Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
11.03.2018, 19:13

Hertha: Torunarigha spielt 45 Minuten für die U23

Weisers Schritt aus der Krise

Zweieinhalb Jahre war er in Berlin eine Bank, zuletzt saß Mitchell Weiser nur noch auf der Bank. So unzufrieden das Spiel gegen den SC Freiburg (0:0) die Berliner wegen des mangelnden Ertrags stimmte - für den U-21-Europameister Weiser war der Auftritt am Samstag der erste Schritt aus der Krise.

Aktivposten gegen Freibrug: Mitchell Weiser (l.).
Aktivposten gegen Freibrug: Mitchell Weiser (l.).
© imagoZoomansicht

In Herthas stärkster Phase gegen die Breisgauer war er die auffälligste Offensivkraft. Mitchell Weiser, auf den Pal Dardai zuletzt über Wochen verzichtet hatte, stand erstmals seit dem 1:1 gegen Borussia Dortmund Mitte Januar wieder in der Berliner Startelf - und rechtfertigte seine Nominierung zumindest vor der Pause mit etlichen guten Aktionen. Weiser war das Schwungrad des Berliner Spiels, er verband diesmal - anders als zuvor in einigen Spielen dieser Saison - seine Qualitäten im Eins-gegen-eins mit Mannschaftsdienlichkeit.

"Mitch hat richtig gut gespielt, vor allem in den ersten 35 Minuten", lobte Dardai am Sonntag. "Da hat er sehr viel Wind gemacht, und das ist gegen Freiburg nicht einfach. Wenn uns auf der anderen Seite auch solche Kombinationen gelungen wären, hätten wir noch mehr Druck entwickeln können." Zwei Tage vor dem Freiburg-Spiel hatte Dardai, als er nach dem kreativen Mangel im Berliner Spiel gefragt wurde, über Weiser gesagt: "Wenn Mitch sich wieder findet, kann er als rechter Verteidiger oder auf dem Flügel das Spiel machen und seine Schnelligkeit für Umschaltmomente nutzen."

In den vergangenen Wochen rieb sich der Ungar an Weiser - nicht zum ersten Mal während der gemeinsamen Zusammenarbeit. Nach dem K.o. in der Europa-League-Qualifikation im Sommer 2016 gegen Bröndby IF (1:0, 1:3) hatte Dardai Fabian Lustenberger die Kapitänsbinde entzogen und Weiser zu einigen Tagen Einzeltraining verdonnert. Der Reizpunkt zeigte Wirkung, Weiser schwang sich seinerzeit im ersten Saisondrittel zum besten Berliner auf.

Zuletzt vermisste Dardai bei dem für Muskelblessuren anfälligen Weiser zunehmend die Klarheit im Spiel, auch mit den Trainingsleistungen des vormaligen Münchners war er nicht durchgehend zufrieden. Gegen Freiburg zeigte Weiser das, was Dardai sehen will - solange die Kraft reichte. "Wir brauchen Mitch und seine Momente", sagte Dardai am Sonntag. "Jetzt ist es wichtig, dass er fit bleibt und regelmäßig spielt, um in Top-Form zu kommen."

Dardai nimmt sein Team in Schutz

Er kennt das Berliner Publikum sehr gut: Pal Dardai.
Er kennt das Berliner Publikum sehr gut: Pal Dardai.
© imagoZoomansicht

Am Tag nach der wechselhaften Darbietung gegen Freiburg verteidigte Dardai sein Team. "Unsere Rückrunde ist nicht schlecht und das Spiel gegen Freiburg war nicht schlecht", so Dardai, den das Nachlassen im zweiten Durchgang nicht überraschte: "Wir haben eine Spielweise gewählt, die viel Kraft kostet. Wir sind in der gegnerischen Hälfte mit vollem Speed angelaufen, aber hatten auch bei eigenem Ballbesitz erhöhtes Tempo. Wenn du so viel investierst und zur Pause nicht führst, kommt der Gedanke auf, bloß nicht noch zu verlieren. Das ist menschlich. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele noch verloren, diesmal nicht."

Dass Hertha das Tempo und die Pressing-Intensität der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel nicht aufrechterhalten konnte, empfanden die Profis als allzu logisch. "So eine Druckphase, wie wir sie erzeugt haben, kostet Kraft", sagte Fabian Lustenberger. "Wir haben sehr viel nach vorn verteidigt, das schaffst du nicht das ganze Spiel." Karim Rekik sah es ähnlich. "Man kann nicht 90 Minuten lang Pressing spielen", bilanzierte der abermals überzeugende Niederländer. "Wir sind keine Tiere. Manchmal muss man sich etwas fallen lassen, um sich auszuruhen."

Für das Pfeifkonzert, das ein Teil der Zuschauer im Olympiastadion in der Schlussphase angestimmt hatte, zeigte Rekik Verständnis. "Natürlich sind die Fans unzufrieden darüber, dass wir wieder nicht getroffen und gewonnen haben", erklärte der Abwehrspieler. "Sie wollen den Sieg genauso sehr wie wir. Das ist ganz normal, damit müssen wir umgehen."

Dardai sagte am Sonntag über die Unmutsbekundungen: "Das ist hier die Fan-Kultur. Das war früher so, und das ist jetzt so. Das muss man akzeptieren, das habe ich als Spieler auch akzeptiert. Natürlich ist es nicht schön, dass die Fans in der Endphase unsere Spieler unsicher machen. Aber irgendwann machen wir die Tore, und dann sind unsere Fans wieder glücklich."

Warten auf den ersten Heimsieg 2018 - Thema Torunarigha

Spielte für die zweite Mannschaft: Jordan Torunarigha.
Spielte für die zweite Mannschaft: Jordan Torunarigha.
© imagoZoomansicht

Freiburg-Coach Christian Streich hatte bereits nach dem Spiel gesagt: "In dem Moment, wo sie rückwärts spielen, um wieder einen Aufbau hinzukriegen, und dann kommen die Pfiffe, werden sie nervös. Sie haben ja nicht die ganze Zeit zum Torwart zurückgespielt, und wir sind ja auch noch da und verteidigen super. Für Hertha ist das schwierig, aber dafür sind sie Hauptstadt und wir Provinz. Damit müssen sie leben."

Das Warten auf den ersten Heimsieg 2018 geht in Berlin weiter. Nach dem trainingsfreien Montag erwartet Dardai seine Schützlinge am Dienstagnachmittag zur ersten Trainingseinheit der neuen Woche. Dann ist auch Jordan Torunarigha wieder dabei, der gegen Freiburg nicht im 18er-Kader stand und aus eigenem Antrieb um Spielpraxis in der U23 bat. "Jordan hätte es verdient gehabt, im Kader zu stehen", sagte Dardai. "Das war schmerzhaft, aber wir wollten keinen zusätzlichen Innenverteidiger auf der Bank, sondern eine weitere Offensivoption."

Am Sonntag beim 1:1 von Herthas U23 bei der TSG Neustrelitz in der Regionalliga Nordost spielte Torunarigha 45 Minuten. Zur Pause wechselte Trainer Ante Covic Torunarigha mit Blick auf die Verwarnung, die er kassiert hatte, und die Beschaffenheit des Kunstrasens aus. Das Tor für Herthas Nachwuchs erzielte Maximilian Pronichev, für ihn war es im 13. Saisoneinsatz bereits der zwölfte Treffer. Die Vorarbeit lieferte Sinan Kurt per Kopf. Er war nach sechswöchigem Einzeltraining erst in dieser Woche wieder nach Berlin und bei Hertha ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Steffen Rohr

Bundesliga, 2017/18, 26. Spieltag
Hertha BSC - SC Freiburg 0:0
Hertha BSC - SC Freiburg 0:0
Hochkonzentriert

Hertha-Coach Pal Dardai blickt dem Heimspiel gegen den SC Freiburg entgegen.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 

kicker

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Livescores

  Heim   Gast Erg.
19.12. 11:00 - -:- (-:-)
 
19.12. 11:45 - -:- (-:-)
 
19.12. 13:00 - -:- (-:-)
 
19.12. 14:00 - -:- (-:-)
 
-
OFI
-:- (-:-)
 
- -:- (-:-)
 
19.12. 14:30 - -:- (-:-)
 
19.12. 15:00 - -:- (-:-)
 
19.12. 16:00 - -:- (-:-)
 
19.12. 16:15 - -:- (-:-)
 

Schlagzeilen

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Touchable von: bolz_platz_kind - 19.12.18, 03:13 - 15 mal gelesen
Re: Ein Gedicht von: bolz_platz_kind - 19.12.18, 02:48 - 16 mal gelesen
Re (3): Eindeutig vercoacht! von: bolz_platz_kind - 19.12.18, 02:00 - 30 mal gelesen

Der Rahmenterminkalender

Bundesliga, Pokal, Champions League, Europa League, Nationalelf etc: Auf einem Blick wissen, was wann stattfindet.

Alle Termine 18/19

Alle Termine 19/20

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine