Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
05.02.2018, 12:09

Axel Hellmann macht im kicker Vorschläge

Sieht so die Zukunft von 50+1 aus?

Die DFL will die 50+1-Regel neu definieren. Wie könnte das aussehen? Eintracht Frankfurts Vorstand Axel Hellmann macht im kicker Vorschläge.

Choreografie der VfB-Fans in Mainz
"50+1 in unantastbar", finden unter anderem diese VfB-Fans - die DFL strebt eine Reform an.
© imagoZoomansicht

Wie geht es weiter mit 50+1? In dieser Frage ist die Liga gehörige unter Druck, weil sich alle Protagonisten einig sind: Vor einem ordentlichen Gericht würde 50+1 aus den Angeln gehoben werden. Was also tun?

Die Bundesliga will die 50+1-Regel erhalten, sie aber in eine zeitgemäße Form überführen. Sie will die Voraussetzungen für Ausnahmen neu definieren. 1999 hatte der DFB eine solche in seine Satzung aufgenommen, von der erst Bayer Leverkusen, später der VfL Wolfsburg und 2015 - nach einem Urteil des DFB-Schiedsgericht - schließlich auch die TSG Hoffenheim profitierte, deren Voraussetzungen Kind jedoch wohl nicht erfüllt hat. Nämlich: Wenn "ein Wirtschaftsunternehmen seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat", kann das DFL-Präsidium Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Diese umstrittene Regelung soll nun überarbeitet werden. "Schwammig" und "nicht eindeutig" nannte sie etwa Augsburgs Präsident Klaus Hofmann unlängst im kicker-Interview und kritisierte: "Die aktuelle Situation ist unhaltbar. Alle Ausnahmeregelungen gehören abgeschafft. Dann ist die Frage: Was macht man mit 50+1?"

Hellmann fordert für eine 50+1-Reform vier Bedingungen für Investoren

Axel Hellmann fordert im kicker (Montagausgabe) ein neues Grundlagenstatut beim Thema Investoren und stößt damit auf offene Ohren bei DFL-Boss Christian Seifert, dem Ligapräsidium und den meisten der 36 Profiklubs. Als Verfechter der 50+1-Regel verschließt sich Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Mehrheitsbeteiligungen von Investoren nicht, wenn folgende Bedingungen rechtsverbindlich erfüllt werden:

1. Der Standort eines Vereins muss unverrückbar sein. "Dass ein Mehrheitseigner ein Team oder den ganzen Klub in eine andere Stadt verpflanzt, darf es niemals geben. Amerikanische Verhältnisse sind undenkbar", sagt Hellmann.

Axel Hellmann
War bei Eintracht Frankfurt lange Präsidiumsmitglied des Muttervereins und ist heute Vorstand der Fußball AG: Axel Hellmann.
© imagoZoomansicht

2. Die Vereinsfarben, das Wappen oder Logo dürfen von einem Investor nicht geändert werden.

3. Der Fankultur muss sich der Investor verschreiben, zum Beispiel mit dem Erhalt von Stehplätzen und sozialverträglichen Ticketpreisen.

4. Der Mehrheitseigner/Investor muss über eine zu definierende Mindesthaltefrist seinen Verpflichtungen nachkommen. Verkauft er einen Teil seiner Anteile oder sogar alle Anteile, dann muss dem Stammverein eine Mitwirkungspflicht eingeräumt werden, selbst wenn dieser nur ein Prozent der Anteile halten sollte. Hellmann: "Ohne diese Klausel würde Zockern Tür und Tor geöffnet. Die Filetstücke eines Vereins könnten ausgeschlachtet werden, der Rest an den Stammverein zurückfallen. Es wäre sein Exitus."

Könnte so die Zukunft von 50+1 aussehen? Grundsätzlich, so Hellmann, müsse "eine absolute Identifizierung des Investors mit dem Klub" herrschen. Oberstes Ziel sei die Integrität des Wettbewerbs.

Für Kind wäre eine derartige Reform eine Hintertür: Seiner Übernahme bei Hannover 96 dürfte dann eigentlich nichts mehr im Wege stehen.


Was versteht man unter "erheblicher Förderung" und warum ist genau das so umstritten? Und warum müsste laut Hellmann auch der Gesetzgeber tätig werden? Den großen 50+1-Report lesen Sie im heutigen kicker vom Montag!

Rainer Franzke/jpe

Die Hälfte der 20 umsatzstärksten Klubs kommt aus England
"Money League": Real verpasst Spitze knapp - Bayern 4.
Wo das Geld sitzt...

Im jährlichen Ranking der umsatzstärksten Fußballklubs, das bereits zum 21. Mal von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft "Deloitte" auf Basis der veröffentlichten Jahresabschlüsse (ohne Transfererlöse) erstellt wurde, kommt von den Top 20 diesmal die Hälfte aus England...
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 

20 Leserkommentare

vonneWeser
Beitrag melden
06.02.2018 | 13:51

Ausblick

Wenn, unter welchen Bedingungen auch immer, die 50 1 Regelung fällt, können die Fußball-AGs oder- GmbHs [...]
wrdlbrmft
Beitrag melden
06.02.2018 | 13:49

Pffff

"Nur eines ist doch absolut klar: Bleibt es in Deutschland so wie es ist, so wird die BL international [...]
Kevin_The_Best
Beitrag melden
06.02.2018 | 10:56

Fast vergessen

Und im Zuge dieses Ergusses dann ManCity als positives Beispiel aufzuführen, setzt dem noch die Krone [...]
Kevin_The_Best
Beitrag melden
06.02.2018 | 10:32

Klassischer retiled

Nein, das wird man nicht sagen dürfen ohne stigmatisiert zu werden. Weder in Deutschland noch sonst [...]
retiled
Beitrag melden
06.02.2018 | 00:56

das pferd erstmal von vorn aufzäunen

die beiden herren aus frankfurt und augsburg sind gerade die richtigen die gut gemeinte ratschläge unter [...]

Seite versenden
zum Thema

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München51:1653
 
2Bayer 04 Leverkusen41:2735
 
3RB Leipzig33:2935
 
4Borussia Dortmund45:2934
 
5FC Schalke 0433:2734
 
6Eintracht Frankfurt26:2333
 
7FC Augsburg32:2631
 
8Bor. Mönchengladbach30:3331
 
9TSG Hoffenheim32:3328
 
10Hannover 9629:3128
 
11Hertha BSC28:2827
 
12SC Freiburg22:3525
 
13VfL Wolfsburg24:2524
 
14VfB Stuttgart17:2721
 
15Werder Bremen18:2620
 
161. FSV Mainz 0524:3720
 
17Hamburger SV17:3017
 
181. FC Köln17:3713

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine