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13.03.2018, 00:12

Bremer Vorsprung auf Rang 16 wächst auf fünf Punkte

Rashica: Von der Bank zum Matchwinner

Werder Bremen hat zum Abschluss des Spieltages am Montag einen ganz wichtigen Sieg gegen den Tabellenletzten Köln gefeiert (3:1). Der Heimdreier war allerdings kurz in Gefahr, doch dann brachte Neuzugang Milot Rashica seine Farben wieder auf die Gewinnerstraße. Dabei sollte der pfeilschnelle Flügelspieler eigentlich gar nicht von Beginn an spielen.

Bremens Coach Florian Kohfeldt und Torschütze Milot Rashica freuen sich über das 2:1.
Abgeklatscht: Bremens Coach Florian Kohfeldt und Torschütze Milot Rashica freuen sich über das 2:1.
© imagoZoomansicht

Im Vorfeld der Partie hatte Florian Kohfeldt bereits betont, wie nah Rashica an der Bremer Startelf dran sei. Zuletzt kam der Flügelspieler nicht mehr so zum Zug, spielte am 23. Spieltag in Freiburg nur 16 Minuten. Der SVW-Coach hatte sich für das Heimspiel gegen Köln auch zunächst wieder gegen den 21-Jährigen entschieden, doch dann musste sich Philipp Bargfrede nach dem Aufwärmen übergeben. Rashica rückte in die Startformation. "Es war eine sehr knappe Entscheidung, Milot nicht von Anfang an zu bringen", sagte Kohfeldt nach der Begegnung gegenüber "Eurosport". Bargfrede nahm für den Notfall noch auf der Bank Platz.

Ohne den defensiven Abräumer, aber mit Rashica spielten die Werderaner gegen die Rheinländer eine ordentliche erste Hälfte, ohne sich allerdings eine Vielzahl an Chancen zu erarbeiten. Der SVW durfte dennoch einmal jubeln, Milos Veljkovic traf nach einem einstudierten Standard. "Die erste Hälfte hatten wir eine sehr gute Spielkontrolle, aber wir sind nicht so sehr in die Tiefe gekommen. Was mir gut gefallen hat, ist, dass wir trotzdem die Ruhe bewahrt haben", lobte Kohfeldt.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Norddeutschen etwas schläfrig aus der Kabine, der FC nutzte das prompt aus und glich durch Yuya Osako aus (53.). Aber nur fünf Minuten später gab es die Antwort der Hausherren: Florian Kainz spielte einen klasse Pass auf Rashica, der nutzte seine Geschwindigkeit und spitzelte den Ball lässig an FC-Keeper Timo Horn vorbei ins Tor. Sein erster Treffer für seinen neuen Arbeitgeber - im dritten Spiel. "Er muss noch viel mehr für sich selber verstehen, welche Waffe er mit seiner Schnelligkeit hat", sagte Kohfeldt und ergänzte: "Er bringt ein Element ins Spiel, was wir nicht haben, mit seiner Geschwindigkeit und dem Mut zum Eins-gegen-eins."

Pizarro vergibt Ausgleichschance

Anschließend wurde es im Weser-Stadion für die Hausherren nur noch einmal richtig gefährlich: Und zwar, als der Bremer Bundesliga-Rekordtorschütze (104 Treffer) Claudio Pizarro völlig freistehend neben den Kasten köpfte. Der Peruaner machte eine starke Partie, war auffälligster Kölner und wurde am Ende der Begegnung von den Bremer Fans gefeiert. Ihn, den Pokalsieger von 2009, wird man beim SVW sicherlich nie vergessen. Punkte gab es für den Oldie allerdings keine, Maximilian Eggestein legte kurz vor dem Ende noch das 3:1 nach.

Kainz: "Es gibt gar keinen Grund, jetzt nachzulassen"

"Wir freuen uns natürlich riesig über den Sieg. Wir haben das Spiel heute als Chance gesehen, weil die Konkurrenz nicht viel gepunktet hat. Es war ein wichtiger Schritt für uns. Da sind wir natürlich sehr erleichtert", freute sich Kainz nach der Begegnung. Die Bremer schraubten durch den Sieg den Vorsprung auf Rang 16 auf fünf Punkte und können dadurch etwas beruhigter am Samstag in Augsburg auftreten. "Wir wissen, dass wir da unten drinnen sind und dabei sind im Abstiegskampf. Wir wissen um unsere Situation. Es gibt gar keinen Grund, jetzt nachzulassen. Es war ein wichtiger Schritt, mehr aber auch nicht", stellte der Österreicher klar.

Kohfeldt zu Hause noch unbesiegt - Johannssons Ehrlichkeit

Allerdings macht der SVW unter Kohfeldt einen sehr gefestigten Eindruck, verlor nur eine der letzten sieben Bundesligaspiele (vier Siege, zwei Remis). Vor allem zu Hause sind die Werderaner wieder sehr stark, unter dem aktuellen Coach gab es vor heimischem Publikum noch keine Niederlage (fünf Siege und drei Remis). Diese Serie bis Saisonende zu halten wird allerdings eine harte Aufgabe, denn diese Spielzeit gastieren noch Frankfurt (Platz 5), Leipzig (6), Dortmund (3) und Leverkusen (4) im Weser-Stadion.

Aktuell aber stimmt es bei den Grün-Weißen. Das zeigt auch, dass Aron Johannsson, der gute Chancen auf einen Platz in der Startelf gehabt hätte, von sich aus gesagt hat, dass er nach muskulären Problemen nur bei 20 bis 30 Prozent gewesen wäre. Der Angreifer saß am Ende 90 Minuten auf der Bank. "Diese Ehrlichkeit brauchen wir, das schätze ich sehr", lobte Kohfeldt.

mst

Bundesliga, 2017/18, 26. Spieltag
Werder Bremen - 1. FC Köln 3:1
Werder Bremen - 1. FC Köln 3:1
Es ist angerichtet

Das Bremer Weserstadion hat sich herausgeputzt: Die Partie zwischen dem SV Werder und dem 1. FC Köln steht an!
© imago

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weitere Infos zu Rashica

Vorname:Milot
Nachname:Rashica
Nation: Albanien
  Kosovo
Verein:Werder Bremen
Geboren am:28.06.1996

weitere Infos zu Kohfeldt

Vorname:Florian
Nachname:Kohfeldt
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen


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