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09.02.2018, 23:49

DER kicker.tv TALK - Folge 20

Effenberg: Zwei-Gruppen-Modell für mehr Spannung

Der Vorsprung an der Tabellenspitze deutet erneut auf eine Frühjahrsmeisterschaft der Bayern hin. Was passiert auf den Plätzen hinter dem FCB und wie viel Attraktivität hat die Bundesliga durch die Dominanz des Rekordmeisters in den vergangenen Jahren eingebüßt? Um diese Frage ging es in der 20. Ausgabe von DER kicker.tv-Talk.

Illustre Runde mit viel Diskussionsstoff: Der kicker.tv Talk.
Illustre Runde mit viel Diskussionsstoff: Der kicker.tv Talk.

Unter der Moderation von Marco Hagemann beschäftigte sich die aus Stefan Effenberg, Jürgen Kohler, Simon Rolfes und kicker-Redakteur Carsten Schröter bestehende Expertenrunde mit der fehlenden Spannung im Meisterschaftskampf. Erinnert an spannende Saisonfinals wie in den Jahren 2000 oder 2001 war sich die Runde einig, dass diese Last-Minute-Meisterschaften den neutralen Zuschauern fehlen. "Das kann ein Kampf um die Champions-League-Plätze nicht aufwiegen", fasste Rolfes zusammen.

Kohler: "Den Jupp klonen"

Während Kohlers Vorschlag "Den Jupp (Heynckes, Anm. d. Red.) klonen" mit einem Augenzwinkern versehen war, warf Effenberg einen Modellvorschlag ein, der mehr Spannung die die Liga bringen soll. In zwei ausgelosten Gruppen würden in der ersten Saisonhälfte die Teilnehmer einer separaten Meisterschafts- und einer Abstiegsrunde ermittelt. In der zweiten Saisonhälfte würden dann die neun besten Teams den Meister ausspielen, während die verbleibenden Mannschaften um den Abstieg kämpfen. Während Kohler bei diesem Modell ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch den steigenden Druck sah, ging Schröter davon aus, dass der Vorschlag den Bayern international zugutekäme. Denn der fehlende Spannungsabfall nach der frühzeitig erreichten Meisterschaft könnte sich in der Champions League positiv auswirken.

Im Internationalen Vergleich - so waren sich die Experten einig - fällt der deutsche Fußball ab. "Das ist Fußball auf einem anderen Niveau", äußerte sich Effenberg klar zur Englischen Liga, in der die Meisterschaft zwar auch regelmäßig vorzeitig entschieden sei, er die Verfolger aber wesentlich stärker einschätze als in der Bundesliga. Und auch Rolfes sah hinter den Bayern wenig internationale Konkurrenzfähigkeit: "Die Überraschungsmannschaften, das ist ja inzwischen keine Überraschung mehr, dass die da oben sind. Das ist ja eine Schwäche der Mannschaften, die eigentlich dort stehen müssten."

"Das Problem ist, wenn du Mannschaften hast, die hervorragende Jugendspieler ausbilden und sie auch heranführen an die Bundesliga und die noch ein gutes Jahr spielen, dann kommt der FC Bayern und holt den, genauso wie Goretzka jetzt bei Schalke", sah Effenberg einen "Teufelskreis", der höhere Spannung in der Bundesliga verhindert. Sein Ansatz wäre eine Anpassung der 50+1-Regel.

Kohler lobt Rangnick und kritisiert den BVB

Für Kohler hingegen sind drei Säulen für mehr Konkurrenzfähigkeit nötig: Zum einen müsse innerhalb der Vereine besser gearbeitet werden, die Spielerentwicklung müsse gestärkt und das Scouting ausgebaut werden. Ein Lob hat der dreimalige Deutsche Meister für Ralf Rangnicks Kritik am vereinseigenen Scoutingsystem in Leipzig. "Es spricht ja dann auch für eine gewissen Qualität, solche Dinge anzusprechen innerhalb eines Vereins", so Kohler. Unterdessen sieht er bei Borussia Dortmund die Gefahr, immer mehr zum Ausbildungsverein zu werden - allerdings auch, da Verträge heute nichts mehr wert seien. "Da frage ich mich, warum mache ich die überhaupt, wenn man da jederzeit irgendwo rauskommt", stellte der frühere BVB-Spieler in den Raum und forderte, etwas zum Schutze der Vereine zu unternehmen.

Welche spielerischen Ansätze nötig sind, um den Bayern gefährlich zu werden, darin waren sich die Experten einig: Die Gegner hätten gegen die Bayern zu wenig den Anspruch, selbst das Spiel zu machen, so Rolfes. "Paderborn im Pokal hat mich total fasziniert, die Art und Weise, wie sie das Ding angegangen haben", sieht auch Kohler es als Schlüssel, die Punkte gegen die Bayern nicht herzuschenken, mutig aufzutreten und die Partien nicht für das Absitzen von Sperren zu nutzen.

kon

 

kicker

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