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26.02.2018, 22:27

Kölns überraschendes Comeback - S04 überflügelt Bayer

Dortmund vor Minuskulisse nur 1:1 gegen Augsburg

Borussia Dortmund musste am Montagabend mit einem 1:1 gegen Augsburg Vorlieb nehmen. Köln gewann am Sonntag überraschend in Leipzig und schließt zum HSV auf, der das zähe Nordderby in Bremen verliert. Schalke erobert in Leverkusen einen Champions-League-Platz, während die Hertha einen Punkt aus München entführt, Gladbach seine Misere beendet, Hoffenheim weiter kriselt und Korkut mit dem VfB unbesiegt bleibt.

Die Dortmunder Führung: Marco Reus trifft per Lupfer zum 1:0 gegen Augsburg.
Die Dortmunder Führung: Marco Reus trifft per Lupfer zum 1:0 gegen Augsburg.
© imagoZoomansicht

Borussia Dortmund ist zum Abschluss des 24. Spieltags vor einer halbleeren Südtribüne nicht über ein 1:1 gegen den FC Augsburg hinausgekommen. Da Tausende Fans der Partie aus Protest gegen den Montagstermin fernblieben, waren gerade einmal 54.300 Zuschauer zugegen - so wenige wie letztmals in der Saison 1997/98 bei einem 3:0 gegen Duisburg. Diejenigen, die gekommen waren, sahen in den ersten 45 Minuten einen Treffer von Reus (16.) und einen dominanten BVB, der allerdings Zielstrebigkeit vermissen ließ. Dortmund verwaltete den Vorsprung, doch im zweiten Durchgang traten die Gäste mutiger auf - und Danso bescherte dem FCA nach einer Ecke den Ausgleich (73.). So stand am Ende ein für die Westfalen enttäuschendes Remis.

Köln zieht mit dem HSV gleich

Kölner Jubel vor dem Leipziger Logo.
Kölner Jubel vor dem Leipziger Logo.
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Der 1. FC Köln hat am Sonntagabend ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt und bei RB Leipzig mit 2:1 gewonnen. Zwar gingen die Champions-League-ambitionierten Sachsen, die durch diese Niederlage den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpassten, früh in Front (5., Augustin), ließen in der Folge allerdings eine Vielzahl an Chancen aus. In Durchgang zwei zeigten sich die Rheinländer deutlich verbessert und drehten die Partie zu ihren Gunsten: Koziello (70.) und Bittencourt (77.) trafen. Damit verkürzten die Kölner den Abstand zum Relegationsrang 16 auf sieben Zähler und sind jetzt punktgleich mit dem Liga-17. Hamburger SV.

Schalke träumt von Champions League

Am Sonntagnachmittag empfing Leverkusen den FC Schalke 04, kurz zuvor hatte Tah bis 2023 bei der Werkself verlängert. Doppelten Grund zur Freude gab es allerdings nicht, denn die Knappen entschieden das Spiel um die Champions League mit 2:0 für sich. Königsblau war gefährlicher als Bayer und ging verdient in Führung: Caligiuris langen Diagonalpass über 40 Meter vollendete Burgstaller gekonnt (11.). Die Gelb-Rote-Karte gegen Leverkusens Kohr (38.) spielte Schalke natürlich in die Karten, der Attraktivität des Spiels tat sie hingegen nicht gut. Bis zum Foulelfmeter (Retsos an Embolo) kurz vor Schluss, den Bentaleb sicher verwandelte, gab es kaum Highlights. S04 darf wieder von der Königsklasse träumen, die Rheinländer wurden von einem der ersten vier Plätze verdrängt.

Sieg im Nordderby! Werder distanziert den HSV

Ishak Belfodil
Treffer des Tages: Werders Belfodil und Hamburgs van Drongelen mit dem Ball im Tor.
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Weil im Tabellenkeller bis auf den am Sonntag spielenden 1. FC Köln alle Kontrahenten gepunktet hatten, erhöhte sich der Druck vor dem Nordderby sowohl auf Bremen wie auch auf Hamburg. Dementsprechend ängstlich und offensiv harmlos verlief der erste Durchgang, in dem ganz wenig Fußball gespielt wurde. Die aufregendsten Szenen verursachten noch die HSV-Fans, die wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern für zwei Spielunterbrechungen sorgten. Nach der Pause verbesserte sich das Bild nicht wirklich; Bremen investierte ein bisschen mehr, aber nicht genug. Vom HSV kam nach vorne bis auf ein, zwei zaghafte Distanzschüsse gar nichts. Und doch jubelte das Weser-Stadion in der 87. Minute, nachdem die eingewechselten Johannsson und Belfodil für ein Eigentor von Hamburgs van Drongelen sorgten. Damit hat Werder den HSV auf neun Zähler distanziert und drei immens wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren. Hamburg dagegen taumelt in Richtung Liga zwei.

Hertha steht Heynckes' und Lewandowskis Rekorden im Weg

Robert Lewandowski
Kein Rekord: Robert Lewandowski und die Bayern verzweifelten an Herthas Abwehr.
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14 Pflichtspielsiege in Folge hatten die Bayern in der Liga uneinholbar auf Rang eins sowie aller Voraussicht nach ins Champions-League-Viertelfinale katapultiert. Gegen die Berliner Hertha kehrten Ribery und Robben zurück in die Startelf, Lewandowski feierte seinen 250. Bundesliga-Einsatz. Den Weg zum nächsten Erfolg verbarrikadierten die Gäste aus der Hauptstadt gut, lediglich Ribery war dem 1:0 nahe (36.). Nach der Pause zog sich die Hertha immer tiefer zurück, ließ kaum nennenswerte Gelegenheiten der Bayern zu und entführte tatsächlich einen Zähler. Damit haben sowohl FCB-Coach Heynckes (keine 15 Pflichtspielsiege am Stück) als auch Lewandowski (kein Treffer im 12. Heimspiel hintereinander) ihre Rekorde verpasst.

Nummer 23 und 24: TSG bringt Führung wieder nicht über die Zeit

Bei Hoffenheim lief es zuletzt nicht nach Plan und auch gegen Freiburg blieb der erhoffte Umschwung erst mal aus. Stattdessen entwickelte sich eine zähe Partie, weil beide Abwehrreihen im Grunde nichts zuließen. Lediglich Gnabry verschaffte sich einmal Raum, legte dann im Sechzehner zurück auf Geiger, doch dessen Schuss wehrte Schwolow ab (42.). Es brauchte einen Freistoß für den ersten Jubel, doch den versenkte Kramaric dafür sehenswert (57.). Mit Führungen hat es die TSG nur nicht so, das bewies Petersen, der einen von Vogt verursachten Elfmeter souverän zum Ausgleich nutzte (66.). Es waren die Punkte 23 und 24, die die TSG nach Führung verspielte und letztlich blieb es beim 1:1, das Hoffenheim im Kampf um die europäischen Plätze nicht weiterhilft.

Kramers Traumtor beendet Gladbachs Misere in der Fremde

Gladbach, das seine letzten fünf Auswärtsspiele allesamt verloren hatte, legte in Hannover gut los und hatte durch Stindl (6.) und Hazard (13.) gute Gelegenheiten zur Führung. 96 musste nach etwas mehr als 20 Minuten den verletzungsbedingten Ausfall von Klaus beklagen, zur Pause blieb es torlos. Auch nach dem Seitenwechsel mangelte es nicht an Torchancen auf beiden Seiten, in der 72. Minute war es Weltmeister Kramer, der die Borussia mit einem traumhaften Volley erlöste! Es sollte der Treffer des Tages bleiben, der die Fohlenelf wieder näher an die Europa-League-Ränge bringt.

Thommys Premierentor hält Korkuts Weste weiß

Entgegen des Verlaufs der ersten Spielminuten war es der VfB, der zuerst jubelte - dank großer Mithilfe von Frankfurts Abraham. Nach Ginczeks Pfostentreffer stand Winterneuzugang Thommy richtig und staubte zum 1:0 ab (13.). Stuttgart nahm den Schwung mit, verpasste jedoch den nächsten Treffer, genau wie die Eintracht, die vor der Pause wieder mehr vom Spiel hatte. Mit fortlaufender Dauer erhöhte die SGE die Schlagzahl, doch der VfB ließ kaum etwas anbrennen und rettete das knappe 1:0 über die Zeit. Damit bleibt Stuttgarts Coach Korkut auch im vierten Spiel ungeschlagen (drei Siege) und bejubelte die nächsten Big Points im Abstiegskampf.

Labbadia vergeht wegen Joker Muto das Lachen

Bruno Labbadia
Sah gute Chancen - und am Ende das 13. Remis des VfL Wolfsburg: Trainer Bruno Labbadia.
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Vor dem wichtigen Kellerduell mit dem 1. FSV Mainz 05 am Freitag ereignete sich beim bedrohten VfL Wolfsburg ein Trainerwechsel: Martin Schmidt warf hin, Bruno Labbadia übernahm - und heuerte damit in seiner gesamten Laufbahn als Spieler wie Trainer bereits beim neunten Bundesligisten an (Rekord).

Der ehemalige Hamburger, der sich mit Rettungsmissionen auskennt, notierte direkt einen Start nach Maß: Der von Beginn an aufgebotene Brekalo traf unter die Querlatte (6.). In der Folge scheiterte Guilavogui per Kopf am Aluminium - und zeigte auf, dass die Wölfe mit Mut die Aufgabe in Rheinhessen angingen. Der Gastgeber sollte aber gefährlicher werden (Quaison scheiterte an Casteels). Den verdienten Lohn gab es auch: Der für den angeschlagenen Berggreen erst in der 41. Minute gekommene Muto traf aus schwieriger Lage zum 1:1 (44.). Im zweiten Abschnitt blieben die Wolfsburger weitestgehend harmlos - und ließen Mainz etwas aufkommen. Die besseren Chancen verzeichneten allerdings aus dem Nichts die Niedersachsen: Der frühere FSV-Profi Malli war frei durch - und vergab. Außerdem traf Didavi den Pfosten, weil sich FSV-Torwart Zentner verschätzt hatte. Auf der anderen Seite vergab noch Joker Ujah einen Hochkaräter - und so blieb es beim insgesamt verdienten Remis zwischen den beiden Klubs, dem insgesamt 13. Unentschieden des VfL.

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