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12.02.2018, 12:08

Hoffenheim: Nagelsmann sieht "großes Potenzial"

Gnabry in ungewohnter Rolle

Zum zweiten Mal nacheinander saß gegen Mainz Pavel Kaderabek auf der Bank. Und wie schon in Berlin überließ Trainer Julian Nagelsmann Serge Gnabry das weite Feld auf der rechten Außenbahn. Eine ungewohnte Position für den 22-Jährigen, die deutlich mehr defensive Anforderungen stellt, als der gewohnt ist. "Ich bin schon ein Spieler, der eher vorne spielt, der offensiv seine Qualitäten hat", versichert der Nationalspieler, "aber wenn mich der Trainer rechts hinten aufstellt, wird er sich seine Gedanken gemacht haben und eine Idee haben."

Rechte Außenbahn statt Spitze: Hoffenheims Serge Gnabry.
Rechte Außenbahn statt Spitze: Hoffenheims Serge Gnabry.
© imagoZoomansicht

Die hat Nagelsmann, der zunächst allerdings seinen auf der gegenüberliegenden Seite spielenden Schützling auffällig intensiv fernzusteuern versuchte. "Er war am Anfang immer zu tief und hat die Rolle zu defensiv interpretiert", erklärte Nagelsmann, "er hat ein bisschen zu vorsichtig gespielt, da hätten wir größere Chancen kreieren können."

Dabei legte Gnabry gleich mit einem tollen Solo los, bereitete aus der Tiefe den Führungstreffer von Adam Szalai vor, kam später aus spitzem Winkel selbst zum Abschluss, ehe Szalai den folgenden Rückpass an die Latte köpfte. "Er hatte gute Aktionen, das hätte ich mir noch einige Male mehr gewünscht, deswegen habe ich ihn versucht anzutreiben, in eine offensivere Position zu schicken", so Nagelsmann.

Grundsätzlich sieht der 30-Jährige auf dem Flügel eine zusätzliche Option gerade für diesen wieselflinken Tempodribbler. "Ich glaube schon, dass er das kann, ich sehe da sehr großes Potenzial für seine Zukunft", ist Nagelsmann überzeugt, "es ist immer gut, wenn ein Spieler polyvalent ist und mehrere Positionen spielen kann." Und besonders aus einer etwas tieferen Position "hat er dann viel Raum für sein Tempo. Er ist kein gnadenloser Killer vor dem Tor, sondern eine Mischung aus einem Abschlussspieler und einem Vorbereiter, der auch Aktionen einleitet. Deshalb ist die Position sehr geeignet. Er muss nicht immer nur in der vordersten Spitze spielen."

Natürlich birgt das Experiment auch Gefahren. So ließ der defensiv unerfahrene Gnabry etwa in Berlin Herthas Torschützen Kalou unbemerkt aus seinem Rücken wegziehen und konnte den finalen Kopfball nicht mehr verhindern. Andererseits kommt er so viel häufiger in Ballbesitz und besser ins Spiel als in der Spitze. Dass diese Variante eine Dauerlösung wird, darf bezweifelt werden, aber eine durchaus sinnvolle Option in einem offensiv besetzten 3-5-2-System. Dafür lieferte gerade Gnabry gegen Mainz viele gute Argumente.

Michael Pfeifer

Bundesliga, 2017/18, 22. Spieltag
TSG Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05 4:2
TSG Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05 4:2
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Zwei Niederlagen, zwei Remis stehen für Hoffenheim zu Buche. Julian Nagelsmann hofft endlich wieder auf einen Sieg seines Teams. Aber auch sein Gegenüber Sandro Schwarz will nach zwei Niederlagen wieder punkten.
© imago

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weitere Infos zu Gnabry

Vorname:Serge
Nachname:Gnabry
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:14.07.1995

weitere Infos zu Kaderabek

Vorname:Pavel
Nachname:Kaderabek
Nation: Tschechien
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:25.04.1992

weitere Infos zu Nagelsmann

Vorname:Julian
Nachname:Nagelsmann
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim


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