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06.03.2018, 17:16

Freigabe von Fanutensilien und neuer Strafenkatalog

Vorbild Flensburg? DFL und DFB gehen auf Fans zu

"Es sind nicht nur Annäherungen, sondern auch Lösungen möglich", sagte der auch für Fanangelegenheiten zuständige DFL-Direktor Ansgar Schwenken am Dienstag in Frankfurt. Diesen Freitag will das DFB-Präsidium über die Freigabe von Fanutensilien abstimmen. Außerdem soll ein neuer Strafenkatalog verabschiedet werden. Demnach gäbe es künftig keine Kollektivstrafen mehr für Vereine, deren Fans auffällig geworden sind.

FC Augsburg
Als Beispielbild die Fans des FC Augsburg.
© imagoZoomansicht

Trotz massiver Kritik an den Montagspielen der Bundesliga sieht man bei der Dachorganisation der 36 Profiklubs deutliche Fortschritte im Zusammenspiel mit den Fans. "Es hat schon andere Eskalationsstufen gegeben. Wir stehen uns nicht konfrontativ gegenüber", findet Schwenken. "Es hat sich etwas massiv bewegt", betonte Benjamin Kandler, stellvertretende Leiter der DFL-Abteilung Fanangelegenheiten. Thomas Schneider, der Leiter, begrüßt vor allem den neuen Strafrahmen: "Viele Fans wünschen sich einen Punktekatalog wie bei Verkehrssündern. Das bisherige Verfahren war für sie eine gefühlte Willkür."

Bis zum Jahresende wollen DFL und DFB außerdem eine Pilotphase für die Freigabe von Fanutensilien von der 1. bis zur 3. Liga starten. Darin wird bundesweit geregelt, welche Banner, Schwenkfahnen oder Megaphone in den Stadien erlaubt sind. Zumindest sofern keine örtlichen Sicherheitsrichtlinien dagegensprechen, was schon aufgrund der unterschiedlichen baulichen Gestaltung der Fanblöcke der Fall sein kann. Bisher gilt für jede Arena eine individuelle Vorschrift.

Abschaffung von Kollektivstrafen ein Aspekt

Die Abschaffung der Kollektivstrafen und die Freigabe der Fanutensilien sind zwei Punkte, die sich aus den Gesprächen der Verbände mit den Fanszenen Deutschlands sowie der Arbeitsgemeinschaft Fankulturen ergeben haben. Die AG war April 2016 ins Leben gerufen worden, ihr gehören hauptamtliche Fanarbeiter, unabhängige ehrenamtliche Fanvertreter sowie Mitarbeiter von DFL und DFB an. Organisationen wie ProFans und BAFF verzichten aber nach wie vor auf eine Teilnahme.

Das ist auch das Ergebnis des im Jahr 2011 gescheiterten großen Fandialogs. Als Reaktion auf das Zerwürfnis rief die DFL 2012 den "Club-Fan-Dialog" (CFD) ins Leben. Seit 2013/14 ist er in der Lizenzierungsordnung vorgeschrieben. Kommenden Sommer 2018 soll es die erste CFD-Vollversammlung geben. "Unser Ziel ist die Stärkung der lokalen Strukturen", betont Schwenken, "sowie die Qualifizierung und die bundesweite Vernetzung."

"Gibt nirgendwo mehr Mitsprache für Fans und mehr Dialog mit Fans"

Ähnliche spektakuläre Proteste gegen die Montagspiele der Bundesliga wie kürzlich in Frankfurt und Dortmund, erwartet der Verband derzeit nicht. "Ein Merkmal ist die Eigenständigkeit der Fanszenen, dort will man nichts kopieren", erklärt Schneider. Schwenken ist nach wie vor bemüht, zwischenzeitlich aus dem Dialog ausgebrochene Fangruppen an den Tisch zurückzuholen. "Es gibt nirgendwo in Europa mehr Mitsprache für die Fans und mehr Dialog mit den Fans", ergänzt Schneider.

Michael Ebert

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© imago

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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München59:1863
 
2FC Schalke 0439:3043
 
3Borussia Dortmund50:3142
 
4Eintracht Frankfurt33:2742
 
5Bayer 04 Leverkusen45:3341
 
6RB Leipzig38:3439
 
7TSG Hoffenheim40:3835
 
8Bor. Mönchengladbach33:3735
 
9VfB Stuttgart23:2933
 
10FC Augsburg33:3232
 
11Hannover 9632:3532
 
12Hertha BSC30:3131
 
13SC Freiburg25:4229
 
14Werder Bremen24:3027
 
15VfL Wolfsburg28:3325
 
161. FSV Mainz 0529:4225
 
17Hamburger SV18:3518
 
181. FC Köln24:4617

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