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01.02.2018, 21:22

Mainz: Attacken gegen Sportchef und Trainer im Internet

Schwarz über Shitstorm: "Es fühlt sich nicht immer gut an"

Die sozialen Medien bieten jedem Menschen zu jeder Zeit die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Wie sich das auf den Fußball auswirken kann - diese Erfahrung machen gerade die Verantwortlichen des 1. FSV Mainz 05. Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Sandro Schwarz werden seit Wochen scharf kritisiert und attackiert. Nun haben sich die Beteiligten zu Wort gemeldet.

Rouven Schröder und Sandro Schwarz
Zielscheiben verbaler Attacken: Rouven Schröder und Sandro Schwarz.
© imagoZoomansicht

"Das ist die Entwicklung der heutigen Gesellschaft", sagt Schwarz, "unabhängig von Mainz 05." Solche Vorkommnisse treten schließlich nicht nur beim FSV auf. "Das ist kein Mainz-05-Phänomen", findet auch Schröder, der sich mit dieser Thematik kaum bis gar nicht beschäftige, wie er sagt. Schlicht, weil er sich fernhält von sozialen Medien.

Es sei normal, dass Fans Kritik äußern, dass sie mit Entscheidungen und Leistungen nicht immer zufrieden sein werden. Nur heutzutage lässt jeder seinen Frust in der Öffentlichkeit ab. "Früher war es am Stammtisch, heute in den Netzwerken", betont der Mainzer Sportchef.

Coach Schwarz wurde auf der Pressekonferenz am Donnerstag etwas emotionaler bei diesem Thema. "Es fühlt sich nicht immer gut an", gibt er zu. In Mainz habe sich eine Selbstverständlichkeit bei den Fans eingeschlichen; Bundesligafußball werde nicht mehr als etwas Besonderes betrachtet, sondern als Normalität. Diese Betrachtungsweise aber ist falsch. Der FSV steht im Etatranking im unteren Drittel und in der Bundesligatabelle genau dort.

Sensibler im Umgang ist verloren gegangen

Früher waren die Mainzer Fans sensibler im Umgang mit dem Verein, das hat diesen Klub über Jahre stark und zu einem Vorbild gemacht. Auch nach Niederlagen spendeten die Zuschauer Applaus. Das ist heute anders. Die Erwartungshaltung ist - gerade nach dem Einzug in die Europa League - deutlich gestiegen. Zum Leid der Mannschaft. Gerade, wenn es mal nicht so läuft.

"Unmut zu äußern, das gehört dazu", zeigt Trainer Schwarz Verständnis. Von seinen Anhängern fordert er aber eines: "Wichtig ist, dass alle mit Herzblut dabei sind." So wie im Ligaendspurt in der vorigen Saison, als der gesamte Klub an einem Strang zog. Diese Gemeinschaft brauche Mainz 05, um erfolgreich zu sein. Insbesondere in den nächsten Wochen. Am Samstag gegen Bayern, am Mittwoch im Pokalviertelfinale in Frankfurt und in einer Woche bei der TSG Hoffenheim. "Das ist ein schönes Paket um die Fastnachtszeit", freut sich der Coach. Eine gute Zeit, um als Verein zusammenzurücken. Online und offline.

Georg Holzner

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Vorname:Sandro
Nachname:Schwarz
Nation: Deutschland


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