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11.02.2018, 17:12

Nach Schmähgesänge in Hoffenheim folgt offener Brief des Teams

Mainz im Konflikt mit den Fans

Mainz 05 befindet sich im Abstiegskampf. In Hoffenheim hagelte es die vierte Pleite in Folge. Zu allem Überfluss kam es am Samstag auch noch zum Konflikt mit den eigenen Fans. Die rund 4000 mitgereisten - und gemäß der Fastnachtszeit verkleideten - Anhänger übten sich in Schmähgesängen. Das missfiel den Verantwortlichen. Sie untersagten den Weg in die Kurve. Am Sonntag folgte nun ein offener Brief der Mannschaft an die FSV-Gemeinde.

Ironie und Spottgesänge: Die Mainzer Fans in Hoffenheim.
Ironie und Spottgesänge: Die Mainzer Fans in Hoffenheim.
© imagoZoomansicht

Dass die Fans nach den zuletzt dargebotenen Spielen frustriert seien, "können wir sehr gut verstehen", heißt es in dem auf der Vereinshomepage veröffentlichten Schreiben. Und weiter: "Im Spiel bei der TSG Hoffenheim sind uns allerdings in der zweiten Halbzeit nach dem Rückstand, sogar noch nach unserem Anschlusstreffer zum 2:3, einer Phase, in der wir mit aller Macht um wenigstens einen Punkt gekämpft haben, aus unserem eigenen Fanblock nur noch ironische Gesänge und Gesänge, die wir als Spott aufgefasst haben, entgegengeschlagen. Uns hat das sehr irritiert und enttäuscht. Deshalb haben wir uns gestern dafür entschieden, nicht zu euch in die Kurve zu gehen."

Diese Nicht-Berücksichtigung kam natürlich nicht gut an. "Wir verstehen, dass einigen von euch diese Entscheidung nicht gefallen hat. Aber wir wollten deutlich machen, dass uns Hohn und Spott nicht ans gemeinsame Ziel bringen", erklären die Spieler die Entscheidung, die laut des Briefes "gemeinsam" getroffen wurde.

Die Begründung der Mannschaft ist einerseits nachvollziehbar. Andererseits aber sind Eitelkeiten in der aktuellen Situation kein guter Ratgeber. Um im Abstiegskampf nämlich überleben zu wollen, braucht das Team die Fans. Umgekehrt gilt aber Gleiches: Um das Ziel Klassenverbleib zu realisieren, braucht die Mannschaft den Support und nicht den Hohn seiner Anhänger.

Schwarz: "Mit so einer Stimmungslage wird es nicht funktionieren"

Nun stellt sich die Frage, wie die beiden Parteien auf denselben Nenner kommen. "Wir müssen enger zusammenrücken", hatte Sportchef Rouven Schröder am Samstag nach Abpfiff gesagt. Wohlwissend, dass diese Gemeinschaft den Verein jahrelang stark und zum Vorbild der Liga gemacht hat. So auch im vergangenen Jahr, als die Fans gewiss ein Erfolgsfaktor waren. Gerade im letzten Heimspiel gegen die Eintracht, als ein 0:2 in ein 4:2 gedreht und der Klassenverbleib gesichert wurde. Die Atmosphäre ist aufgeheizt und trägt sicherlich nicht zum ersehnten sportlichen Erfolg bei. "Mit so einer Stimmungslage, wie wir sie haben, wird es nicht funktionieren", sagt Trainer Sandro Schwarz. Deshalb sollten alle Beteiligten schnellstmöglich nach einer Lösung suchen - um den Konflikt zu beenden und zurückzukehren zu alter Geschlossenheit.

Georg Holzner

1. Bundesliga, 2017/18, 22. Spieltag
TSG Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05 4:2
TSG Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05 4:2
Beide Trainer wollen eine Trendwende

Zwei Niederlagen, zwei Remis stehen für Hoffenheim zu Buche. Julian Nagelsmann hofft endlich wieder auf einen Sieg seines Teams. Aber auch sein Gegenüber Sandro Schwarz will nach zwei Niederlagen wieder punkten.
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weitere Infos zu Schwarz

Vorname:Sandro
Nachname:Schwarz
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:1. FSV Mainz 05
Gründungsdatum:16.03.1905
Mitglieder:13.500 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Isaac-Fulda-Allee 5
55124 Mainz
Telefon: (0 61 31) 37 55 00
Telefax: (0 61 31) 37 55 033
E-Mail: info@mainz05.de
Internet:http://www.mainz05.de


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