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12.03.2018, 15:52

Hamburg: Wettstein appelliert an die Fans

Der Ton wird rauer: HSV-Vorstand droht Spielern

Die Entlassung von Bernd Hollerbach macht deutlich, dass der HSV den Kampf um den Klassenerhalt keineswegs aufgegeben hat. Dies zeigt sich auch in den Worten von Vorstand Frank Wettstein. Der 44-Jährige verspricht dem neuen Trainer Christian Titz die "volle Rückendeckung" und droht den Spielern ganz offen. Die Fans will er ein letztes Mal ins Boot holen, um das Unmögliche doch noch zu schaffen.

Vorstand Frank Wettstein
"Eine Großzahl unserer Akteure hat einen Zweitligavertrag": Vorstand Frank Wettstein nimmt die Spieler in die Pflicht.
© imagoZoomansicht

In Hamburg geht es noch nicht um den Wiederaufbau in der 2. Bundesliga. Der Traditionsverein hat sich noch nicht aufgegeben, was Wettstein in einem auf der Website des Vereins veröffentlichten Interviews nach Hollerbachs Entlassung deutlich machte. "Wir werden den Fokus auf die Erstklassigkeit und alle damit zusammenhängenden Maßnahmen richten", macht er unmissverständlich deutlich. Im fast schon aussichtslosen Kampf erhofft sich der Verein einmal mehr "den Impuls eines unverbrauchten Trainers. Das Trainerteam genießt unser Vertrauen und hat volle Rückendeckung, was Personalentscheidungen betrifft."

Bei der 0:6-Pleite gegen die Bayern habe er bei der Mannschaft die Grundtugenden vermisst. "Mir hat es nicht gefallen, was ich zuletzt in München gesehen und mir anschließend von sportlich kompetenten Kollegen habe analysieren lassen", wird Wettstein zitiert. Der 44-Jährige habe keine "Bereitschaft zur Gegenwehr" auf dem Platz wahrgenommen. Das soll es bei den restlichen acht Spielen nicht mehr geben, denn Titz darf hart durchgreifen, was extra unterstrichen wird.

Wir werden bestimmt nicht jeden wechselwilligen Profi ziehen lassen, der uns mit in diese Lage gebracht hat.Vorstand Frank Wettstein

"Sollte das neue Trainerteam Spieler identifizieren, die sich nicht mit ausreichend Engagement den gemeinsamen Zielen widmen, kann es rigoros durchgreifen", bekommt der bisherige U-21-Coach das volle Vertrauen der Vereinsführung. Und an die Spieler richtete er ebenfalls eine mehr als deutliche Botschaft: "Und bevor jetzt jemand denkt, dass einige unserer Spieler einfach lächelnd zum nächsten Klub gingen, falls wir absteigen sollten, dann muss ich mahnend den Finger heben. Eine Großzahl unserer Akteure hat einen gültigen Zweitligavertrag. Und wir werden bestimmt nicht jeden wechselwilligen Profi ziehen lassen, der uns mit in diese Lage gebracht hat." Der Ton wird also rauer und den Spielern weht eine steife Brise ins Gesicht.

Wir alle sollten wissen, dass wir eh nur dann eine Restchance haben, wenn wir den Selbstzerstörungstrieb ausschalten.Vorstand Frank Wettstein

Außerdem richtete Wettstein einen flammenden Appell an die Fans: "Wir alle sollten wissen, dass wir eh nur dann eine Restchance haben, wenn wir den Selbstzerstörungstrieb ausschalten, wenn wir zusammenhalten und unsere Mannschaft weiter unterstützen. Wir intern machen das. Wir sprechen vom 'Wir' und nicht von 'die auf dem Platz'. Ich weiß auch, dass viele Fans müde und zermürbt sind. Dafür habe ich auch Verständnis und kann verstehen, wenn der oder die eine es nicht mehr ins Stadion schafft, um unseren HSV anzufeuern. Wessen HSV-Feuer aber noch ein bisschen glimmt oder aufflammt, den kann ich nur ermuntern: Wir gehen durch dick und dünn, auch wenn es schwerfällt."

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