkrempeln. Ob die sportlichen Stärken und Schwächen des Kaders eine solche Radikalkur tatsächlich möglich machen, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt. Auch wenn die Mannschaft mit der Defensivtaktik unter Bernd Hollerbach erkennbar nicht mehr weiterkam, bleibt festzuhalten: Die überzeugende Rettung in der vergangenen Rückrunde unter Markus Gisdol gelang nicht dank etwaiger spielerischer Dominanz, sondern durch bedingungslosen und oft genug auch hauruck-artigen Umschaltfußball, für den die Mannschaft offensichtlich prädestiniert war. Sind die Pläne des neuen Trainers also überhaupt realistisch? Zweifel scheinen allemal erlaubt. Doch hält Titz entgegen: "Zu allererst: Wir haben Spieler mit Qualität. Und wenn wir sehen, dass sich bestimmte Dinge nicht umsetzen lassen, werden wir sie natürlich anpassen."

Große Trainingsgruppe soll Konkurrenzkampf anheizen

33 Spieler hatte Titz vor seiner Taktiktafel versammelt.
© imago

29 Feldspieler plus vier Torhüter hatte Titz zu seinem ersten Training versammelt, darunter fünf seiner bisherigen Schützlinge aus der U 21. "Das hat unterschiedliche Gründe", erläutert der Fußballlehrer. "Zum einen haben diese Spieler grundsätzlich Qualität, zum anderen kennen sie bereits unsere Spielidee. Und zudem geht es auch darum, den Konkurrenzkampf noch einmal anzuheizen." Am Donnerstag und Freitag will Titz die Gruppe aber bereits wieder auf 22 Akteure reduzieren, "alles andere hat keinen Sinn". Bis dahin aber soll jeder Einzelne eine unter den gegebenen Bedingungen möglichst "faire Chance" erhalten.

"Was gewesen ist, interessiert uns nicht mehr. Jeder der Jungs, die jetzt dabei sind, hat die Möglichkeit durch die Tür zu gehen, um am Samstag gegen Hertha im Kader dabei zu sein." Das gilt insbesondere für den seit geraumer Zeit aussortierten Lewis Holtby, mit dem Titz schon zu dessen Schalker Zeiten als privater Individualtrainer zusammenarbeitete: "Ich hoffe, Lewis wird eine gute Rolle spielen. Aber wie gesagt: Er muss wie alle anderen selbst durch die Tür gehen."

Ich weiß, dass wir am Samstag ein Spiel bekommen, in dem wir noch einmal vieles herumreißen können.Christian Titz

Dass die Vereinsverantwortlichen mit Titz gestiegene Hoffnungen auf den Klassenerhalt verbinden, hat der Fußballlehrer sehr wohl registriert. Er selbst sagt dazu: "Es ist eine sehr schwierige Lage, ich kann schon die Tabelle lesen. Trotzdem hat sie keinen großen Einfluss. Denn ich weiß, dass wir am Samstag ein Spiel bekommen, in dem wir noch einmal vieles herumreißen können."

Hält der Negativtrend bei den Konkurrenten Mainz und Wolfsburg an, könnte ein Hamburger "Dreier" gegen Hertha vielleicht wirklich noch einmal neue Perspektiven eröffnen. Die wichtigste Voraussetzung aber wäre nun mal ein eigener erfolgreicher Auftritt. Ob Titz diesen wirklich so schnell aus den zuletzt plan- und mutlosen Profis herauskitzeln kann, bleibt die spannende Frage.


Zum Thema: Der Ton wird rauer: HSV-Vorstand Frank Wettstein droht Spielern

Thiemo Müller

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 13.03., 16:16 Uhr
Hoffnungsträger Titz - Er soll den HSV retten
Der HSV hat mal wieder einen neuen Trainer. Christian Titz rückt von der U 21 auf und übernimmt die Profis. Er soll den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte verhindern.
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weitere Infos zu Titz

Vorname:Christian
Nachname:Titz
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV

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