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22.02.2018, 17:09

Hannover fehlt "Grundlage für sachlichen Austausch"

Stimmungsdämpfer? 96 sagt Podiumsdiskussion ab

Bei einer Podiumsdiskussion wollten Hannover 96 und seine aktive Fanszene wieder aufeinander zugehen, jetzt hat der Klub die Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Mit dreien der fünf Fanvertreter will er nicht sprechen.

Hannover-Fans beim Heimspiel gegen Freiburg
Gegen Freiburg war der Stimmungsboykott einiger 96-Fans ausgesetzt - jetzt droht neues Ungemach.
© imagoZoomansicht

Beim Heimspiel gegen den SC Freiburg am 22. Spieltag (2:1) hörten die Profis von Hannover 96 erstmals in dieser Saison die Unterstützung des gesamten Stadions. Ist damit schon beim anstehenden Duell mit Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wieder Schluss?

Am 6. Februar hatte die aktive Fanszene beschlossen, den Stimmungsboykott, der noch vor Saisonbeginn wegen der Übernahmepläne von Präsident Martin Kind in Kraft getreten war, bis zum 26. Februar auszusetzen. Dann nämlich hatte sie sich mit dem Klub zu einer Podiumsdiskussion verabredet. Doch die findet nun gar nicht statt.

Gegen einen der Teilnehmer besteht ein deutschlandweites Stadionverbot

Wie 96 am Donnerstag, also vier Tage vor der Veranstaltung, bekanntgab, habe der Vorstand dem aktuellen 96-Fanbeirat mitgeteilt, dass er nicht an ihr teilnehmen werde. Grund ist die "auf dem Podium angedachte Personenkonstellation" - mit dreien der fünf Fanvertreter lehne man ein Gespräch ab.

"Gegen einen der geplanten Teilnehmer besteht ein vom DFB verhängtes deutschlandweites Stadionverbot, außerdem ist er wegen grob vereinsschädigenden Verhaltens aus dem Hannover 96 e.V. ausgeschlossen worden. Ein anderer ist Kläger in einem laufenden Rechtsverfahren gegen den Hannover 96 e.V.", erklärte 96. "Die dritte Person hat Anzeigen gegen Vertreter von Hannover 96 erstattet."

Eine "derart belastete Vorgeschichte" sei "keine Grundlage für einen sachlichen und zielgerichteten Austausch". Und der Aufforderung, drei neue Podiumsteilnehmer aufzustellen, sei der Fanbeirat nicht nachgekommen: Es "gab keine Reaktion".

Der Klub hatte die von der Fanszene hervorgebrachte Idee einer Diskussionsrunde zunächst befürwortet, um den Fragenkatalog zu beantworten, den die Anhänger in einem offenen Brief im Herbst zu Kinds Übernahmeplänen formuliert hatten. Man sei sich im Klaren darüber, dass die Beantwortung "einem Teil der Fans ein Bedürfnis ist", betonte 96 nun.

96 lädt alle Fanklubs zu einem "Informations- und Dialogabend" ein

Der Vorschlag deshalb: "Wir werden nun umgehend alle 116 offiziellen Fanklubs anschreiben und sie für den 12. März zu einem Informations- und Dialogabend in der HDI-Arena einladen. Dabei soll es eine moderierte Beantwortung des Fragenkatalogs und eine Diskussion auch über andere Themen geben, die die Fanklubs bewegen." Das Angebot zum Dialog bestehe weiterhin.

Ob sich die aktive Fanszene damit zufrieden gibt? Spätestens am Samstag gegen Gladbach wird es der Klub wohl zu hören bekommen.

jpe

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